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Kesseltreiben in Budapest
Gustav Mahler in Ungarn - zu seinem 150. Geburtstag
Am 7. Juli begeht die Musikwelt den 150. Geburtstag des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler, am 18. Mai
2011 gedenkt man außerdem seines 100. Todestages. Dieses Doppeljubiläum wird nicht nur in Österreich, sondern auch in Ungarn begangen, schließlich leitete Mahler fast drei Jahre lang die
Königliche Oper in Budapest. Hintergründe und Anekdoten aus Mahlers Zeit in Budapest.
ZUM BEITRAG
Aus dem Pester Lloyd von 1892 Das einundzwanzigste Jahrhundert
Ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 1992
- Von Lajos Hevesi
Der Autor machte vor 100 Jahren seinem Leben ein Ende. Hevesi war ein großer Kunstkritiker, ein angenehmer Erzähler,
ein satirischer Beobachter und schrieb über 40 Jahre für den Pester Lloyd. Seine Überlegungen über das 21. Jahrhundert stammen aus dem 19. Jahrhundert, am
20. Jahrhundert wäre er wohl verzweifelt, wenn er es nicht selbst vermieden hätte. Was die Zukunft bringt, bleibt "dicht verschleiert", ist sein Resümee. Und das
ist besser als mit "leeren Phantasien" zu operieren.
ZUM BEITRAG
Im Pester Lloyd vor 100 Jahren
Morbide Weihnachten
Ein Gipfeltreffen großer Geister in der
mysteriösen Weihnachtsausgabe des Pester Lloyd 1909
Die Weihnachtsausgabe des Pester Lloyd folgte einem immer gleichen Ritual. Sie erschien am 25. Dezember, enthielt Jahreszusammenfassungen aus Politik
und Wirtschaft, Lokalem und Weihnachtsunterhaltung auf allerhöchstem und allerniedlichstem Niveau. Große Namen und bedeutende Schriftsteller traten im Lloyd auf, doch
für ein halbes Dutzend von ihnen sollte die Weihnacht 1909 die letzte sein...
ZUM BEITRAG
Aus dem Pester Lloyd von 1913 Brief von der Andrassystraße
Von Porzó
Wieder wend ich mich zu dir, o du alte Radialstraße, deren Grundrisse auf der Wiener Weltausstellung mit geringschätzendem Zweifel empfangen
wurden. Was ist denn das für eine Utopie? Das wird ja nie und nimmer zur Wirklichkeit. Niemals! Dieses Dorf da unten – lächerlich!
ZUM BEITRAG
Tänzer und Feuerspucker
Das "fabelhafte" Leben des Felix Salten - Zum 140. Geburtstag eines Kollegen
Es ist der Fluch der Nachwelt, dass
spätestens nach Ablauf eines Lebens selbiges nach schlagwortartig Erinnerbarem durchsiebt wird. Salten, das ist doch der mit dem urniedlichen Reh und dem Schweinkram. Und da muß man schon
froh sein, dass die Leute nicht glauben, Bambi wäre von Walt Disney erfunden worden und die Mutzenbacher eine Folge des Hausfrauenreports...
ZUM BEITRAG
Aus dem Pester Lloyd 1932: Opernfreunde
Von Dr. Géza Molnár
Gewiß, das Land muß jetzt finanzielle
Schwierigkeiten von ungewöhnlichem Ausmaß bestehen, aber für den Opernfreund ist trotz dieser mehr als heiklen Lage das Problem, ob die Königliche Oper weiter existieren soll,
einfach gegenstandslos. Es nicht nur als Amüsierort zu betrachten, sondern als Kulturstätte.
ZUM BEITRAG
Im Pester Lloyd vor 100 Jahren:
Zigeunerstempeln
Brepohl vs. Bársony:
Eine Debatte von gestern und heute
...man möchte doch den Zigeunern alle
Wagen und Pferde abnehmen, um sie dadurch zum Aufgeben des Nomadenlebens zu zwingen. Auch sollen ihnen alle Waffen und Messer abgenommen werden, ferner solle man
jedem Zigeuner an einem sichtbaren Teile des Körpers eine Nummer abstempeln, um so eine Kontrolle derselben zu ermöglichen...
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Im Reich der Mokkabonzen
Julius Ludassy Kaffeehausgrippe
Eine Wiener Elegie, 1921
“Das Kaffeehaus, in dem ich einst die Schule gestürzt habe, ist mit einemmal verschwunden: es wird in eine Bankfiliale verwandelt.” - Die Hoffnung
ist wohl unbegründet, dass angesichts der Bankenkrise die Filialen der Finanzinstitute nun wieder in Kaffeehäuser zurückverwandelt würden.
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Lauter Zukunftsmusik oder: Eva hat viel durchzumachen...
Ludwig / Lajos Hevesi war faktisch der Pressesprecher der Wiener Sezessionisten
und gleichzeitig ihr konstruktivster Kritiker. Wann immer das Rudel bunter Hunde ihre Jugendstile toben liess, sprach er davon und versuchte zwischen Kunstrevoluzzern und konservativem
Publikum zu vermitteln.
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Der Rezensent der Apokalypse Superlativismus Max Nordau - 1911
Herrschaft der Pöbelhaftigkeit, Bekenntnis der
Unzuständigkeit und des vollständigen Mangels an Autorität, niedrigste Einschätzung des Erziehungs- und Bildungsgrades der Leser, das ist die Bedeutung des Superlativismus, der
heute der allgemeine Ton ist....
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Im Pester Lloyd vor 75 Jahren:
Die rüstende Angst György Kecskeméti, 1933
... Die Lebensquellen, an denen sich frühere Generationen noch sattrinken konnten, versiegen eine nach der anderen. Massen und Völker verarmen,
und die Welt kennt immer weniger Freude und Glück...
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Laboratorium oder Beichtstuhl
Georges Benjamin Clemenceau:
Glauben oder Wissen
Er dürfte in Ungarn nicht gar zu viele
Anhänger haben, sind sein Name und Walten doch zu sehr mit Trianon verbunden, dass die Ungarn bei jeder Nennung zu pawlowschem Aufheulen veranlasst und dessen Heranziehung für
alles gestrige und heutige Leid zum nationalen Fetisch geworden ist.
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Wenn ich aber von Gott
rede, da schlafet ihr!
Hermann Hesse Am Ende des Jahres
1928
Die Post hat heute wieder viel gebracht.
Zehn Zeitschriften, jede an die wahrhaft Gebildeten apellierend und jede nach ausschließlich künstlerischen Gesichtspunkten geleitet, empfehlen sich fürs neue Jahr, und zwanzig Verleger
teilen mit, daß sie rüstig daran arbeiten, ihren rühmlichst bekannten Verlag in vornehmster Weise weiter auszubauen.
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Wo man den Hund mit SIE ansprach...
Erinnerungen an den PESTER LLOYD von Thomas Edmund Konrad, London, - dem wahrscheinlich letzten lebenden Mitarbeiter des alten Pester Lloyd
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Mein Großvater, der Graf und der Pester Lloyd
Mein Großvater, Graf Hugó Kálnoky, lebte ein kurzes, herumgeworfenes Leben, ein Spielball der historischen Umwälzungen seiner Zeit. Geboren 1900, pünktlich zu Beginn
des schrecklichen 20. Jahrhunderts; volljährig pünktlich zum Zusammenbruch der Monarchie, 1918.
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Grüß Gott, da bin ich wieder!
Karl Marx "Zum hundertsten
Geburtstag" Von Dr. Alexander Petrovics, Pester Lloyd ,1918
Man mag es heute kaum noch glauben: aber die
Sozialdemokratie hatte einmal tatsächlich etwas mit dem Marxismus zu tun. Warum man nicht nur angesichts der Krise an "Marxens epochalem Lebenswerke nicht ohne Hochachtung
vorbeigehen" sollte, über den "Fetischcharakter der Ware“ und die "Verkennung der dem Geldsystem anheftenden Gebrechen" schrieb Dr. Petrovics vor 90 Jahren, zum 100.
Geburtstags eines "der größten Genies der Neuzeit" und "selbtlosesten Märtyrers der leidenden Menschheit."
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