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(c) Pester Lloyd / 23 - 2009 WIRTSCHAFT 04.06.2009
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30% Strafe auf Steuerflucht aus Ungarn

Für alle Überweisungen aus Ungarn an ausländische Unternehmen und Institutionen, die in sogenannten Off-Shore-Staaten liegen, Länder also, die durch Dumpingquoten Steuerflüchtlinge anziehen, sollen in Zukunft pauschal 30% Steuer geltend gemacht werden. Das verkündete Ungarns Finanzminister Péter Oszkó diese Woche als Teil des 2010er Steuerreformpakets. Ausdrücklich eingeschlossen sind dabei Zahlungen für Lizenzen, Rechtsberatung und Zinsen für Firmenkredite, hinter denen sich meist nichts anderes als Kapitalflucht verberge. Als Steuerparadiese werden dann alle Länder oder Regionen eignestuft, in denen die Gesamtbesteuerung weniger als zwei Drittel der ungarischen Steuerquote ausmacht. Außerdem wolle man auch nach in Ungarn erworbenem aber unversteuertem Geld im Ausland suchen, dass vor 2010 generiert wurde. Wie das geschehen soll, ließ Oszkó, vor seinem Ministerposten Chef der Wirtschaftsprüfer von Deloitte Ungarn, offen. Oppositionschef Orbán hatte den Finanzminister, neben dem Premier und dem Zentralbankchef, erst kürzlich als einen von jenen Off-Shore-Rittern bezeichnet, die bedauerlicherweise Ungarn regieren.

 

(c) Pester Lloyd

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