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(c) Pester Lloyd / 16 - 2010 WIRTSCHAFT 23.04.2010
Ungarische Finanzaufsicht bestraft Deutsche Bank wegen Spekulation gegen den Forint
Die ungarische Finanzmarktaufsicht PSZÁF gab am
Donnerstag die Verhängung einer Strafe von 90 Millionen Forint (ca. 340.000 EUR) gegen die Deutsche Bank AG London bekannt. Der Grund für die Sanktion sei die gezielte Spekulation gegen den
ungarischen Forint im Oktober 2008, die ein Mitgrund für den rasanten Verfall der Währung gewesen sei, der Ungarn an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geführt hat. Konkret geht es um eine - aus Sicht der
Finanzaufsicht - überdimensionalen Absicherung gegen Währungsverluste, durch sogenannte Forex swaps. Nach Auffassung der PSZÁF habe die Aufstellung dieser swaps
anderen Playern ein Marktsignal gegeben, Forint in großem Stile abzustoßen, was zu einer Kettenreaktion führte. Dieses Vorgehen sei marktverzerrend gewesen. Die
Deutsche Bank argumentiert hingegen damit, dass ihre Maßnahmen aufgrund des unsicheren Marktumfeldes berechtigt waren. PSZÁF rechnete der Bank bei der
Berechnung der höhe der Strafe ihre Kooperationsbereitschaft an. Es besteht die Möglichkeit der gerichtlichen Beieinspruchung der Strafe.
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