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MSZP-Spitzen fordern Auschluss Gyurcsánys

(c) Pester Lloyd / 39 – 2011 NACHRICHTEN 01.10.2011

MSZP-Funktionär fordert Auschluss Gyurcsánys, Parteichef sieht Machtwechsel 2014 MSZP-Vorsitzender Attila Mesterházy sieht tatsächlich die Chance, 2014 das Fidesz als Regierungspartei abzulösen. Man arbeite daran, erklärte der Parteichef der Sozialisten bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Das Jahr 2012 werde man nutzen, um der Partei ein neues Programm zu geben, 2013 dann will die MSZP „Alternativen zur Fidesz-Politik“ anbieten und die passenden Verbündeten finden. Freilich solle man keine „Übernacht-Erfolge“ erwarten, der Weg zurück an die Macht werde lang sein, aber systematisch beschritten. Die Realität ist jedoch eine andere, die Partei durch interne Machtkämpfe gelähmt.

Csaba Horváth, MSZP-Fraktionschef in der Budapester Stadtversammlung will nun einen Befreiungsschlag und ein Parteiausschlussverfahren gegen Ex-Premier Ferenc Gyurcsány anstrengen, weil er die Interessen der Partei durch seine spalterischen Aktivitäten schädige. Letzter Anstoß sei die indirekte Aufforderung an die rund 1.600 Parteimitglieder seiner Plattform „Demokratische Koalition“, die Partei zu verlassen. Gleichzeitig sagte Gyurcsány aber auch, dass es wenig Sinn mache, sich ständig gegenseitig „Ultimaten zu stellen“. Horváth meinte, man solle nicht bis zum Parteitag im November warten, sondern Gyurcsány früher loswerden. „Gyurcsány hat sich offenbar für einen anderen Weg als den der MSZP entschieden, wünschen wir ihm Glück…“, so Horváth, der sich wünscht, dass die Trennung eine freundschaftliche sei, schließlich wird man auf Koalitionen angewiesen sein, um den gemeinsamen Gegner schlagen zu können. Am Montag muss Gyurcsány beim Staatsanwalt wegen des Sukoró-Falles antreten, möglicherweise ereilt ihn dort Untersuchungshaft, seine Sympathisanten rufen zu einer Solidaritätsdemo auf.

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