(c) Pester Lloyd / 12 – 2015 NACHRICHTEN 18.03.2015
Nur noch drei Prozentpunkte liegt die neonazistische Partei Jobbik in der aktuellsten Umfrage des Institutes Ipsos bei der Unterstützung hinter dem regierenden Fidesz. Zumindest hochgerechnet auf alle Wahlbeteiligten kommt die rechtsextreme Partei der nationalpopulistischen Orbán-Partei mit 21:18 Punkten bereits gefährlich nahe.
In der Sonntagsfrage würde Jobbik derzeit 28% der Stimmen erhalten, ein Allzeit-Hoch und nochmals 3 Punkte mehr als im Februar. Fidesz verlor genau diese 3 Punkte und landet – erstmals seit den Wahlen im vorigen April – mit 37% unter der 40-Prozent-Marke.
Die MSZP liegt bei der Wählergunst insgesamt bei 12%, bei den Wahlwilligen würde sie 19% erhalten, eine Verbesserung. DK und LMP kommen dabei auf 7 bzw. 4%, die Grünen wären also raus. Együtt und PM liegen mit 1% an der Wahrnehmungsgrenze.
Da nur rund 60% der Befragten wählen würden, zeigt sich in Stimmen ausgedrückt, folgendes theoretisches BIld: Fidesz würden derzeit 1,7 Mio. Ungarn wählen, Jobbik 1,5 Mio., die MSZP rund 1 Mio. Menschen.
Jobbik hatte für 2018 die „Machtübernahme“ angekündigt. Bei jetztigem Umfragestand, bräuchte Orbán – trotz getunten Walhrechts – einen Koalitionspartner. Mehr zur ambivalenten Symbiose von Fidesz und Jobbik u.a. in diesem Beitrag (Die Macht vor Augen: Neonazis wollen ab 2014 Ungarn regieren)
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