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Marokko wählt neues Parlament

Die Wahl könnte den Weg für die Fußball-WM 2030 ebnen, doch soziale Spannungen bleiben.

Rabat. In Marokko fand am Mittwoch die Parlamentswahl statt, bei der die Regierungsparteien voraussichtlich ihre Machtposition behalten werden. Experten erwarten keine großen Überraschungen, da die politische Landschaft relativ stabil ist. Ein zentrales Thema der Wahl ist die massive Investition in die nationale Infrastruktur, die das Land auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 vorbereiten soll. Marokko plant, die WM gemeinsam mit Spanien und Portugal auszutragen und investiert Milliarden in den Ausbau von Bahnverbindungen, Hotels und Terminals.

Die Regierung hat Milliarden in den Ausbau von Straßen, Stadien und anderen Einrichtungen investiert, um Marokko als attraktiven Austragungsort für die WM zu präsentieren. Diese Maßnahmen sollen nicht nur das internationale Ansehen des Landes stärken, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung fördern. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds ist die marokkanische Wirtschaft 2025 um 4,9 Prozent gewachsen. Besonders die Baubranche boomt, ein großer Teil davon ist auf das WM-Projekt zurückzuführen.

Die Wahlbeteiligung und das Abschneiden der Oppositionsparteien werden zeigen, inwieweit die Bevölkerung den Kurs der Regierung unterstützt. Bei der Wahl am Mittwoch werden die 395 Sitze des marokkanischen Abgeordnetenhauses neu vergeben, wobei 27 Parteien zur Wahl stehen. Der Regierungschef wird von König Mohammed VI. ernannt. Experten gehen davon aus, dass Fouzi Lekjaa, Präsident des marokkanischen Fußballverbandes, gute Chancen auf den Premierministerposten hat, sollte seine Partei PAM erfolgreich abschneiden.

Quellen: ORF, DW
Photo: Fernando Pascullo / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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