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Iran vollstreckt Todesstrafe gegen Demonstranten – Menschenrechtslage weiter fatal

Das iranische Mullah-Regime exekutiert regelmäßig Dissidenten und Demonstranten und hält damit einen weltweiten morbiden Rekord in Todesurteilvollstreckungen.

Teheran. Im Iran wurde Madschid Adineh hingerichtet, der im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten im Jänner wegen Brandstiftung und Verbrechen gegen die innere Sicherheit des Landes zum Tode verurteilt worden war. Laut der iranischen Justiz habe Adineh an „operativen Aktivitäten“ zur Unterstützung Israels und der USA teilgenommen. Er wurde wegen „Kriegsführung gegen Gott“, Brandstiftung sowie Versammlung und Verabredung zur Begehung von Straftaten gegen die innere Sicherheit des Landes schuldig gesprochen.

Adineh und ein weiterer Verdächtiger waren am 9. Januar in der Provinz Albors westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei ihrer Festnahme hätten sie einen Revolver, Munition, zwei Taser, zwei Tränengaskanister, eine Akkukettensäge und eine Flasche Benzin mitgehabt. Das Revolutionsgericht der Stadt Karadsch verurteilte Adineh auf der Grundlage zahlreicher Beweise und seiner Aussagen im Prozess zum Tode. Sein gesamtes Vermögen wurde beschlagnahmt, und nach Bestätigung des Urteils durch das oberste Gericht wurde das Todesurteil vollstreckt.

Die Proteste im Iran, die Ende Dezember wegen der schlechten Wirtschaftslage begannen, weiteten sich zu Massenprotesten gegen die Führung in Teheran aus. Ihren Höhepunkt erreichten sie am 8. und 9. Januar, bevor die Behörden sie blutig niederschlugen. Die iranische Regierung machte die USA, Israel und ausländische Organisationen für die Gewalt verantwortlich, sprach von mehr als 3.000 Todesopfern und führte diese auf „terroristische Akte“ zurück, zu denen diese die Iraner angestachelt hätten.

Menschenrechtsorganisationen im Ausland sprachen im Zusammenhang mit den Protesten von einer staatlichen Niederschlagung mit Tausenden Toten. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights und der französischen Organisation Gemeinsam gegen die Todesstrafe wurden im Iran 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet – so viele wie seit 1989 nicht mehr.

Quellen: ORF, HVG
Photo: Pester Lloyd (Grafik)

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liberaluser
liberaluser
1 Monat zuvor

Die Begründung für dieses Todesurteil ist doch völlig an den Haaren herbeigezogen. Wie kann man jemanden wegen ein paar Werkzeugen und erpressten aussagen der Spionage beschuldigen und hinrichten? Das zeigt wieder einmal, dass es in diesem System überhaupt keine fairen Verfahren gibt, sondern nur reine Willkür zur Einschüchterung.

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