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(c) Pester Lloyd / 02 - 2010  OSTEUROPA 16.01.2010

 

Dacia, das Krisenauto

Das Billigvehicle aus Rumänien profitierte von der Wirtschaftskrise

311.282 Fahrzeuge konnte der rumänische Autohersteller Dacia 2009 ausliefern, ein neues Allzeit-Rekordergebnis. Damit lag man im Krisenjahr nochmals um mehr als 20% über dem Ergebnis von 2008. Doch wie geht es 2010, im Jahr 1 nach dem Abwrack-Wahnsinn weiter?

Dacia ist eine Tochter der französischen Renault-Gruppe und nach Stückzahlen nun der drittgrößte Autoproduzent des Landes. Die Erlöse lagen im letzten Jahr bei rund 2,5 Milliarden EUR, der Durchschnittspreis eines Dacia betrug rund 8.000 EUR. Mit 80.000 Einheiten wurde Deutschland zum wichtigsten Exportmarkt, natürlich begünstigt durch die Abwrackprämie, die einen Dacia sogar für Konsumentengruppen erschwinglich machte, die sonst lange nicht an einen Neuwagen denken durften. Auch die Absätze in Italien und Frankreich (66.000 Stück) stiegen spürbar an. Das Unternehmen kommentiert den Erfolg damit, dass sich die Konsumenten auf das besonnen haben, was ein Auto ausmacht: Fortbewegung.

Doch wie soll es 2010 weitergehen, da die Verschrottungsboni ausgelaufen sind? Der französische Verkaufschef bei Dacia meint, dass es in diesem Jahr vor allem auf den Heimmarkt ankommt, bei dem man die Zahlen des Vorjahres zumindest halten will. Über den Export könne man natprlich nur sehr schwer Vorhersagen machen. 2009 haben sich die Verkäufe im Inland nämlich dramatischerweise halbiert, auf etwa 42.000 verkaufte Dacia, hauptsächlich Logan. Für den Export hat man sich etwas besonderes einfallen lassen. Diese soll der Duster (Foto) ankurbeln, ein Allradauto und Billig-SUV "für alle jene, die sich einen solchen eigentlich nie leisten könnten", sagt der Verkaufsdirektor. Der Duster soll ab um die 15.000 EUR zu haben sein.

 

 

 

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