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Audi Hungária mit leichtem Umsatzrückgang

(c) Pester Lloyd / 12 – 2009 WIRTSCHAFT 15.03.2009

Audi Hungária mit leichtem Umsatzrückgang

Der Umsatz der Audi Hungária Motor Kft., Tochter der Audi AG sank im Jahr 2008 um 4,3% auf 5,62 Mrd. EUR. Die Einbußen stammen vor allem aus Auftragsrückgängen beim Motorenbau, dem Hauptgeschäft des Györer Werkes. Die Zahl produzierter Fahrzeuge konnte hingegen leicht erhöht werden. Als Konsequenz der weiterhin dramatischen Lage auf dem Automarkt zieht Audi dreiwöchige Betriebsferien im Sommer in Betracht. Bereits über Weihnachten blieb das Werk länger als sonst üblich geschlossen.

Die Audi-Zentrale geht für 2009 von einem, im Vergleich mit anderen Herstellern, fast moderaten Verkaufsrückgang von 10% aus, der sich natürlich auch auf die Auftragslage der ungarischen Tochter entsprechend auswirken wird, wie Thomas Faustmann, Generaldirektor von Audi Ungarn gegenüber MTI bestätigte. Damit wird die Audi AG in Ingolstadt 2009 wohl das erste Mal seit 14 Jahren mit einem Umsatzrückgang rechnen müssen. Das ungarische Tochterunternehmen will daher das Kostencontrolling verstärken und in der Personalpolitik „so flexibel wie möglich“ reagieren. Kurzarbeitermodelle wie in Deutschland kämen in Ungarn nicht so zum tragen, dafür werde man bei den Gehaltsanpassungen reagieren und sich die Option produktionsfreier Tage offen halten. Auch stehen geplante Investitionen auf dem Prüfstand. Audi Hungária hat seit Bestehen mittlerweile 3,611 Mrd. EUR in Ungarn investiert, allein im letzten Jahr waren es 309 Mio EUR.

Das Werk wurde von einem reinen Motorenhersteller für den VW-Konzern konsequent auch zu einem Autohersteller, vornehmlich für die TT-Reihe, aber auch das A3-Cabrio weiterentwickelt. Das Unternehmen ist der größte Exportbetrieb des Landes und eines der umsatzstärksten Unternehmen Ungarns überhaupt. Audi beschäftigt nahezu 6.000 Mitarbeiter, zigtausende Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie und im Dienstleistungsbereich der Region Györ, hängen von dem Konzern ab.

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