THEMA: WAHLEN UNGARN 2014

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(c) Pester Lloyd / 28 - 2014 NACHRICHTEN 07.07.2014

 

Lázár-Origo-Telekom-Skandal: Gericht verlangt Offenlegung von Reiseunterlagen des Kanzleramtsministers

Der Reisekostenskandal von Kanzleramtsminister Lázár, der zur Entlassung eines Chefredakteurs und einem handfesten Skandal für die Magyar Telekom und ihre Einstellung zur Pressefreiheit führte, geht in eine gerichtliche Verlängerung. Auch die Judikative wagt es, sich gegen die Allmacht von Orbáns Kronprinzen und Vollstrecker Lázár zu stellen und verlangt die Offenlegung der Reiseunterlagen für zwei Reisen im März und Juli 2013 in die Schweiz bzw. nach Italien.

 

Lázár zahlte damals aus der Staatskasse umgerechnet rund 6.000 EUR für drei Nächte in Luxushotels. Als das Telekom-Portal Origo.hu die Sache öffentlich machte, zahlte Lázár das Geld privat nach, sorgte aber dafür, dass der Origo-Chefredaktuer gehen musste, die Telekom war ihm zu Diensten, ist sie doch massiv von staatlichen Aufträgen abhängig. Diesen Zusammenhang bestreitet der Konzern in mehrheitlichem Eigentum der Deutschen Telekom freilich beharrlich.

Das Gericht befand nun - auf Initiative eines Ex-Origo-Mitarbeiters mit Unterstützung von Transparency International - dass die Öffentlichkeit durchaus ein Recht habe, zu erfahren, ob derart teure Reisen einen amtlichen Auftrag und Sinn hatten, Lázár bzw. sein Amt muss nun alle Rechnungen vorlegen und die Reisebauftragung belegen, es sei denn der neue Superminister steigt in die zweite Instanz ein, - er hat 15 Tage Zeit für eine Berufung.

red

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