Die ungarische Nationalmannschaft setzt sich im Freundschaftsspiel gegen Slowenien mit 1:0 durch, nachdem sie über weite Strecken spielbestimmend bleibt, jedoch lange an fehlender Durchschlagskraft leidet.
Budapest. Vor 50.252 Zuschauern in der Puskás Aréna übernahm Ungarn früh die Kontrolle, ohne daraus zunächst Kapital zu schlagen. Die Mannschaft von Marco Rossi verzeichnete über die gesamte Spielzeit leichte Vorteile im Ballbesitz (51,5 Prozent) und agierte insgesamt aktiver im Offensivspiel.
Die statistische Überlegenheit spiegelte sich vor allem in den Abschlüssen wider: 16 Torschüsse standen lediglich fünf Versuchen der Gäste gegenüber, auch bei den Schüssen auf das Tor lag Ungarn mit 6:2 vorne. Dennoch blieb die Partie lange ereignisarm, was sich bereits in der Anfangsphase zeigte. Zwar dominierten die Gastgeber das Geschehen, doch es mangelte an Tempo und Kreativität im letzten Drittel.
Slowenien kam nur sporadisch zu Offensivaktionen, erzielte jedoch früh ein Tor, das nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt wurde. Erst nach 28 Minuten wurde erstmals ernsthaft Gefahr erzeugt, als Sallai nach einer Hereingabe von Kerkez am gegnerischen Torhüter scheiterte.
Bis zur Pause blieb das Spiel von vorsichtigen Pressingphasen und Aktionen zwischen den Strafräumen geprägt, ohne dass sich klare Torchancen häuften.
Rossi bringt Dynamik, Vekic verhindert Rückstand
Zur zweiten Halbzeit reagierte Rossi mit personellen Anpassungen, die dem Spiel sofort mehr Dynamik verliehen. Insbesondere die Einwechslung des Debütanten Donát Bárány sorgte für Belebung im Angriff. Innerhalb weniger Minuten musste Sloweniens Torhüter Vekic mehrfach eingreifen und bewahrte sein Team mit mehreren Paraden vor dem Rückstand.
Ungarn erhöhte in dieser Phase den Druck deutlich, was sich auch in den Offensivstatistiken niederschlug: 20 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum gegenüber 15 auf slowenischer Seite sowie eine deutlich höhere Anzahl an Flanken (21:15) und erfolgreichen Pässen im letzten Drittel (71:38).
Trotz dieser Dominanz blieb die Effizienz zunächst aus. Sallai vergab mehrere Möglichkeiten, während auf der Gegenseite Tóth nur einmal ernsthaft eingreifen musste. Mit zunehmender Spieldauer flachte die Partie erneut ab, auch bedingt durch weitere Wechsel auf beiden Seiten.
Joker Schön sticht
Die Entscheidung fiel schließlich in der 79. Minute – und sie trug die Handschrift eines Einwechselspielers. Nach einer Flanke von Osváth kam der kurz zuvor eingewechselte Szabolcs Schön im Strafraum an den Ball, setzte diesen zunächst auf den Boden und traf anschließend präzise unter die Latte zum 1:0.
Der Treffer war Ausdruck der ungarischen Spielanlage: hoher Aufwand, späte Belohnung. Insgesamt zwang Ungarn den slowenischen Keeper zu fünf Paraden, während die eigene Defensive vergleichsweise wenig gefordert war.
Die Partie blieb auch in der Schlussphase kontrolliert, nennenswerte Ausgleichschancen der Gäste blieben aus. Ungarn brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich damit einen Arbeitssieg im ersten Länderspiel des Jahres.
Das nächste Testspiel bestreitet die ungarische Auswahl am Dienstag um 19 Uhr erneut in der Puskás Aréna gegen Griechenland.
Quellne: MTI.hu. BBC
Photo: MTI/Tamás Vasvári






