Das Wiederhochfahren des Atomkraftwerks Paks aufgrund eines gestiegenen Donauwasserstands steht im Zusammenhang mit breiten Einsparbemühungen in der Gesellschaft und dem Ausbau der Infrastruktur rund um das Kraftwerk.
Paks. Die Wiederaufnahme des Regelbetriebs im Atomkraftwerk Paks ist ein wichtiger Schritt. Am 23. August 2026 verkündete Ministerpräsident Magyar Péter, dass das Kraftwerk am Morgen bereits über 800 Megawatt Leistung erbrachte, die Leistung in Kürze 1000 Megawatt erreichen werde und voraussichtlich bis Mittwoch die volle Kapazität von 2000 Megawatt erreicht sein soll. 7 von 8 Pumpen können Kühlwasser aus der Donau entnehmen – vor weniger als einem Monat stand der Betrieb kurz vor der Komplettabschaltung, da der nötige Wasserstand nur 1-2 Zentimeter über dem Minimum gelegen ist.
Die Wiederinbetriebnahme war entscheidend, um eine drohende Energiekrise abzuwenden. Notfallmaßnahmen und der Anstieg des Donaupegels ermöglichten eine frühere Wiederaufnahme der Stromproduktion.
Einsparungen von Unternehmen und Gesellschaft
In dieser Zeit beteiligten sich viele Menschen und Unternehmen aktiv an der Bewältigung der Krise. Wirtschafts- und Energieminister Kapitány István hob hervor, dass Bürger und Unternehmen aktiv zur Energieeinsparung beitrugen. Während der ersten Hitzewelle änderten 84 Prozent der Bevölkerung ihre Verbrauchsgewohnheiten, und rund tausend Unternehmen boten freiwillig betriebliche Maßnahmen an, um weniger Energie zu verbrauchen oder nicht dann, wenn das Stromnetz sie am dringendsten benötigt.
Die infrastrukturellen Maßnahmen rund um das Atomkraftwerk Paks waren ebenfalls von Bedeutung. Ein wichtiger Aspekt war ist Bau einer sogenannten Fenékküszöbs – Sohlschwelle – in der Donau, die den Wasserstand anhebt und so die Kühlung des Kraftwerks auch bei extrem niedrigen Pegel der Donau sichern soll. Verteidigungsminister Ruszin-Szendi Romulusz berichtete, dass der Bau dieser Struktur gut voranschreitet und noch etwa 150 Meter fehlen, bis die von beiden Donauufern her entstehenden Teile der Sohlschwelle aufeinandertreffen.
Die Regierung hält an der längst unter der Orbán-Regie in Beton gegossenen Erweiterung der Reaktorkapazitäten von Paks fest. Der Bau von Block 5 begann am 5. Februar 2026 mit dem Gießen des ersten Betons, und am 18. März 2026 starteten die Aushubarbeiten für die Baugrube von Block 6; beide neuen Blöcke sollen bis 2032 in Betrieb genommen werden.
Ministerpräsident Magyar Péter betonte, dass angesichts der vom Klimawandel verursachten Krisensituation gehandelt werden müsse, um Ungarn zu retten. Er kündigte Gesetzesvorschläge zu Klima-, Wasser- und Energiewirtschaft an, in denen festgelegt werden soll, was zum Schutz Ungarns in der durch den Klimawandel verursachten Krisensituation zu tun ist. Er sagte, wenn nichts getan werde, bewege man sich in Richtung Vernichtung und man sei wahrscheinlich schon über die sprichwörtliche 24. Stunde hinaus, um das Land zu retten. Eine Drastische Rede – angesichts einer drastischen Klimakrise.
Quellen: MTI, ORF, derstandard.at
Photo: Das Atomkraftwerk Paks spielt eine Schlüsselrolle in der Stabilisierung der ungarischen Energieversorgung, PROIAEA Imagebank / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)
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