Der Panamakanal leidet unter niedrigen Pegelständen, was den Schiffsverkehr einschränkt.
Panama-Stadt. Panama hat am Dienstag den Notstand ausgerufen, um auf die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño vorbereitet zu sein, erklärte Innenministerin Dinoska Montalvo. Zentralamerika leidet derzeit unter extremer Trockenheit, die bereits zu Einschränkungen im Schiffsverkehr durch den Panamakanal geführt hat.
Der Panamakanal, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, ist von den niedrigen Wasserständen besonders betroffen. Luz Graciela de Calzadilla, Direktorin des Instituts für Meteorologie und Hydrologie von Panama, verwies darauf, dass elf Wassereinzugsgebiete betroffen sind. Dazu kommen Probleme mit Wasserkraftwerken und der Trinkwasserversorgung.
El Niño, ein wiederkehrendes Klimaphänomen, führt zu veränderten Wetterbedingungen weltweit. In Panama habe es seit Mai zu einem deutlichen Rückgang der Niederschläge in weiten Teilen des Landes geführt, obwohl in der nordwestlichen Region Bocas del Toro 25 Prozent mehr Niederschläge gemessen wurden, erklärte Luz Graciela de Calzadilla. Der Höhepunkt des Phänomens wird zwischen Oktober und Dezember erwartet.
Neben Panama haben auch Honduras und El Salvador auf die Dürre reagiert. Honduras hatte bereits vergangene Woche für 80 Prozent seines Staatsgebiets einen Dürrealarm ausgerufen. Der Notstand in El Salvador ermöglicht der Regierung, Überwachungs-, Kontroll- und Hilfsmaßnahmen für betroffene Gemeinden umzusetzen.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat Zentralamerika als am schwersten von durch den gegenwärtigen El Niño verstärktem Hunger betroffen eingeschätzt. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, El Niño gieße Öl ins Feuer auf einem Planeten, der schon in Flammen steht. Der Weltklimarat warnt, dass durch die Klimakrise Extremwetterereignisse wie Dürre häufiger und intensiver werden.
Quellen: ORF
Photo: Der Panamakanal – User: Stan Shebs / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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