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POLITIK & GESELLSCHAFT

Standardmodell
Sonderschule

Ausgrenzung als Bildungsstrategie: in der Slowakei sollen gesonderte Internate für Roma den Bildungsnotstand der Minderheit bekämpfen

Wenn die Slowakei ihr Projekt der gesonderten Internate für Roma in die Tat umsetzt, "dann werden sich alle die aus dem Menschrechtsbereich über uns hermachen...", warnt Premier Robert Fico schon vorab. Doch das genauso absurde wie einleuchtende Projekt enthält eine traurige Wahrheit, die gefährlichen Charme entwickeln wird.

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Gratwanderung nach Osten

Die "Östliche Partnerschaft der EU" als Kampf um Einfluss und Märkte - Treffen und Konferenz in Budapest

Die Staaten der Visegrád 4 sehen sich bei der von der EU angeregten, durchaus umstrittenen "Östlichen Partnerschaft" in einer günstigen Ausgangsposition im Ringen um Märkte der Zukunft. Doch die Pläne, die bei der Konferenz in Budapest dieser Tage anklangen, bedeuten eine gefährliche politische Gratwanderung, nicht nur mit Hinblick auf Russland, das sich in seinem Einflussbereich gestört fühlen könnte.

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Schlusswort des Staatsbuchhalters

Die letzte Regierungserklärung des Ministerpräsidenten wurde emotionaler als gedacht

Gordon Bajnai gibt sich in seiner letzten Regierungserklärung überwiegend zufrieden mit seiner Arbeit und weist den Nachfolgern die Richtung: Sparen, Arbeitsplätze schaffen, Euro einführen. Emotionale Kritik übte er wegen des fehlenden Konsenses gegen Rechts. Wägt man Erreichtes und Offenes ab, ist Ungarn fiskalisch stabiler, aber gesellschaftlich inkonsistenter geworden. Die rechte Presse attackierte ihn heute mit dem Vorwurf des Steuerbetruges.

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Auftakt zum Abgang

Wahlkampfstart der ungarischen Sozialisten: kalkulierte Selbstkritik und verzweifelte Versprechungen

Alles soll "Neu" sein bei den Sozialisten, doch wählen werden sie vermutlich fast nur die Alten. Gut zwei Drittel der knapp 3.000 Anhänger, die sich am Samstag zum Kampagnenstart der MSZP versammelten, waren älteren Semesters. Dementsprechend sieht auch der Spagat aus, den die Spitzenleute der abgewirtschafteten Partei leisten müssen, ohne dass es sie zerreisst: sozialdemokratische Phrasen wechselten mit (schon wieder) irrwitzigen Wahlversprechen ab.

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Zeit zu gehen...

Warum tritt Gábor Demszky nicht als Oberbürgermeister zurück?

Diesmal können selbst all jene, die dem Fidesz unlauteres Wahlkampfgetöse, oft ja auch zu Recht, vorwerfen, kaum noch Argumente finden, warum Gábor Demszky, der liberale Politiker, der seit fast zwanzig Jahren Oberbürgermeister von Budapest ist, noch ein Recht auf seine Amtskette haben soll. Bei einer Anhörung im BKV-Skandal in dieser Woche blamierte Demszky sich bis auf die Knochen und erweist seiner Stadt einen Bärendienst.

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Predigt statt Programm

Der Volkstribun im Amphiethater: Viktor Orbán und seine “Rede zur Lage der Nation”

"Ungarn muss neu aufgebaut werden" - "Die Zeit ist gekommen". Mit diesem, ihm typischen Pathos hob Viktor Orbán, Spitzenkandidat des nationalkonersvativen Fidesz und aller Voraussicht nach kommender Ministerpräsident des Landes, zu seiner Grundsatzrede an, die die heiße Phase des Wahlkampfes in Ungarn endgültig einläutete und über der die Gewißheit eines sicheren Sieges strahlte. Anklagen an die sozialistischen Machthaber und der Aufbau eines nationalen Wir-Gefühl überwogen, Programmatik blieb Mangelware.

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Wer´s glaubt...

Die Vermögenserklärungen der Parlamentarier in Ungarn wurden veröffentlicht

Für Psychologen wären diese Bögen sicher ein dankbares Forschungsobjekt. Eigentlich auch für Kriminalisten. Manche sind lustlos zusammengestrichen, andere nervös detailliert bekritzelt, wieder andere mit großer Feder kleingehalten. Gemeint sind die jährlich von den Abgeordneten des ungarischen Parlamentes auszufüllenden Einkommens- und Vermögensbescheinigungen.

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Verbrecherehre

Neonazis treffen sich 65 Jahre nach Kriegsende zum “Tag der Ehre” in Budapest

Angeblich wurde Ungarn vor 65 Jahren vom Faschismus befreit, doch in- und ausländische Neofaschisten planen in Budapest Gedenkmärsche zum "Tag der Ehre" am 13. Februar. Die "Ungarische Garde", die Straßenkampftruppe der Partei Jobbik, bekennt sich nun auch offen als Neonazis. Eine Gegendemo des Bündnisses "Bürger gegen Rechtsextremismus" ist zwar geplant, viel erwarten darf man davon aber nicht.

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84 Kältetote in Ungarn - Hilfsmaßnahmen >>>
Gefängnisse chronisch überbelegt 
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Fidesz verklagt Ex-Premier Gyurcsány
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Ex-Premier Boross tritt aus MDF aus
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NATO-Radaranlage vorerst gestoppt
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Zweites ung. Bürogebäude in Brüssel
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Steuerstrafe an Ex-Abgeordneten Zuschlag
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Ermittlung gg. Bürgermeister von Újbuda
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Ex-BKV-Direktor wegen Betrug verhaftet
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Der verdrängte Skandal

Obdachlosigkeit: die Krise ist auf der Straße angekommen

Die Zahl der Obdachlosen und Hilfebedürftigen in Ungarn steigt rapide - doch der Staat kürzt die Gelder, auch um die Auflagen des IWF zu erfüllen. Die Zeichen bei den Hilfsorganisationen stehen indes auf Sturm: sie rechnen mit einem massiven Ansteigen der Obdachlosenzahlen in diesem Winter. - Eine Reportage über Hintergründe, Abgründe und Lichtblicke am Rande der Gesellschaft.

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Umstrittene Kampagne der Regierung >>>
Hausdurchsuchung bei Roma-Verwaltung
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65. Jahrestag der Befreiung des Ghettos
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Wenn am nächsten Sonntag Wahlen...
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Premier Bajnai reist nach Kroatien
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Kampf um die Rentner

Der offizielle Wahlkampf beginnt mit einem absurden Scheingefecht

Der offizielle Wahlkampfstart hält gleich ein absurdes Spektakel bereit: mit exakt zwei gleichen Fragen gehen die sozialistische MSZP und das nationalkonservative Fidesz ab dieser Woche auf Unterschriftensammlung beim ungarischen Wahlvolk. Man kämpft um die Deutungshoheit bei einem wichtigen Sozialthema, der Rente; und wirft dem jeweils anderen Todsünden daran vor.

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Not schweißt zusammen

MDF und SZDSZ in Ungarn schmieden ein Wahl-Joint-Venture

Das war bis vor kurzem undenkbar: der liberale SZDSZ will bei den Wahlen im April auf eigene Kandidaten zu Gunsten von Listenplätzen beim MDF verzichten. So wollen beide ihr parlamentarisches Überleben sichern und ganz nebenbei eröffnet sich auch für die Sozialisten eine - wenn auch schwer denkbare - Möglichkeit, den als sicher geltenden Erdrutschsieg des Fidesz vielleicht doch noch zu verhindern.

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Sumpf im Siebenten

Neue Betrugsvorwürfe gegen einen Ex-Bezirksbürgermeister der Sozialisten in Budapest

Seit Februar 2009 sitzt der ehemalige Bezirksbürgermeister des VII. Bezirks von Budapest, György Hunvald, in Untersuchungshaft. Dem MSZP-Politiker wird vorgeworfen, in großem Stile Geld hinterzogen zu haben, in dem er Immobilien in seinem Bezirk unter Wert verkaufte, um beim Weiterverkauf durch befreundete Firmen mitzuverdienen. Nun sind neue Betrugsvorwürfe gegen Hunvald und sein Umfeld aufgetaucht.

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Bajnais Baustellen

Bilanz und Ausblick des Regierungschefs, vier Monate vor der Wahl

Gordon Bajnai ist zwar nur noch vier Monate im Amt, verkündete aber Pläne, für deren Umsetzung er eigentlich Jahre bräuchte. Durch die Nöte der Krise, aber vor allem das Versagen der Sozialisten davor, ist viel Wichtiges liegen geblieben, vor allem die Sanierung der Staatsbetriebe. Einer kommenden Regierung redet er jedoch ins Gewissen, eisern weiter zu sparen und lobt sich für Maßnahmen, die halbherzig bleiben mussten. - Ein Überblick.

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Vaterlandslose Gesellen

Stereotyp und Bedrohung: Wie sich die Mehrheitsgesellschaft ihre "Zigeuner" erschaffen hat - Im Interview mit dem Antiziganismus-Forscher Markus End

Der Antiziganismus-Forscher Markus End erläutert im Gespräch mit dem Pester Lloyd aktuelle Gründe und historische Hintergründe des Hasses auf Roma und wie sich die Mehrheitsgesellschaft "ihre Zigeuner" selbst gebastelt hat. Roma-feindliche Einstellungen sind zwar kein ungarisches, sondern ein europäisches Problem.Doch in Ungarn sind Stereotype und Chauvinismus besonders deutlich, sozusagen lehrbuchhaft, erkennbar. Einen einfachen Ausweg daraus gibt es nicht.

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Robin Hood mit Amtskette

Der Bürgermeister von Pécs legt sich mit der NATO an

Zuerst eroberte Zsolt Páva die Pécser Wasserwerke zurück und löste damit eine neue Suez-Krise aus, gerade kämpft er um die Parkplätze seiner Stadt. Solche Gegner reichen ihm nicht mehr, daher greift er nun die NATO an und errichtet Straßensperren gegen ihre LkW´s. Damit hat er wieder den Nerv vieler Bürger getroffen, die Sozialisten geschockt und Aufmerksamkeit erregt.

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Präsident: Neuwahlen wären besser >>>
Mesterházy eher Opfer als Herausforderer
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Adventsgrüße der Streithähne

Ungarn will klagen, die Slowakei "mit ein bis zwei Beamten keinen Terror machen"

Ungarn und die Slowakei beschuldigen sich wieder einmal, das der Eine dem Anderen Böses will. Beim Sprachengesetz ebenso wie im Fall der Abweisung von Präsident Sólyom auf der Grenzbrücke nach Komárno. Von der auf Ministerpäsidentenebene angekündigten Konfliktbereinigung kann keine Rede mehr sein, die Streitereien gehen genauso fruchtlos und kindisch weiter wie sie nie aufgehört haben.

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Ung. Grüne in Kopenhagen verhaftet >>>
Fidesz protestiert gegen US-Einmischung
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Vorbereitung auf Winterchaos 
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Simulierte Geschlossenheit

MSZP-Parteitag: neuer, temporärer oder fauler Kompromiss?

Ungarns Sozialisten zeigten sich auf ihrem Parteitag am Wochenende ge- und entschlossen, den aussichtlosen Wahlkampf im nächsten Jahr in Angriff zu nehmen. Auf Richtungsdebatten, strategische Einwände, personelle Abrechnungen und Selbstkritik wurde mühsam der Deckel eines "Neuen Kompromisses" gestülpt. Eigenlob bleibt das Mittel der Selbstlegitimation.

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Neuer Innenminister ernannt >>>
BKV-Airport-Skandal weitet sich aus >>>
Antikorruptionsgesetz vor Parlament >>>
Schweinegrippe: 20. Opfer in Ungarn
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Volkszählung: Streit um Religionsfrage
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Attacke auf slowakisches Kulturinstitut
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7 Jahre Haft für flüchtigen Olympiasieger >>>
Hausarrest für Stammzellen-Professor >>>
Deutscher "Restmüll" in Südungarn >>>
 

Kugeln, Kreuze und Kampagnen

Das Vorletzte aus der ungarischen Innenpolitik

Es ereilen uns regelmäßig Meldungen, bei denen wir uns fragen, ob man die intelligente Leserschaft dieser Zeitung wirklich damit belästigen darf. Doch auch bröselnde Mosaiksteinchen groben politischen Unfugs ergeben letztlich ein Bild. Ein klägliches zwar, doch da sind wir schon beim Thema. Das haben wir anzubieten: ein schlimmer Drohbrief an Péter, eine Plakatkampagne gegen Gordon und Co., ein Kardinal in Sorge, ein Neonazi als Straßenkehrer, Oszkár war zu frech, Kati lässt sich streichen und der Präsident wehklagt aus Fernost. Sagen Sie also nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt...

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Schweinegrippe: 20. Todesopfer in Ungarn >>>
Volkszählung: Streit um Religionsfrage
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Attacke auf slowakisches Kulturinstitut >>>

Parlament beschwert sich bei Ukraine >>>
Offene Fragen bei Amoklauf von Pécs
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Roma vs. Rechte: Angst vor Eskalation
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Parlamentariertreffen Slowakei-Ungarn
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Wegen Garde-Uniform abgeführt
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Abgang eines Haudraufs

Der Innenminister von Ungarn tritt zurück, viel zu spät, finden viele

Zwei Tage nach der Verabschiedung des Budgets trat heute der ungarische Innenminister Tibor Draskovics zurück. Der robuste Machertyp lieferte einige Skandale und somit reichlich Angriffsfläche für die Opposition, so dass sein Rückzug wahltaktischer Natur ist. Auch andere MSZP-Politiker verließen schon vor der Zeit die Bildfläche, um den Wahlkampf vorzubereiten oder zumindest nicht zu stören.

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Makkulatur mit Gesetzesrang

Das ungarische Parlament nahm das Budget 2010 an

Für die Regierungsseite  ist es eine verantwortungsvolle Antikrisenmaßnahme, die Opposition nennt es schlicht einen Offenbarungseid. Das Budget, das vielleicht nur ein halbes Jahr besteht und dessen Eckdaten mehr als umstritten sind, spaltet das Land weiter und riss schon eine Partei in den Abgrund. Selbst die Mentoren des Regierungschefs, IWF und EU, nennen andere Zahlen, doch für Premier Bajnai ist das Defizitziel von 3,8% längst zu einem Fetisch geworden.

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Chancenloser Hoffnungsträger

Attila Mesterházy wird Spitzenkandidat der Sozialisten für die Wahlen 2010

Offiziell ist es zwar erst am 12. Dezember, wenn der Parteitag der MSZP sein Votum abgegeben hat, doch niemand rechnet mit Widerstand oder einem Gegenkandidaten zum Vorschlag des Parteipräsidums. Dieses will ihren derzeitigen Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Parteichef, Attila Mesterházy, ins Rennen gegen Viktor Orbán schicken. Der 35jährige ist jung, eloquent und wird von fast allen Flügeln der Partei getragen. Eine echte Chance hat er jedoch nicht, die Bürde, die er mitschleppen muss, ist viel zu schwer.

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Salonsozialisten
ohne Machtinstinkt

Ein Betriebsbesuch bei „Szema“, einer neuen Partei in Ungarn

Eine wirklich neue politische Kraft ist die Partei SZEMA wohl nicht. Und auch für ein Sammelbecken enttäuschter Liberaler und Linker genügt dieses Fragment nicht. Es ist nur ein Steinchen mehr im Mosaik des "bunten Ungarn", dem defensiv-melancholischen Gegenentwurf zum zerrissenen Antlitz des Landes. SZEMA sucht keinen Koalitionspartner und will vorerst lieber diskutieren als aktiv Politik gestalten, obwohl genau das Not täte...

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Parade ohne Garde

Jobbik feierte den ungarischen
"Helden" Miklós Horthy
- MIT VIDEO

Ohne größere Sicherheitsprobleme ging am Sonntag eine Veranstaltung der rechtsradikalen Partei Jobbik zu Ende, die den 90. Jahrestag des Einmarschs von Miklós Horthy in Budapest zum Thema hatte. Ungefähr 2.000 Menschen vesammelten sich zu einer "Gedenkveranstaltung". Als sich der Prozession der Rechtsradikalen auch rund 400 Mitglieder der verbotenen "Ungarischen Garde" anschließen wollten, unterband die Polizei ihnen den Zugang zum Veranstaltungsort.

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Schriftliche Daumenschraube

Neun Staaten, darunter Deutschland, “drohen” Ungarn mit Liebes- und Investitionsentzug

Die Budapester Botschaften der großen Investoren-Länder versandten am Donnerstag ein Schreiben, in dem, in einem für diplomatische Vertretungen ungewohnt direkten Ton, "große Besorgnis" über "intransparentes Gebaren" in der öffentlichen Vergabepraxis Ungarns geäußert wird. Investoren könnten auch woanders investieren, heißt es da unverholen drohend. Wem nutzt diese Warnung und was steckt dahinter?

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Bürgerkriegsähnlich

“Ungarische Garde” und Roma
prallen aufeinander

Bisher verhielten sich die Roma bei Hass-Aufmärschen der Rechtsextremen durch ihre Wohnsiedlungen ruhig und verängstigt. Das hat sich in Sajóbábony bei Miskolc am Sonntag geändert. Mit Wut und Gewalt vertrieben sie die “Garde”. Die Polizei musste massiv einschreiten um Schlimmeres zu verhindern.

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Wendeplausch
in feudalem Rahmen

Blumige Worte und bürgerliche Konversation: die Adenauer-Stiftung in Budapest feierte 20 Jahre Mauerfall

„Freude, Dankbarkeit und Verantwortung“. Unter diesen mittlerweile inflationären Schlagworten fasste Moderator Hans Kaiser die zweitägige Konferenz im Palais Festetics der Andrássy Universität Budapest zusammen. Geladene Fachleute und Zeitzeugen gaben Einblicke in die Ereignisse von 1989 und versuchten zumindest Bezüge zum Hier und Heute herzustellen. Die Festlichkeit verhinderte tieferes Geschürfe und im prunkvollen Ambiente rückte vieles schon in weite Ferne.

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Runder Tisch gegen Rassismus >>>
Ex-Finanzminister Veres zur EBRD 
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Gyurcsány-Berater wird EU-Kommissar
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Lehrer demonstrierten in Budapest
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SK-HU: "Guter Nachbar" gesucht
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Keine Einigung bei Mindestlöhnen
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Freiwilliger Verlierer gesucht

Bokros als Wunderwaffe gegen Orbán?

Allein schon, dass der Vorschlag von Attila Retkes kam, dem Vorsitzenden und Spaltpilz des liberalen SZDSZ, wird ihn recht bald zu Fall bringen. Er schlug vor, den früheren Finanzminister Lajos Bokros zum gemeinsamen Kandidaten von MSZP, MDF und SZDSZ zu machen. Nur so könne man eine Zweidrittelmehrheit des Fidesz bei den kommenden Wahlen verhindern.

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Staatsbürgerschaftsgesetz vom Tisch
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MSZP bläst zur Herbstkampagne
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Regierung lässt sich öffentlich impfen
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Märtyrer-Bischof selig gesprochen 
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Sinnlose Stimmungsmache

Ist Ungarns Nabucco-Botschafter fremdgesteuert?

"Das Nabucco-Projekt liegt einige Jahre vor South Stream", freute sich der ungarische Abgesandte für das Pipeline-Projekt, Mihály Bayer, nach Gesprächen in Washington, ohne jedoch genauer darauf einzugehen, woran er das festmachen könne.  Internationale Beobachter schätzen die Lage jedoch genau umgekehrt ein. Ungarn ist an beiden Projekten beteiligt und betrachtet sie offiziell als "sich ergänzend". Was soll also diese Stimmungsmache?

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Ein Sträusschen Chrysanthemen

Die Händlerinnen von den Haltestellen: Altersarmut und Lebenswille in Ungarn

Die Renten in Ungarn genügen - im Durchschnitt - zum Überleben. Aber wie sieht es unter diesem Durchschnitt aus? An den Budapester Metro- oder Vorortbahnstationen Budapests sieht man viele Frauen. Sie versuchen mit dem Verkauf von Blumen oder Handschuhen ihre Rente ein wenig aufzubessern, manchmal müssen sie davon ihre ganze Familie ernähren. Wir begleiteten zwei ältere Damen durch ihren Arbeitstag und erkundigten uns bei einer Soziologin nach der Lage der Rentner in Ungarn.

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Versprechen oder Versprecher?

Ungarn unterstützt Visafreiheit für Albanien

"Die Europäische Union muss verstehen, dass in diesem Teil der Welt Nationen nicht an den Grenzen eines Staates aufhören." Dies sagte Ungarns Präsident László Sólyom nach Gesprächen mit dem albanischen Ministerpräsidenten Sali Barisha in Durres. Er fügte hinzu, dass es aber durchaus möglich ist, "das Prinzip unveränderlicher Grenzen mit der Behandlung von Nationen als Ganzem zu vereinbaren."

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Fidesz zieht Aufsichtsräte aus Bp. ab  >>>
Regierungssprecherin tritt zurück
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Schulden der Kommunen über 1 Billion
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MSZP und die Doppelstaatsbürgerschaft
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364 Schulen werden bis 2011 renoviert
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Fortsetzung der Pécser "Suezkrise"
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Rechtsextreme gründen int. Vereinigung
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Rechtsextreme entern Nationalfeiertag >>>
TV-Journalist kaufte Wählerstimmen >>>
NS-Verbrecher Zentai in Abschiebehaft
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Präsident kassiert Gesetz zur Volkszählung
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Zentralbankchef belehrt Gewerkschaften
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Bahnstreik kommt nur langsam in Fahrt >>>
6 Monate Bajnai, Lob und Tadel 
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Neue Hürde für Landkauf durch Ausländer
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Keine neue Koalition in Budapest
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Weiter Kampf um Wasserwerke Pécs 
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Canossa bei Paris

Sarkozy und Bajnai trafen sich zum Krisenbrunch in Frankreich

Am Montag trafen sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der ungarische Ministerpräsident Gordon Bajnai zu einem Gespräch in Paris. Dabei ging es in erster Linie um die "Suez-Krise" in Pécs, wo der Bürgermeister vor zwei Wochen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen französischen Konzern praktisch enteignet hat und mit Hilfe von privaten Sicherheitskräften das Wasserwerk besetzen ließ, dass eigentlich von der französischen Firma Suez betrieben wird.

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Warum die Eile?

Streit um Verlässlichkeit des neuen H1N1-Impfstoffs auch in Ungarn

In Ungarn hat man ein ähnliches Problem mit dem Impfstoff für das A/H1N1-Virus wie in Deutschland. Führende Experten und auch Politiker halten ihn schlicht für nicht ausreichend getestet, um ihn auch an Schwangeren und Kleinkindern einzusetzen. Der Gesundheitsminister unterdrückt die Meinung von Experten und stützt sich auf zweifelhafte Empfehlungen.

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Wieder Bahnstreiks

Die Bahner in Ungarn wollen mit einem Streik die Bahn retten

Ab Montag, 19. Oktober, muss wieder mit Ausfällen im Zugverkehr von, nach und in Ungarn gerechnet werden. Die Gewerkschaft VDSZSZ, die zwar nur einen kleinen, dafür wichtigen Teil der Bahnarbeiter der MÁV repräsentiert, hat heute entsprechende Arbeitskampfmassnahmen angekündigt. István Gasko, Chef der Gewerkschaft, sagt, "es ist Zeit, der Regierung in einem zeitlich und umfänglich unbegrenzten Rahmen, ihre Grenzen aufzuzeigen."

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Kaffeekränzchen am Kabinettstisch

Spannungen zwischen Österreich und Ungarn erahnt man nur zwischen den Zeilen

"Die gute Nachbarschaft zwischen Ungarn und Österreich ist beispielhaft", freute sich Ungarns Regierungschef nach einer gemeinsamen Regierungssitzung mit den Vertretern des Nachbarlandes. Auch Werner Faymann, österreichischer Bundeskanzler bezeichnete die Beziehungen beider als erfolgreich und produktiv.

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Herbstzeit - Demozeit

Demonstrationen am Wochenende: gegen die "Enteignung" der Kommunen - gegen die Ausgrenzung der Roma

Zwei Demonstrationen fanden am Wochenende in Budapest statt, die eine beendete einen einwöchigen Protestmarsch von Roma gegen Ausgrenzung und Unterdrückung. Die Organisatoren wollten den Unerhörten eine Stimme geben. Auf der anderen, deutlich besser besuchten Kundgebung, protestierten Fidesz-Anhänger aus der Provinz gegen den Staatshaushaltsentwurf der Regierung.

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Sturm im Wasserwerk

Der Bürgermeister im ungarischen Pécs "enteignet" eine westliche Firma mit Gewalt

In Pécs spielten sich am Montag Szenen ab, die man eher nach Südamerika oder Westafrika verorten würde, denn in die künftige Kulturhauptstadt Europas. Die Lokalverwaltung von Pécs ließ in der Nacht eine größere Gruppe von Sicherheitskräften das örtliche Wasserwerk, betrieben von der französischen Suez, besetzen, verweigerte dem Management den Zutritt und zwang die Mitarbeiter zum Seitenwechsel. Juristische und diplomatische Nachspiele sind zu erwarten.

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Sprachengesetz im “Praxistest”

Slowakische Nationalisten wollen einen sturen Ungarnpolitiker dazu zwingen, slowakisch zu schreiben. Der denkt gar nicht daran und beruft sich auf die Verfassung. Die Deutsche Botschaft in Bratislava bietet derweil eine Moderation zwischen der Slowakei und Ungarn an.

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Der Kommissar geht um

Ungarn bekommt einen EU-Kommissar ohne Rückhalt im Land

In der kommenden Woche wird Regierungschef Gordon Bajnai den ungarischen Kandidaten für den Posten des EU-Kommissars nominieren. Wer immer von den MSZP-Kadern es wird, er hat keinen Rückhalt bei der neuen Regierung, die ihn aber auch nicht absetzen kann. Die Sozialisten sehen darin die letzte Rache an den Rechten. Der jetzige Kommissar, László Kovács, verbittet sich derweil jeden Hauch von Kritik.

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Von Gespenstern und Geisterfahrern

Highlights der politischen Woche

Ungarns Spitzenpolitiker zog es in den letzten Tagen nach Übersee. Angesichts des Klimas zu Hause kein Wunder. Während der Premier in New York die glocken klingeln ließ und die Warnung mitbrachte, Investoren machten sich Sorgen um die nächste Regierung, malte man zu Hause das Gespenst eines auferstehenden Gyurcsány an die Wand, der womöglich sogar Bürgermeister von Budapest werden könnte. Oppositionschef Orbán, nach Worten des Regierungschefs ein Geisterfahrer, verzichtete derweil, obwohl noch gar nicht im Amt, auf die übliche 100-Tage-Schonfrist. Der Präsident macht inzwischen Insel-Hopping im Südpazifik.

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Neuwahlen je nach Wetterlage

Wildeste Spekulationen über Parlamentsauflösung im Dezember

Schon seit Monaten wird vermutet, dass die Verabschiedung des Budgets, geplant für den 30. November, der Startschuss für Neuwahlen in Ungarn sein könnte. Das Szenario, dass heute eine Budapester Tageszeitung eröffnet, liest sich zwar logisch wie ein Schachspiel, ist aber eher eine Realsatire aus der ungarischen Presselandschaft - oder doch nicht?

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Kommentar
Prügel fürs tapfere
Schneiderlein

Die Budgetdebatte im Parlament beleidigt die Intelligenz des Volkes - Neuer Parlamentspräsident gewählt

Diametral entgegengesetzt sind die Standpunkte der beiden großen Fraktionen nicht nur bezüglich des Budgets. Es geht im ungarischen Parlament aber längst nicht mehr um sachliche Auseinandersetzung, sei sie auch scharf. Medial wirksame Konfrontation, eine Art Dauervorwahlkampf ist alles, was man vom "hohen" Haus noch geboten bekommt. Einige Kostproben vom ersten Sitzungstag sollen daher genügen.

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11 Fortschrittchen

Bajnai und Fico trafen sich zu "Friedensverhandlungen"

Am Donnerstag fand die mit Spannung erwartete Aussprache zwischen den Regierungschefs der Streithähne Slowakei und Ungarn im ungarischen Széchény statt. Daraus ging ein 11-Punkte-Plan hervor, der als Grundstein für eine Umkehr zum Guten in den bilateralen Beziehungen werden soll. Die ungarische Opposition spricht von Scheitern und Verrat und bezeichnet den eigenen Premier als "Wischmob" der Slowakei.

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Ungarns Präsident Sólyom in Berlin >>>
Absage an Treffen mit Gasparovic 
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Gefährliche Leidenschaften

Szekler erklären die territoriale Autonomie von Rumänien

Dass die Szekler, ein magyarisches Volk in Rumänien, ihre kulturelle Autonomie einfordern, ist zum wiederkehrenden Ritual geworden und wäre nicht so heikel, wenn Funktionäre der Ungarnparteien in Rumänien diese Forderung nicht auch mit jener nach territorialer Unabhängigkeit verbänden. Doch genau das taten sie am Wochenende einmal mehr, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Verdacht auf eine gezielte, auch ferngesteuerte, Provokation liegt nahe.

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Richter Gnadenlos

16 Monate Haft für Eltern von Schulschwänzern

Weil zwei ihrer Kinder zu häufig die Schule schwänzten, verurteilte ein Gericht deren Eltern zu einer Haftstrafe von jeweils 16 Monaten ohne Bewährung. Nun bleiben die insgesamt sechs Kinder der Romafamilie im nordostungarischen Sajókaza ganz ohne Eltern. Ein einmaliger Fall, so ein Mitarbeiter des Jugendamtes.

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Hinter Gittern:
Gay Pride Parade Budapest

Am Samstag fand - unter exorbitanten Sicherheitsvorkehrungen - die mit Spannung geladende Pride Parade in Budapest statt, die Höhepunkt eines einwöchigen Festivals sein sollte. Die massiven Anfeindungen schreckten offenbar viele potentielle Teilnehmer ab, es kamen nur einige Hundert. Es blieb weitgehend friedlich, nur am Rande gab es Zusammentösse zwischen Rechtsradikalen und der Polizei.

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Proteste und Dialog

Sprachengesetz: Demos in der Slowakei und in Ungarn - Treffen der Regierungschefs am 10. September

Am 1. September trat die umstrittene Novelle des Gesetzes zum Schutzer der slowakischen Sprache in Kraft, dass die Benutzung von Fremdsprachen in der Slowakei außerhalb des Privaten unter Strafe stellt. Die zahlreiche ungarische Minderheit im Süden der Slowakei sieht sich als Ziel und Opfer dieser Verordnung, das bilaterale Klima zwischen Ungarn und der Slowakei ist, nicht nur dadurch, seit geraumer Zeit vergiftet.

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Rundfunktipp:
SWR2 Forum
Feindbild Zigeuner
Was sind die Gründe für das Elend der Roma?
Weitere Informationen

 

“Todesbrigade” in U-Haft

Verhaftungen in Ungarn: Polizeichef spricht von eindeutig rassistischen Motiven der Verdächtigen

Gegen die vier am Freitag, im Zusammenhang mit Morden und anderen Verbrechen an Roma, verhafteten Männer wurde Untersuchungshaft angeordnet. Alle bezeichnen sich als unschuldig.

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Allzu lebendiges Museum

Die "Garde" lässt sich auf Privatgelände vereidigen

Die verbotene "Ungarische Garde" hat sich am Wochenende wieder mehrfach in Szene gesetzt, um ihre Handlungsfähigkeit zu beweisen. Am Nationalfeiertag provozierten Provinzgardisten, am Freitag blockierte man die slowakische Grenze und am Samstag versuchten rund fünfhundert "Gardisten" eine "Vereidigung" auf Privatgelände in Szentendre. Die Polizei schritt, wenn überhaupt, sehr gemäßigt ein.

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Neue liberale Partei gegründet  >>>
Präsident kritisiert erneut die Slowakei 
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Sex and Crime: Staatsanwalt im Knast
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Gerichtsverbot: Vereidigung von Gardisten
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Bajnai als Spitzenkandidat für die MSZP?
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Die Arglosen im Ausland

Ungarn hat Ärger mit dem Finanzamt von New York und dem eigenen Steuerberater

Das Außenministerium, dass sich sonst bei Interna gern in diplomatisch-verschworen er Zurückhaltung übt, fühlte sich jetzt sogar genötigt, ein offizielles Statement zu veröffentlichen. Der Grund ist eine riesiger Berg von Steuerschulden, die man in zwanzig Jahren gegenüber der Stadt New York und den dortigen Steuerbehörden angehäuft hat. Nun verklagen sogar die eigenen Steuerberater Ungarn auf 44 Mio USD.

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Nazidemos verboten - Randale befürchtet >>>
Präsident besuchte Opfer von Kisléta
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Wenig Ausländer, hohe Ablehnung
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Wenn am Sonntag Wahlen wären... 
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Kampf gegen Zwangsräumungen
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Erste Hess-Demos von Polizei verboten  >>>
Kabinettsumbildung im Herbst
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Weiter Streit um SZDSZ-Fraktion
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Machtwörtchen

Der Präsident von Ungarn findet wenigstens die Sprache wieder

Über eine Woche nach dem jüngsten Mord an einer Angehörigen der ungarischen Roma, hat sich nun doch auch der Präsident des Landes zu Wort gemeldet. Nach einer Unterredung mit Ministerpräsident Gordon Bajnai, um die Letzterer gebeten hatte, fand Präsident László Solyóm relativ klare Worte, auch zu dem geplanten Hess-Gedenkaufmarsch. Dass aus diesen Machtwörtchen auch Taten erwachsen könnten, danach klang es allerdings nicht.

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Reif für die Macht?

Fidesz ist bereit für die Machtübernahme und bezichtigt die Sozis schon vorab, die "schmutzigste Kampagne aller Zeiten" führen zu wollen

Während die MSZP-Minister allmählich den Wahlkampf für wichtiger erachten als die Steuerung des Landes, bereitet sich der Fidesz auf die Übernahme der Macht in Ungarn vor. Um Vorwürfen die Grundlage zu nehmen, man arbeite nur gegen die Regierung und habe kaum eigene, realistische Entwürfe zu bieten, setzen die Leute von Oppositionschef Viktor Orbán Arbeitsgruppen ein, die das Regierungsprogramm vorbereiten. Zeit, um die Sozis zu beschimpfen bleibt aber noch genug.

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Ermittlungen gegen Ex-Bürgermeister >>>
Doppelte Staatsbürgerschaft für Auslandsungarn wird geprüft
>>>
Justizminister entschuldigt sich für Video
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Ungarn vs. Slowakei kommt vor die UNO
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Schrittweiser Abgang

Die ersten MSZP-Minister wollen schon im Herbst die Regierung verlassen - Beratungen über Budget 2010

Bereits in der Sommerpause berät das Parteipräsidium der in Minderheit regierenden MSZP mit dem Premier über die Eckpunkte des Staatshaushaltes 2010 und gleichzeitig über eine Exitstrategie für die Minister der Sozialisten. Einige von ihnen verlassen ihre Posten mutwillig ein halbes Jahr vor den regulären Wahlen, um sich besser auf den Wahlkampf vorbereiten zu können.

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Brieffeindschaft

Die Anzeichen für vorgezogene Neuwahlen in Ungarn mehren sich wieder

Erst schrieb der Ministerpräsident den Parteien und bat um weitere Unterstützung für seine Politik. Dann philosophierte der Oppositionschef in "seiner" Zeitung. Beide schrieben herzhaft aneinander vorbei. Der feindselige Stillstand in Ungarn ruft nach Auflösung. Das Fernduell wird als Zeichen betrachtet, dass die Zusammenarbeit der MSZP mit dem SZDSZ (einmal wieder) vor dem baldigen Aus stehen könnte. Nur was der SZDSZ will, erfährt man nicht.

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Karpatenkakophonie

Der verbale Schlagabtausch zwischen der Slowakei und Ungarn geht weiter

Die herzliche Aufforderung an die Slowaken, sich bitte nach dem Willen der Ungarn zu richten, löste eine ganze Reihe bemerkenswerter Reaktionen aus. Erstaunlich, dass den sonst eher auf Standardsätze trainierten Politikern, doch immer noch etwas Neues einfällt, um den Nachbarn und/oder politischen Gegner herunter zu putzen und es gleichzeitig danach aussehen zu lassen, als schütze man nur sein Volk wie eine kleine pausbäckige Prinzessin vor einem bösen Drachen.

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Exemplarisches Gaunertrio

Fidesz-Politiker unter Korruptionsverdacht, Ermittlungen auch gegen Chef der Romapartei

Gegen das prominente Gründungsmitlgie d des Fidesz, László Kövér, hat die Staatsanwaltschaf t Ermittlungen wegen des Verdachtes auf Bestechlichkeit eingeleitet. Die Polizei stützt sich bei den Untersuchungen auf eine Tonaufnahme, bei der es um ein Straßenbauprojekt in Fót geht und die als Lehrbeispiel für das System der Korruption dienen kann.

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SZDSZ zerbricht

Massenaustritte und "Schlammschlacht" bei den Liberalen in Ungarn

Die Wahl von Attila Retkes zum neuen Vorsitzenden der Liberalen des SZDSZ am vergangenen Sonntag, könnte sich noch als schwerer Fehler herausstellen. Mit seiner nassforschen Art hat der es nämlich innerhalb von wenigen Tagen geschafft, mindestens die Hälfte der Partei gegen sich aufzubringen und etliche Mitglieder, zum Teil Liberale der ersten Stunde, aus der Partei zu treiben, deren endgültiges Ende besiegelt scheint.

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Kampf den Schwarzwesten

Der Innenminister will den Spuk der "Garde" und ihrer Uniformen beenden

Nachdem Csanád Szegedi, einer der drei Europaabgeordneten der rechtsradikalen ungarischen Partei Jobbik, seine Ankündigung wahr gemacht hatte und sich während der konstituierenden Sitzung des Europaparlamentes in der Uniform der verbotenen "Ungarischen Garde" zeigte, werden die Stimmen lauter, die nun eine konsequentere Umsetzung des gerichtlichen Verbots vom 2. Juli fordern.

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Gegen Recht und Verstand

Ungarn ruft Slowakei zur Revision des Sprachengesetzes auf

Weder die Wirtschaftskrise, noch die soziale Not vieler Menschen konnte bisher den tiefen Graben zwischen rechtem und linkem Lager überwinden, doch beim Thema "Ungarntum" finden sich sogar die sonst erbarmunglsosen Streithähne zusammen. Ein Ende Juli novelliertes Sprachengesetz in der Slowakei, dass vor allem die ethnischen Ungarn benachteiligen soll, bildete den Anlass für seltene Einigkeit.

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Hinter den Siebenbürgen

Rumänien und Ungarn auf vorsichtigem Versöhnungskurs

Am Dienstag unterzeichneten Vertreter beider Länder ein Protokoll über die Belange ihrer jeweiligen ethnischen Minderheiten beim Nachbarn. Dabei ging es in erster Linie um die Beilegung eines Streits um die "massenhafte Entlassung von Beamten der ungarischen Minderheit" und ihre Ersetzung durch rumänische Rumänen bei etlichen Lokalbehörden in Siebenbürgen.

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Auf zum nächsten Level

Ungarn meint, für die EU-Ratspräsidentschaft 2011 schon gerüstet zu sein

Ungarn behauptet hartnäckig, für die EU-Ratspräsidentschaft im 1. Halbjahr 2011 gerüstet zu sein. Jedenfalls bezeichnet der derzeitige Außenminister Péter Balázs sein Land als "vorbereitet". Klar ist indes, dass Balázs dann längst nicht mehr Außenminister sein wird, die MSZP nicht mehr die Regierung stellt.

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Retter Retkes?

Ungarns Liberale haben einen neuen Vorsitzenden - der provoziert gleich einen Machtkampf mit Fraktionschef Koka

Attila Retkes ist, wie erwartet, der neue Parteivorsitzende der ungarischen Liberalen, SZDSZ. Auf dem Parteitag am Sonntag erhielt er auf Anhieb die absolute Mehrheit. Er hat nun die Aufgabe, das parlamentarische und letztlich politische Überleben der einstigen Wendepartei sicher zu stellen, die heute zerstritten und richtungslos ist.

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PARTEIEN

Trio infernale

Wer rettet die Liberalen in Ungarn?

Drei Kandidaten bewerben sich um den vakanten Posten des SZDSZ-Chefs. Der Favorit beschwört den "Nationalliberalismus" des 19. Jahrhunderts und stellt die Unterstützung der MSZP in Frage. Doch der Ruf des SZDSZ als sozialistischer Appendix ist derart schlecht, dass kaum kurzfrstige Rettung zu erhoffen ist. Immerhin dürfte der Hahnenkampf zwischen Partei- und Fraktionschef bald beendet sein, schon mangels Fraktion.

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EXTREMISMUS

"Gardisten" demonstrierten
trotz Verbots
- MIT VIDEOS

Mehrere Verletzte bei Ausschreitungen in Budapest - Auch Jobbik-Chef Vona kurzzeitig verhaftet

Die "Ungarische Garde" will sich nicht mit dem Verbot, dass durch einen Beschluss des Berufungsgerichtes vorgestern rechtskräftig wurde, abfinden und spielte am Samstag mit der Polizei eine Art Katz und Maus-Spiel quer durch das Stadtzentrum.

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SICHERHEITSPOLITIK

Goldkettchens Zeitvertreib

Auch Ungarns Sozialisten wollen jetzt die Bürgerwehr - Law and Order-Politik als Antwort auf das Erstarken der Rechten?
- mit Leserumfrage

"Es muss Ordnung herrschen in Ungarn - jede Entwicklung und das Krisenmanagement hängen daran", sagte Ministerpräsident Gordon Bajnai dieser Tage und die MSZP will auf ihrem Parteitag die flächendeckende Einführung von “Bürgerwachen” diskutieren.

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20 JAHRE GRENZÖFFNUNG

Kommentar
Rechts und billig

20 Jahre danach: Thanksgiving in Budapest - eine Reisewarnung

Staats- und Regierungschef danken in Budapest für die Grenzöffnung vor 20 Jahren. Nicht danken, entschuldigen sollten sie sich: In den wichtigsten Disziplinien eines demokratischen Gemeinwesens hat Ungarn verloren, die Rolle als Werkbank und Zukunftsmarkt genügte dem Westen. Eine wehrhafte Zivilgesellschaft gibt es nicht, Ungarn bräuchte eigentlich eine neue Demokratiebewegung, so wie vor 20 Jahren...

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PARTEIEN

Flügelkampf der lahmen Enten

Vor dem MSZP-Parteitag: Ungarns Sozialisten haben nichts mehr zu gewinnen

Während jüngere und reformorientierte Gruppen der MSZP zum Sturm auf die Parteispitze blasen, meinen die eingesessenen Parteioberen, man bräuchte nur einen feschen Spitzenkandidaten und geschlossene Reihen. Manche hoffen auf einen Linksruck, andere sagen eine langanhaltende Agonie voraus. Vorgezogene Neuwahlen sind längst nicht mehr nur ein Thema der Opposition.

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GLOSSE

Zurück in die “lustigste Baracke”?

Die Hälfte von Ungarns Jugend findet den "Gulaschkommunismus" besser als die Suppe, die sie heute löffeln sollen

Da können noch so viele Steinmeiers kommen und sich für die Grenzöffnung vor 20 Jahren bedanken, gegen die Macht von Umfragen kommt kein Politiker an. Was hat man da in zwanzig Jahren nur groß gezogen? Glaubt man der Umfrage, dann einen Haufen politisch apathischer Anpassler, die genauso jammern wie ihre Eltern...

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PARTEIEN & PARLAMENT

Mütter nicht zur Arbeit zwingen

Ungarns Präsident lehnt Teil des Bajnai-Paketes ab

László Sólyom hat die Unterschrift unter ein Gesetz verweigert, welches die Zahlung von Kinderbetreuungsgeld von derzeit drei auf zwei Jahre reduziert. Die Vorlage diene nicht der Haushaltskonsolidierung, sondern der zwanghaften Erhöhung der Beschäftigungsrate. Man solle lieber für eine kinderfreundliche Atmosphäre, bessere Betreuungsangebote und neue Teilzeitmodelle sorgen.

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Kommentar
50 Tage und kein bisschen weise

Ministerpräsident Bajnai: Das Land ist wieder auf Schiene. - Aber auf welcher?

Normalerweise gibt man einer neuen Regierung hundert Tage Zeit, um ins Amt zu finden. Doch in Ungarn hat man keine Zeit und wer weiß schon, was in weiteren 50 Tagen sein wird. Daher hat sich Ministerpräsident Gordon Bajnai entschlossen, sich schon einmal selbst zu belobigen, denn Lob von anderer Seite wird er, zumindest innerhalb Ungarns, kaum zu hören bekommen.

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MINDERHEITENPOLITIK

Menschen und Rechte

Amnesty international über die Lage der Roma in Ungarn, Tschechien und der Slowakei

Statt einen integrierenden Schulunterricht in Ungarn zumindest zu versuchen, wurden die Gelder dafür zum Teil unterschlagen. In Tschechien und der Slowakei werden Romakinder gleich per se als geistig behindert eingestuft und ihre Mütter, wenn sie Pech haben, zwangssterilisert, was aber nicht rassistisch gemeint ist.

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RECHTSEXTREMISMUS

Sicherheitspack

Ungarns Polizei als "Freund und Helfer" von Nazis?

Eine Meldung aus Ungarn, die international Sorgen bereitet: Vor ein paar Tagen verkündete die rechtsradikale ungarische Partei Jobbik stolz den Abschluss eines "Sicherheitspaktes" mit einer Polizeigewerkschaft. Justiz und Politik prüfen nun, was es damit auf sich hat. Die Gewerkschaft selber meint: nichts besonderes. Andere meinen: etwas sehr gefährliches.

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EUROPAWAHLKAMPF

Gottes Laune
und Orbáns Beitrag

Fidesz-Chef will Ungarns Regierende hinter Gitter bringen

Ungarn sei mutwillig "zerstört" worden. Deshalb fordert Oppositionsführer Viktor Orbán (Fidesz) wieder einmal, dass Politiker für ihre Taten, wenn nötig, auch juristisch zur Verantwortung gezogen werden können. Außerdem will er so gut wie alle Antikrisenmaßnahmen der Bajnai-Regierung wieder abschaffen.

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EUROPAPOLITIK

Jobbiks große Töne

Rechtsradikale sehen sich schon im EU-Parlament

Die rechtsradikale Partei Jobbik, aus der sich auch die "Ungarische Garde" rekrutierte, hat naturgemäß ihre ganz eigene Weltsicht. Aber auch die Selbstwahrnehmung scheint, im Vorfeld der Europawahl, ein wenig gestört zu sein. Zwei Drittel der Ungarn seien eigentlich Jobbik-Unterstützer, sie habens nur noch nicht gemerkt, meinte der Vorsitzende Vona.

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PARTEIEN & PARLAMENT

Rechtsfreier Raum

Die Parteifinanzierung in Ungarn ist ein Fass ohne Boden und Etikett

Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt zwar vor, schlummert aber seit Jahren im Parlament. Das System aus Begünstigungen zwischen Politik, Wirtschaft und Medien ist derart umfassend und komplex, dass das Thema bei den sonstigen Streithähnen von Regierung und Opposition verdächtig einträchtiges Schweigen auslöst...

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PARTEIEN

Fidesz startete Europawahlkampf

Oppositionsführer Viktor Orbán ging am Tag nach der Maifeier mit gewohnter Schärfe gegen die Regierung ins Gericht. Die üblichen Parolen gegen die "Milliardärsqlique" gemischt mit nationalistischen Tönen wurden geboten. Die Linke kritisiert, dass der Fidesz keinen Plan hat und das EU-Parlament für nationale Belange missbraucht.

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PARTEIEN

Nationale Trostpflasterei

Angesichts der politischen Spannungen verlief der 1. Mai in Ungarn ziemlich friedlich

Harte Arbeit sei der einzige Weg aus der Krise, sagt Ungarns Ministerpräsident Bajnai auf der zentralen Kundgebung. Dumm nur, wenn immer weniger Leute Arbeit haben, höhnt die Opposition am "Tag der Arbeit" zurück, um die Schuld dafür allein der MSZP zu überlassen. Fünf Jahre nach dem EU-Beitritt Ungarns läßt sich dieser angesichts der tristen Gegenwart kaum mehr als Erfolg verkaufen.

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NACHBARN

Präsident der Ukraine in Ungarn

Energiesicherheit und Minderheitenfragen sind erwartungsgemäß die - aus ungarischer Sicht - wichtigsten Fragen, die der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko und sein Amtskollege László Solyom besprochen haben. Der Präsident der Ukraine weilte Dienstag und Mittwoch zu einem zweitägigen offiziellen Besuch in Ungarns Hauptstadt.

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AUSSENPOLITIK

Wie macht man "nationale Außenpolitik"?

Der neue ungarische Außenminister, Péter Balázs, im Gespräch

Ungarns Außenpolitik sei in nächster Zeit vor allem dazu da, die Antikrisenmaßnahmen der Bajnai-Regierung in der Welt zu vermitteln und Unterstützung dafür zu mobilisieren, in diesem Sinne sei sie "patriotisch". Mit den Nachbarn wolle man konkret, statt großspurig sein, Russland werde man beobachten aber nicht nur fürchten.

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REGIERUNGSKRISE

Ungarn vor dem großen Kehraus

Die neue Regierung wurde heute - ausgerechnet ohne Wirtschaftsminister - vereidigt.

Ministerpräsid ent Bajnai will mit seinen Anti-Krisen-M aßnahmen Ungarn wieder "auf die Füße stellen". Einige Pläne hat er nun konkretisiert. So wird die Mehrwertsteuer wieder auf 25% angehoben, Kindergeld gekürzt und verschiedenes mehr. Ob ein 3% Haushaltsdefizit bei einem 6%igen BIP-Rückgang realistisch sind? - Die neue Regierung wurde heute - ausgerechnet ohne Wirtschaftsminister - vereidigt.

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REGIERUNGSKRISE

Mission Impossible II

Ungarn hat eine "neue" Regierung. Die hat aber kaum Zeit und Mittel und noch weniger Rückhalt.

Bajnai beklagte, dass der Fidesz, trotz seines Aufrufs, so gar keine Bereitschaft für eine Zusammenarbeit in der Krise zeige. Während die Liberalen die neue Regierung von außen unterstützen, erklärte das MDF immerhin eine Bereitschaft zum Gespräch. Draußen protestierten einige Tausend.

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PARLAMENT & REGIERUNG

Last Minute Kandidat

Wirtschaftsminister Gordon Bajnai soll Regierungschef in Ungarn werden

Die Budapester Chaoswochen haben am Wochenende einen neuen Höhepunkt erreicht: Gyurcsány trat nun auch als Parteichef zurück, stündlich wurden neue Namen für seine Nachfolge als Premier genannt, Stunden später wieder verworfen. Neuwahlen schwebten im Raum. Nun fand man einen Last Minute Kandidaten, der nichts wirklich richten kann.

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PARLAMENT & REGIERUNG

Stehaufmännchen

Die Karrieren des Ferenc G.

Seine Gegner bezeichnen ihn als Prototypen des Funktionärs, der sich nach der Wende geschickt und sogar mit unlauteren Methoden in die Demokratie hinübergerettet hat. Finanziell und ideologisch unabhängig wurde er zuerst zum Königsmörder, dann zum Hoffnungsträger, dem talentierten Politiker glückte zunächst viel, doch dann folgte eine Kette von Fehlschlägen...

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Hintergrund
Wer wird wie Ministerpräsident in Ungarn?
Ferenc Gyurcsány hat sich einmal mehr als gewiefter Taktiker erwiesen. Die Art und Weise, wie er sein Amt zur Verfügung stellt, dürfte die geringsten negativen Folgen für seine Partei haben. ZUM  BEITRAG


 

NATIONALFEIERTAG

Trauriger Sonntag

Ungarn “feierte” den 15. März wieder getrennt

Der Präsident wurde in Rumänien brüskiert - die Opposition spuckte wieder Galle und die “Garde” mit ihrem Aufmarsch und Massen von Polizei beherrschten das Bild. Auch diesmal bescherte der Nationalfeiertag des 15. März, Jahrestag der antihabsburgischen Revolution von 1848, dem Lande überwiegend Bitterkeit und feindselige Gefühle.

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PARTEIEN

MDF - Eine Partei am Abgrund

Das Drama um József Antalls Partei

Das Ungarische Demokratische Forum, eine der Wendekräfte, Sieger der Wahlen 1990 und Regierungspartei bis 1994, steht am Rande des Abgrunds. Nach waghalsigen politischen Manövern ihrer Vorsitzenden Ibolya Dávid wird die ihrer Bedeutung längst verlustig gegangene Partei künftig auch auf eine Parlamentsfraktion verzichten müssen. Ihre politische Existenz steht auf dem Spiel.

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ENERGIEPOLITIK

Erdgas hat man nie genug...

... meinte Ministerpäsident Gyurcsány bei seinem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau.

Russland und Ungarn planen ein Joint venture zur Errichtung des ungarischen Abschnittes der South Stream Pipeline. Das kündigten Premier Putin und Ministerpräsident Gyurcsány in Moskau gemeinsam an. Ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen gründen MOL und Gazprom zum Bau eines neuen Erdgaslagers in Ungarn.

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PARTEIEN

"Ungarn ist praktisch schon bankrott..."

Viktor Orbáns taktisch-populistische Rede zur "Lage der Nation" als Armutszeugnis der ungarischen Opposition

Ungarns Oppositionsführ er Viktor Orbán (Fidesz) hielt am Freitag seine gewohnte Jahresrede über „Die Lage der Nation”, in welcher er weiterhin nichts Konkretes über die Pläne seiner zukünftigen Regierung verriet. Allgemein wird erwartet, dass der Fidesz-Vorsitzende nach den Wahlen, die spätestens im Frühjahr 2010 stattfinden, wieder das Ruder in Ungarn übernehmen wird.

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NACHBARN

Friedenszeichen

Außenminister der Slowakei und Ungarns konferierten in Budapest

Der neue slowakische Außenminister Miroslav Lajcák weilte vergangene Woche zu Gesprächen in Budapest. Es war nach Prag erst der zweite Auslandsbesuch des frisch gebackenen Ministers. Zwar war der Ton der Verhandlungen mit Amtskollegin Kinga Göncz freundlich, dennoch konnten die bekannten Streitpunkte nicht ausgeräumt werden.

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PARLAMENT

Dunkle Parteifinanzierung in Ungarn

Das Ausmaß an Korruption in Ungarn wird von Global Integrity als mittelmäßig charakterisiert, obgleich viele das Land darin für Spitze halten.

Laut dem dieser Tage veröffentlichten Bericht ist die Lage in Ungarn vor allem im Bereich der Justiz besorgniserregend. Die Unvereinbarkeit von Amt mit anderen Tätigkeiten bei den Richtern sei nicht entsprechend geregelt. Ebenfalls sei bedenklich, dass die Vermögenserklärungen von Richtern nicht veröffentlicht werden.

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NACHBARN

Freundschaft ohne Folgen

Der österreichische Außenminister Spindelegger auf Antrittsbesuch in Budapest - Keine Hilfe bei Streit um Heiligenkreuz

Der neue Europa- und Außenminister Österreichs, Michael Spindelegger, stattete am Donnerstag seinen ersten bilateralen Besuch (schon eine Art Tradition) in Budapest ab. Man will die Partnerschaft der Donauländer beleben, bei heiklen Themen wie Heiligenkreuz hält sich Wien aber lieber heraus.

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NACHBARN

Immer Ärger mit den Nachbarn

Konfrontationen mit der Slowakei und ein „Nein“ aus Rumänien

Vergangen e Woche kam es in Fragen der Minderheit enpolitik einmal mehr zu einem Eklat der Streithähne Slowakei und Ungarn. Wegen Formalien und interner Intrigen platze eine Versöhnungssitzung von Parlamentariern. Aus Rumänien kam eine deutliche Stellungnahme des Staatspräsidenten. Eine Autonomie für die Rumänienungarn, so wie Budapest sie wünsche, wird es nie geben...

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PARLAMENT

Unklare Reformvorschläge

Opposition fordert Auflösung des Parlaments

Der oppositionelle Fidesz hat vergangene Woche angeregt, das Parlament mit Wirkung zum 8. März aufzulösen. Mangels Unterstützung der anderen Oppositionsparteien scheiterte der Vorschlag allerdings, was zur weiteren Abkühlung des schon höchst frostigen politischen Klimas beitrug. Ministerpräsident verkündet 1000 Milliarden-Forint-Entlastungspaket

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IMPRESSUM

 

Gegendemo der Antifa ohne Gegner >>>
Bajnai traf Barroso in Budapest
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Kirchen mischen im Wahlkampf mit
>>>
Nationalmuseum restituiert Gemälde
>>>

Im Dunstkreis
der Revolution

Viel Wahlkampf am Nationalfeiertag in Ungarn

Die wichtigsten ungarischen Parteien wollen und werden den Nationalfeiertag des 15. März für Wahlkampf benutzen. Der Feiertag ist eigentlich dem ungarischen Befreiungskampf gegen die Herrschaft der Habsburger 1848/49 (Kossuth) gewidmet und produzierte in den letzten Jahren regelmäßig einen pathetischen Wettbewerb zwischen den politischen Blöcken über die Deutungs- und Vertretungshoheit der Revolutionsziele.

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MSZP-Wahlkampftour durch 100 Orte >>>
Gaspreis wird zum Wahlkampfthema
>>>
183 Parteien zur Wahl registriert
>>>
Fidesz will Neuverhandlung mit IWF
>>>

Neonazi-Demo in Budapest abgesagt >>>
Betrugsvorwurf gegen Regierungschef
>>>
Gesetz gegen Holocaustleugnung
>>>
Aktienhändler in Budapest verhaftet
>>>
Ex-Zentralbankchef als Finanzminister
>>>
 

Paragraph 269/C
oder
Die Geister, die man schuf

Warum das neue Gesetz gegen die Leugnung des Holocaust in Ungarn falsch ist

An einem der letzten Sitzungstage vor den ungarischen Parlamentswahlen hat die sozial-liberale Mehrheit ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass künftig die Leugnug des Holocaust unter Strafe stellt. Es steht verfassungsrechtlich auf tönernen Füßen und ist ein hilfloses Alibi. Der Regierungschef las beiden politischen Blöcken die Leviten.

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DHL-Manager im Visier der Polizei >>>
MSZP-Kampagnenstart am Samstag
>>>
Westerwelle in der Slowakei und Ungarn
>>>
Polizei hebt Waffenlager aus 
>>>
Prinz Charles im März in HU, PL, CZ
>>>

Parlament stimmt Präsidenten nieder >>>
Sowjetdenkmal in Budapest geschändet
>>>
Roma-Ausgrenzung vor int. Gericht
>>>
Demszky nochmal zum BKV-Skandal
>>>
Zwei Soldaten in Afghanistan verletzt 
>>>
Kinder tagelang in Schule gesperrt
>>>
 

KOMMENTAR
Eine Partei geht am Stock

Das Ende des Neoliberalsozialismus: Warum die MSZP in die Opposition gehört

Was unter den MSZP-Regierungen in Ungarn geschah, setzte den demokratischen Konsens des Landes aufs Spiel. Man öffnete die Märkte und schloss die Menschen aus. Das musste schon ohne Wirtschaftskrise scheitern, wie Blair und Schröder vormachten. In der Opposition sollten die ungarischen "Sozialisten" wieder zur Besinnung kommen und sich wirklich neue Leute für eine neue Politik suchen. Denn eine besonnene Alternative wird angesichts zweifelhafter nationalkonservativer Zukunftsentwürfe nötig werden.

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Treffpunkt der Idealisten

Warum demonstrieren in Ungarn so wenige Menschen gegen Rechts?

"Im Kalten Krieg der ungarischen Politik fehlt der Konsens der Demokraten", sagt Andrea Alföldi, Hauptorganisatorin der antifaschistischen Demonstration vom letzten Samstag, im Gespräch mit dem Pester Lloyd. Auch gibt es offenbar echte Angst, politisch klar Stellung zu beziehen. Doch ob die Duckmäuserei aus der Kádárzeit als Erklärung dafür genügt? Ein Blick hinter die Kulissen einer Demo und in die zerklüftete Welt engagierter Kleinstgruppen.

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"Sie wussten, was sie taten"

Mitgemordet: Details der Klage gegen die ungarische Staatsbahn

Die Milliarden-Sammelklage gegen die MÁV wegen Beteiligung an der Deportation der ungarischen Juden 1944, führt zu Diskussionen in der ungarischen Öffentlichkeit. Während sich die Bahn selbst noch bedeckt hält und behauptet, man habe davon überhaupt erst in den Medien gehört, nimmt sogar die jüdische Gemeinde die Bahn in Schutz. Die Kläger drücken sich jedoch deutlich aus: die MÁV habe aktiv die Deportation organisiert, Bahnangestellte haben auch gemordet.

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Regierungschef wird zum Musketier  >>>
Schweinegrippewelle ebbt ab
>>>
Holocaust-Opfer verklagen MÁV in USA >>>

Ungarn baut Schulen in Haiti wieder auf >>>
Wahlkampfdebatte auch im Parlament
>>>
Orbán zu Jobbik und Kritik an Rede
>>>
Demszky-Berater im BKV-Fall verhaftet
>>>

Parteiencheck für Wähler im Internet >>>
Flüchtiger IT-Direktor der BKV verhaftet
>>>
Generalkonsulat in China eröffnet
>>>
Grundsätzliches vom Regierungschef
>>>
Was geschieht mit den Stasibändern?
>>>
Fidesz beklagt Günstlingswirtschaft
>>>
BKV-Affäre: Rückzug und Hausarrest
>>>
Fidesz-Politiker als Kandidat gefeuert
>>>
Bokros fordert Orbán zum Duell
>>>
Grüne beschließen Kandidatenliste
>>>

 

Mussolinis Kaninchen

Blick ins wahlkämpfende Ungarn - Reaktionen auf Orbán-Rede

Die lauwarm-pathetische Wahlkampfinszenierung von Fidesz-Chef Orbán am Freitag hat überdimensional viele Reaktionen hervorgerufen, die mehr Aufschlüsse über die Kommentatoren als über den Kommentierten liefern. Die MSZP vergleicht den kommenden Ministerpräsidenten mit Mussolini...

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Großer Aufwand, kleine Wirkung

Allein 700 Beamte arbeiten für die ungarische EU-Ratspräsidentschaft 2011

Im ersten Halbjahr 2011 übernimmt Ungarn erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. Diese Ehre wird für das Land zu einer logistischen und finanziellen Herausforderung, denn für die Bewältigung der damit anfallenden Erfordernisse glaubt das ungarische Außenministerium 700 Beamte abstellen zu müssen. Dabei geht es vor allem um Tätigkeiten, die sonst Reiseleiter übernehmen.

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Wahlkampfsplitter 

...was von der Woche übrig blieb

Die Sozialisten buhlen weiter verzweifelt um die Rentner, die ebenso verzweifelten Parteien MDF und SZDSZ kooperieren nun auch in der Hauptstadt. Jobbik will in fünf Jahren nur 10 Mio Forint Einnahmen gehabt haben und ein Fidesz-Kämpfer meldet sich aus der Provinz zurück.

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Jeder Zweite will nicht

Offizieller Startschuss für die Wahl
- MIT UMFRAGE

Der ungarische Präsident hat nun auch offizell den Wahltermin für die Parlamentswahlen 2010 festgelegt: der erste Wahldurchgang findet am 11. April statt, die zweite Runde am 25. April. Die Kräfteverhältnisse scheinen klar, doch gibt es mehr Unwägbarkeiten als man das auf den ersten Blick glauben mag, vor allem bei der erwartet niedrigen Wahlbeteiligung.

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Afghanistan vor Kosovo

Bericht der ungarischen Grenzpolizei

2009 haben ungarische Grenzwächter doppelt so viele illegale Einwanderer aufgegriffen als im Jahr zuvor. Das weist, unter anderem, der Bericht des Chefs der ungarischen Grenzpolizei aus. Danach gab es im vergangenen Jahr einige Verschiebungen in den Flüchtlings- und Schmuggelbewegungen in der Region.

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Heldentod für Hitler?

Ein Kuhhandel Horthys führte zum "Stalingrad der Ungarn" - Honvéd spricht von “Heldentod”

Beim Gedenken an die 50.000 gefallenen ungarischen Soldaten am Don 1943 offenbarte das Verteidigungsministerium kürzlich ein eigenartiges Geschichtsbild. Der Kampf der ungarischen Hilfstruppen Nazideutschlands wird mit dem Abwehrkampf der Monarchie gegen die einfallenden Osmanen 1526 bei Mohács gleichgesetzt und ihr Untergang als "Heldentod" zelebriert.

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“Vollständig und für immer”

Jobbik will Macht in Ungarn ergreifen und droht mit Sturz des Systems

Am vergangenen Wochenende stellte die rechtsextreme Partei Jobbik ihr Wahlprogramm für die Parlamentswahlen in Ungarn im April vor. "Wir sind bereit die Regierung zu übernehmen", sagte Parteiführer Gábor Vona vor Pressevertretern am Samstag und fügte hinzu "im Interesse des Landes." Da die Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit auf ihrer Seite sei, könne man auch mit begrenzten Mitteln einen Sieg erringen.

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BKV-Verhandlungen ohne Ergebnis >>>
Terrorwarnung für Budapest-Bamako
>>>
Ex-Botschafter als MDF-Spitzenkandidat
>>>
 

Hufescharren vor der Wahlschlacht

Ungarn muss sich auf einen üblen Wahlkampf einstimmen

Die Ankündigung der Wahlkampagne ist natürlich selbst schon Wahlkampf. Trotzige Hilflosigkeit bei den Sozialisten und aggressiver Übermut bei den Nationalkonservativen bestimmen den Schlagabtausch vor dem Kampagnenbeginn. Kurz soll sie sein, preiswert, effektiv und "nah am Bürger", so sagen es im Prinzip beide politischen Hauptakteure, MSZP und Fidesz und unterstellen dem Gegner pauschaul die allerschlechtesten Absichten.

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Ung. EU-Kommissar bei Anhörung  >>>
MSZP verlangt Aufstockung Krisenfonds
>>>
Präsident gegen "Nationalversammlung"
>>>
Bald Entscheidung über Stasi-Bänder
>>>
Diskussion: Korruption - ein ewiges Übel?
>>>
Danubius Radio gewinnt erste Instanz
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Präsident verweigert Unterschriften
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Liberale hoffen auf Parlamentssitze
>>>
Jobbik beklagt sich über Premier Bajnai
>>>
BKV ruft unbefristeten Streik aus
>>>
Angst vor Arbeitslosigkeit wächst
>>>

 

Jahr der Entscheidungen

Neujahrsansprachen der Präsidenten in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Polen im CEE-Superwahljahr

Viel politische Bewegung findet 2010 in Mittelosteuropa statt. Es gibt Parlamentswahlen in der Slowakei, in Tschechien und in Ungarn, in Polen wird ein neuer Präsident gewählt. Die Probleme in Ostmitteleuropa, das war auch den von uns näher betrachteten Neujahrsansprachen anzumerken, sind überall die gleichen: Wirtschaftskrise und ethischer Notstand der Gesellschaft. Während sich aber die "politischen Eliten" ihre Schaukämpfe liefern, duldet das Volk still und frustriert.

ZU DEN BEITRÄGEN:

Slowakei: "Geld lockte uns in die Falle"
Tschechien: "Problemflucht als Mode"
Ungarn: "Chance auf einen Neustart"
Polen: Kandidiert Tusk um Präsidentenamt?

 

Neujahrsstreit unter Restalkohol?

OMV oder MOL: Tanken als Frage der nationalen Sicherheit

Wer hoffte, eine gewisse reinigende Stimmung zieht über die Feiertage ins politische Ungarn ein, der irrte sich, wie man sich darin jedes Jahr zuverlässig irren musste. Ein kleines, aber sehr typisches Beispiel für die politische Unkultur im Lande, die bis zu den Wahlen im April den Ton angeben wird, gaben die Parteien gleich in den ersten Tagen des neuen Jahres.

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Aus der Rolle gefallen

Geschönte Bilanz: Präsident Sólyom machte Ungarn 2009 viel Kummer

Die offizielle Jahresbilanz aus dem Präsidialamt ist eine Sammlung von nichtssagender Statistik und unglaublicher Schönfärberei. Denn seit der Wende gab es in Ungarn keinen Präsidenten, der so unverblümt parteiisch ins politische Tagesgeschäft eingegriffen hat und es sich mit zwei Nachbarländern in einem Jahr verscherzte. Er beschädigte Amt und Land gleichermaßen, seine Wiederwahl ist, auch unter nationalkonservativer Ägide, keineswegs gesichert.

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Vorweihnachtliches Schmierentheater

Wahlkampf in Ungarn: der Präsident mischt kräftig mit - MIT KOMMENTAR

Während der in Umfragen meilenweit zurückliegende Spitzenkandidat der Sozialisten jede Gelegenheit sucht, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, kann sich sein übergroßer Gegner vom Fidesz, Viktor Orbán, gemächlich zurücklehnen. Seinen Job erledigt nämlich derzeit der Staatspräsident höchstselbst, auch wenn der das eigentlich gar nicht dürfen soll...

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Polizisten als Opfer und Täter

Statistik und Realität - Mord an Geldwechsler - Übergriff auf Roma

Der ungarische Polizeikommandant, József Bencze, konnte sich über den Rückgang der registrierten Kriminalität in Ungarn um 6% bis Ende November, nicht wirklich freuen. Lebensgefährliche Anfgriffe auf Polizisten nehmen zu, aber auch die Kriminalität von Polizisten wird augenfälliger.

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Oberster Gerichtshof bestätigt Verbot der "Ungarischen Garde"

Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen fand heute am Obersten Gerichtshof in Budapest das Berufungsverfahren zum Fall "Ungarische Garde" statt. Das Oberste Gericht bestätigte die formale Richtigkeit der von zwei vorherigen Instanzen getroffenen Entscheidung.

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EU als "Komplize der Sozialisten"

Fidesz-Chef bezichtigt EU der Deckung einer Lüge und bescheinigt dem IWF naive Inkompetenz

Viktor Orbán, Fidesz-Chef und Anwärter auf den Posten des ungarischen Regierungschefs nach den kommenden Wahlen, hat in einem Radiointerview die EU der Mittäterschaft bei der, seiner Ansicht nach, Fälschung der Zahlen des Staatshaushaltes 2006, beschuldigt. Dem IWF bescheinigt er absichtliche Blindheit.

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Kraftlose Mitte

Parteikongresse von SZDSZ und MDF, nationalliberaler "Rechtsruck" und Wunderwaffe Bokros

Auch die Liberalen vom SZDSZ hielten am Wochenende einen Parteikongress ab, auf dem ein neues Parteiprogramm für den Zeitraum bis 2014 beschlossen worden ist. Parteichef Attila Retkes freute sich, dass eine überwältigende Mehrheit der Delegierten für das Programm stimmte, sagte aber nicht, das viele Mitglieder der Partei bereits ausgetreten sind, seit dem Retkes sich durch einen Rechtsschwenk vom ehemaligen MSZP-Koalitionspartner emanzipieren wollte. Das MDF kürte die Wunderwaffe Lajos Bokros zum weißen Ritter.

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Rechtsextreme schaden dem ganzen Land

Elie Wiesel und Premier Bajnai über den Kampf gegen die extreme Rechte

Am Donnerstag besuchte der Friedensnobelpreisträger und Schriftsteller Eli Wiesel Budapest. Der Holocaustüberlebende nutzte den Tag der Menschenrechte, um die Durchsetzung derselben einzufordern. Er bedauert, dass sich dahingehend in Ungarn die Dinge eher zum Schlechten gewandelt hätten, denn zum Guten.

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Kleine Mobilmachung

Ungarn schickt mehr Truppen nach Afghanistan und erhöht den Verteidigungshaushalt

Ungarn wird seiner Rolle als treuer NATO-Partner gerecht und schickt noch 200 Soldaten mehr nach Afghanistan. Dafür will man aus dem Kosovo am liebsten ganz raus. Das verkündete Regierungschef Bajnai während seiner USA-Reise. Das ganze Land muss schmerzhaft sparen, nur das Verteidigungsbudget wächst mit umgerechnet 1,2 Milliarden EUR auf 1,17% des Bruttoinlandsproduktes.

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Das Selbstbedienungsland

Vier beispielhafte Fälle von Korruption und Intransparenz in Ungarn

Was haben ein Radiosender, elf Häuser in Pécs, die Schweinegrippe und der Velence See gemeinsam? Sie alle sind Gegenstände parlamentarischer und / oder polizeilicher Ermittlungen in Ungarn. Vier Beispiele, die an nur einem Tag über die Nachrichtenticker liefen und so ein Schlaglicht auf das ständige mafiöse Chaos und die nervöse Stimmung namens Ungarn liefern.

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Lieber weit weg

Ungarns Präsident auf Asientournee

Während sich Regierungschef Gordon Bajnai, auf Einladung des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden, vier Tage in den USA vom heimischen Lärm erholen darf, zieht es den Staatspräsidenten schon seit einiger Zeit in weite Fernen. Erst kürzlich besuchte er Australien und Neuseeland, nun war er drei Tage in Südkorea und verbringt den Rest der Woche in Japan. Was macht er da?

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Gemeinplätze und Hahnenkämpfe

Investionsklima und Energiepolitik sind für die Ungarn die Kernfragen

"Wo ist Ungarns Platz in der Welt?" Diese Frage wurde auf einer gleichnamigen, hochkarätig besetzten Konferenz gestellt, aber nur teilweise, überwiegend wirtschaftsstrategisch, beantwortet. Ministerpräsident Bajnai nahm das Treffen zum Anlass, nochmals die kritische Debatte hinsichtlich der angeblich wachsenden Investorenfeindlichkeit in Ungarn aufzunehmen und die Wichtigkeit der Energiediversifikation zu betonen.

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Alles Hysterie?

Zweifel unterdrückt: Ungarn setzt auf Vollimpfung gegen Schweinegrippe - 34.000 neue Fälle in einer Woche?

Seit letzter Woche gibt es im ganzen Land mehr als 200 Impfzentren, in denen sich Impfwillige zügig mit dem Impfstoff gegen das H1N1-Virus versorgen lassen können. 1,5 Millionen sind schon versorgt, angeblich explodieren die Grippefälle geradezu. Generalstabsmäßig wird die Massenimpfung abgespult, begleitet von reichlich Propaganda.

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"Garde" plant Auftritt in Rumänien >>>
Ministerpräsident reist in die USA
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Regierungschef begrüßt Mesterházy
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Orbán zu MTV, Atomkraft, Wahlduell  >>>
Gyurcsány auf Schröders Spuren
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MDF-Vorsitzende bietet Rücktritt an
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Bajnai: Schreiben war nicht an mich >>>
Präsidententreffen Ungarn-Kroatien
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Debatte über Krawalle in Sajóbábony 
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Orbán traf Putin in Pestersburg
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Fidesz gewinnt Wahlen in Josefstadt >>>
Streiks bei BKV ab Dezember möglich >>>
Nullrunde bei Renten in Ungarn  >>>
 

Gastkommentar
As Friends of Hungary!

Basisinformationen für Diplomaten in Ungarn oder: Transparent ist lange noch nicht sauber

Gott beschütze mich vor meinen Freunden – mit meinen Feinden werde ich allein fertig. - An dieses geflügelte Wort erinnert der jüngste Appell von neun ausländischen Botschaften an mehr Transparenz in Ungarn. Einige der Unterzeichner mögen tatsächlich die besten Absichten gehabt haben, das Ergebnis dürfte aber vielmehr die Stärkung des Gefühls vieler Ungarn sein, von den ausländischen „Multis“ bevormundet zu werden, die zudem selbst noch Hausaufgaben zu erledigen haben.

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Korruption in Ungarn unverändert hoch >>>
Deutsche unter Mordverdacht verhaftet
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Parlament lehnt IWF-Forderung ab
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Szentgotthárd beschwert sich bei UNO
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Bajnai "sprachlos" bei FAO in Rom >>>
Wirtschaftsminister Türkei-Ungarn
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Staatsmanager wurde strafversetzt
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Ung. will Kommissar für Minderheiten >>>
Fidesz gegen EU-Kandidaten
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Anlaufstelle
für politisch Obdachlose

Eine neue links-liberale Partei versucht sich in Ungarn

Diese Woche lud die kürzlich gegründete Partei SZEMA (Szabad Emberek Magyarországért, Freie Menschen für Ungarn) zu einer Pressekonferenz ein, um sich auch der internationalen Öffentlichkeit vorzustellen. Die Partei versucht, enttäuschte Liberale und Linke, aber auch Bürgerliche, die keine Lust mehr an den magyarischen Grabenkämpfen haben, zu sammeln. Entsprechend ambitioniert und ungefähr ist das Programm.

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Ausschreitungen bei Jobbik-Aufmarsch >>>
Vergiftungen im Allee-Center Budapest
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Bajnai zur Privataudienz beim Papst
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Feuerwehr protestiert gegen Budget
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Irischer Todesfahrer vor Auslieferung
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Strafmaße wegen Lynchmord erhöht 
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Junge Ärzte demonstrierten
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Steuern und Skelette

Der Fidesz-Chef kündigt für 2010 "große Steuersenkungen" an, obwohl er 7,5% Defizit erwartet

Alles an der derzeitigen Regierung in Ungarn sei mehr oder weniger Lüge, Bluff und Manipulation. In seiner bekannt direkten Art las Fidesz-Chef Orbán seinem angenockten politischen Gegner in einem Fernsehinterview die Leviten. Er werde trotz aller Widrigkeiten 1 Million Arbeitsplätze in zehn Jahren schaffen. Wie groß die versprochene "wirklich große" Steuersenkung ausfallen wird, hängt aber von der Zahl der Leichen ab, die man auf dem WC vorfinden wird.

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Zentais letzte Reise?

Familie versucht Auslieferung mit allen Mitteln zu verhindern

Die Auslieferung des 88jährigen mutmaßlichen Kriegsverbrechers Charles Zentai (Foto) durch die australischen Behörden an Ungarn ist bestätigt. Eigentlich. Der Innenminister gab gestern sein letztinstanzliches O.K., doch die Familie des aus Ungarn Stammenden sieht noch Möglichkeiten gegen die Überstellung anzukämpfen. Mit perfiden Argumenten: Ungarn könne kein faires Verfahren gewähren, behauptet der Sohn, "da es keine lebenden Zeugen mehr gibt."

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Ungarn bleibt wahrscheinlich Republik

Was macht Viktor Orbán mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit?

Während sich Oppositionschef Orbán in einer staatstragenden Rolle präsentierte und Ängste vor einem Totalumbau des ungarischen Verfassungssystems in seiner kommenden Regierungszeit nehmen wollte, wiederholte sein Stellvertreter den Plan, mit der Gyurcsány-Bajnai-Ära auch juristisch abrechnen zu wollen. Die Sozialisten werfen dem Fidesz absolutistische Anwandlungen vor und ihr (parteiloser) Regierungschef kündigte an, die rigiden Sparmaßnahmen dem Volke nun zumindest erklären zu wollen.

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Liebesbrief für einen Hassprediger

Die polnische Minderheit in Ungarn unterstützt einen rassistischen Bürgermeister

Die polnische Minderheit, das sind einige Hundert Menschen in einem Dutzend Orte in Nordostungarn, unterstützt öffentlich den Bürgermeister Oszkár Molnár, der sich im ganzen Land einen Ruf als hartnäckiger Rassist und Chauvinist erarbeitet hat. In einem Brief wird er als hilfsbereiter Kumpeltyp geehrt. Warum?

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Von Streithähnen zu Brückenbauern

Die Außenminister der Slowakei und Ungarns trafen sich zum Etappengespräch

Am Dienstag trafen sich die Außenminister der Slowakei und Ungarn, Miroslav Lajcák und Péter Balázs, im nordungarischen Grenzort Ráróspuszta, um den Fortgang des zwischen beiden Premiers vereinbarten "Friedensplans" zu erörtern. Symbolisch war denn auch die Handlung der beiden Chefdiplomaten als sie den Grundstein für eine neue Brücke über den Fluss Ipel`/ Ipoly legten.

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Für eine Handvoll Forint

Mit einem Anteil an der Beute versucht man in Ungarn der Korruption Herr zu werden. Auch die Regelung der Wahlkampffinanzen ist - wieder einmal - geplant

"Die Korruption unterminiert die Demokratie, verhindert die Entwicklung des Landes und zerstört das Vertrauen der Öffentlichkeit." Mit diesen sehr grundsätzlichen Worten unterstrich Ungarns Premier, welche Bedeutung er seiner Gesetzesinitiative beimisst. Bereits zum x-ten Male versuchen Parlamentarier auch klarere Regelungen für die Parteien- und Wahlkampffinanzierung durchzusetzen. Dass solche Gesetze aber nur die Korruption und den Betrug selbst, nicht aber die Ursachen dafür bekämpfen können, liegt auf der Hand.

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Papiertiger mit
faulenden Zähnen

Zur Lage der Pressefreiheit in Mittelosteuropa - Index von “Reporter ohne Grenzen”

Die Pressefreiheit ist in Mitteleuropa nicht unmittelbar in Gefahr, aber sie wird aufgeweicht und erodiert. Beispiele aus Mittelosteuropa zeigen, dass man sich nicht erst mit den Mächtigen im Iran oder Nordkorea anlegen muss, um als Journalist Ärger zu bekommen. Auch Europa gibt kein sonderlich gutes Bild ab. Am Beispiel des Fast-Musterlandes Österreich (im Ranking Platz 13 von 175) wird die Schwierigkeit einer aussagekräftigen Bewertung sichtbar.

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Getrennt gedenken

Am 23. Oktober jährt sich der Volksaufstand 1956 in Ungarn. Wieder die Zeit für Gedenken, Selbstkritik, Streit unter Politikern  - und ein langes Wochenende für Alle

Der 23. Oktober ist der dritte Nationalfeiertag in Ungarn. An diesem Tag wird dem Volksaufstand 1956 gedacht, im März der Revolution gegen Habsburg und Adel, im August der Staatsgründung und dem Heiligen Stephan. Im Oktober vor 53 Jahren haben sich die Ungarn von einer autokratisch-spätstalinistischen Diktatur und dem Griff Moskaus befreien wollen...

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Rotierende Bürgermeister

Nachrichten aus der Provinz

Ob es an der Tristesse der ungarischen Provinz liegt oder einfach Zufall ist, dass sich einige Bürgermeister ins fahle nationale Rampenlicht drängen? Jedenfalls poltern und röhren einige Dorfplatzhirsche derzeit lauter als sonst üblich. Die meiste Presse hat natürlich Zsolt Pava, Bürgermeister in Pécs, wegen seines heldenhaften Befreiungskampfes um das ungarische Wasserwesen gegen die französische Fremdenlegion. Aber auch aus Esztergom, Edelény und Monok erreichen uns merkwürdige Nachrichten.

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Kündigungen und Ankündigungen

Aus dem politischen Treiben in Ungarn

Die Sozialisten kündigten am Dienstag Knall auf Fall die 15 Jahre währende Koalition mit den Liberalen im Budapester Stadtparlament - Gyurcsány und Mesterházy müssen wahrscheinlich als Zeugen im Zuschlag-Prozess erscheinen - der Fidesz will Polizei und Geheimdienst unter einer Fuchtel und der Liberale Koka ist für die Abschaffung des Arbeitsamtes, weil es nichts bringt, der Oppositionschef für die Abschaffung von 200 Abgeordneten, weil die sowieso nichts bringen.

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Anklage gegen Roma-Chef in Ungarn >>>
Treffen der Visegrád 4 in Budapest
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75% ohne Fremdsprachenkenntnisse
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Urteile: Erstürmung der TV-Zentrale
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Nur 12% wollen im Ausland arbeiten
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Aus für zweisprachigen Unterricht?
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McCarthy an der Donau

Hauen, sticheln und ein bisschen feiern: Die politische Woche in Ungarn

Täglich melden Staatsfernsehen und Nachrichtenagenturen "das Neueste" von den Debatten im ungarischen Parlament. Dabei gibt es dort weder eine Debatte noch irgendetwas Neues. Seit Tagen bewerfen sich die beiden Blöcke MSZP-SZDSZ vs. Fidesz gegenseitig mit den altbekannten Argumenten. Die Opposition bereitet schon eine Kommission vor, die juristische Schritte gegen die Gyurcsány-Riege vorbereiten soll. "Sozialistenjagd á la McCarthy" schreien die Betroffenen und feiern 20 Jahre MSZP...

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Gaslager für Notfälle eingeweiht >>>
EU fordert Millionen Agrarhilfe zurück 
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Neue Heirats- und Scheidungsgesetze
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Kooperationen zwischen SK und HU 
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Impfstoff gegen H1N1 zugelassen
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Thermalbad wg Diskriminierung bestraft
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Masseverschiebung ohne Masse

Andeutungen zur Haushalts- und Wirtschaftspolitik des Fidesz

Man braucht schon dedektivischen Spürsinn, um aus den ebenso wortreichen wie inhaltsarmen Verlautbarungen des Fidesz endlich etwas Konkretes herauszuhören. Nicht nur das Defizitziel, der ganze Staatshaushalt steht zur Disposition, was aber nichts Neues ist. Mihály Varga zeichnet nun eine Art Masseverschiebung vor: weg vom Sparen, hin zur Förderung und Entlastung. Nur die Masse fehlt. Scheint aber egal zu sein.

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Hassrede im Amt

Bürgermeister und “Garde” hetzen weiter gegen Roma in Ungarn

Der neuerliche Aufmarsch der verbotenen "Ungarischen Garde" in einem Dorf mit Romaghetto hatte eine neue Qualität. Nicht nur, dass die Polizei nicht einschritt, ein Bürgermeister hielt auch noch eine amtliche rassistische Hetzrede gegen die Zigeuner und wetterte gegen die Regierung, - vor versammelten Kollegen aus der Lokalverwaltung. Jobbik-Chef Vona ortet eine Geheimdienstverschwörung hinter den Morden an Roma und kündigte nach den Wahlen Säuberungsaktionen in der Polizei an.

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Neues Bürgerliches Gesetzbuch >>>
Volksbefragung über Quotenregelung
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Abstimmungsunfall zur Religionsfrage
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Minister ohne Portfeuille und Abschluss
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"Ungarische Garde" zum Höchstgericht >>>
Bewaffneter Überfall auf Autobahn M1
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Milde Strafen für Extremisten
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Höchste Sterblichkeit unter 60
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Ungarn nimmt Guantánamo-Häftling auf >>>
Missbrauch von Minderheitengeld 
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Wenn am Sonntag Wahlen wären...
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Bajnai: Roma-Ghettos werden aufgelöst 
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Roma demonstrieren gegen Roma 
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Schwerpunktthema:
20 Jahre Grenzöffnung
Weg, weg, weg

Eine ungarische Flüchtlingshelferin erinnert sich an 1989 + weitere Beiträge

Mária Szondi hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt und spricht dennoch von "kriegsähnlichen Zuständen" damals, im Sommer 1989. Während die Mächtigen der Politik Ränke spielten, halfen sie und viele andere Ungarn den Menschen konkret. Die DDR-Bürger konnten das Eingesperrtsein einfach nicht mehr ertragen, stellt sie fest. Und die Debatten über einen Schießbefehl der ungarischen Grenzpolizei hält sie schlicht für "ein Märchen".

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Péterchens Mondfahrt

Die "Herbstoffensive" der ungarischen Außenpolitik

Im Herbst entwickelt sich von und nach Ungarn eine rege Reisetätigkeit. Gerade ist der Regierungschef auf USA-Besuch, in ein paar Tagen fliegt der Präsident nach Neu Seeland. Besuch kommt u.a. aus China und Serbien. Außenminister Balázs geht in die Türkei und die Ukraine und will am liebsten der ganzen Welt zeigen, dass Ungarn noch da ist, in der Hoffnung auf Investoren und ”Booster Projekte”. Bei der Verkündung der weiteren Aktivitäten seines Ressorts konnte er es nicht lassen, wieder gegen die Slowakei auszuteilen.

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Eine Nachbarschaft ohne Probleme

Gemeinsame Regierungssitzung
Kroatien - Ungarn

Am Donnerstag trafen sich die Ministerpräsident en von Kroatien und Ungarn sowie die Ressortchefs verschiedener Ministerien zu einer gemeinsamen Regierungssitzung im südungarischen Barcs. Im Rahmen der "strategischen Partnerschaft", die beide Länder gerne beschwören, geht es vor allem um die nächsten Schritte auf dem Weg Kroatiens in die EU und bilaterale Wirtschaftsprojekte.

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Die große Keule

Die ungarische Opposition startet ihre Herbstoffensive

Zu Beginn der politischen Herbstsaison schwingt Oppositionschef Viktor Orbán wieder die ganz große Keule: das Budget 2010 werde Ungarn in allen Bereichen ruinieren. Der Fidesz-Vorsitzende malte ein düsteres Szenario: Rentner, Lehrer, Ärzte werden nicht mehr bezahlt werden können, das Land bricht praktisch zusammen. Schuld daran sind freilich die Sozialisten. Konkrete Gegenentwürfe: keine. In der Außenpolitik gibt es dagegen einen Plan: die Slowakei müsse für ihr Verhalten gegenüber Ungarn bestraft werden.

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Orbán fordert Vergeltung

Ungarns Oppositionschef setzt den Krieg der Worte fort

Selbst ein EU-Verfahren gegen das umstrittene Sprachengesetz der Slowakei wäre für Viktor Orbán "kein Ersatz" für eine "unmissverständliche und dynamische Antwort" Ungarns, "basierend auf seinen internationalen Interessen". Das sagte der wahrscheinlich künftige Ministerpräsident des Landes und Chef des nationalkonservativen Fidesz.

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Verletzungsfreies Händeschütteln

Das Treffen der Visegrád Vier begann in Gdynia, Polen

Am Freitag begann das Treffen der vier Staatschefs der sogenannten Visegrád 4, einer regionalen Kooperation von Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Das zweitägige Treffen in der polnischen Hafenstadt Gdynia ist überschattet von den miserablen Beziehungen der Slowakei und Ungarn.

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Computer im Nirgendwo

Wie man den Roma in Ungarn nicht hilft

Eine Kooperation zwischen Microsoft und der Nationalen Entwicklungsagentur Ungarns verschaffte zwei Schulen in sogenannten benachteiligten Gebieten (vernachlässigt wäre treffender) kostenlos Computer und Software. Eine Maßnahme, die an Aktionen in Entwicklungsländer erinnert und nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es immer noch keine wirklichen Konzepte in den "Roma-Regionen" gibt, weil die Politik diese verhindert.

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“Wie zankende Bengel im Buddelkasten...”

Ungarn und die Slowakei vor dem Versöhnungsgespräch

Es kann nur noch bergauf gehen, meint Ungarns Premier Bajnai zu den Beziehungen mit der Slowakei und räumt ein, dass beide Länder derzeit ein lächerliches Bild abgeben würden. Auch der slowakische Außenminister glaubt, man habe in der EU jeden Kredit verspielt, warnt aber vor "schwierigen Gesprächen". Ungarns Präsident hat sich offenbar vorerst gegen Versöhnungsgesten entschieden und spielt das beleidigte Opfer, was der nationalkonservativen Oppostion sehr entgegenkommt.

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Neue US-Botschafterin für Ungarn  >>>
Gay Pride Parade wird zum Politikum 
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US-Botschaft bietet Kurse für Roma
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Polizeichef: Rache ist kein Weg >>>
Bajnai und Fico wollen sich bald treffen
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Regierungssitzung Rumänien - Ungarn
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Alte Bekannte im Fidesz-”Kabinett”
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Bajnai beschwert sich bei EU-Parlament >>>
Molotow-Cocktails auf Botschaft der Slowakei in Ungarn
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Passionsspiel auf der Grenzbrücke

Die Slowakei verweigert dem Staatspräsidenten von Ungarn die Einreise

Die Slowakei sagt, Ungarns Präsident sei ein Sicherheitsrisiko und übler Provokateur. Ungarn meint, die Slowaken sind hysterisch geworden. Einen theatralischen Höhepunkt erreichte der Schlagabtausch am Freitag Nachmittag. Nach dem alle Bemühungen der slowakischen Offiziellen erfolglos blieben, Ungarns Präsidenten von seinem "Privatbesuch" zur Einweihung einer Stephans-Statue im slowakischen Komarno abzubringen, untersagte der Premier ihm per Weisung die Einreise.

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Präsident auf Abwegen

Ungarn provoziert einmal mehr die Slowakei

Die politische Weitsicht des ungarischen Staatspräsidenten scheint regelmäßig um einen der drei Nationalfeiertage herum auszusetzen und einem ziemlich fiesen Charakterzug zu weichen. Wie sonst als mit bösartigem Kalkül, will man erklären, dass László Sólyom ausgerechnet jetzt nach Komarno, Slowakei, fährt, um dort der Enthüllung einer Statue des ungarischen Nationalheiligen Stephan beizuwohnen? Den slowakischen Nationalisten liefert er so die Munition frei Haus.

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Kein Bedarf an Widerstand

Selbsthilfegruppe statt Gegendemo in Budapest

Bis zum frühen Abend blieben - entgegen Befürchtungen - größere Ansammlungen von Neonazis und anderen Rechtsradikalen in Budapest weitgehend aus. Die genehmigte Gegenveranstaltung, die mit nicht viel mehr als vierhundert Personen im Rathauspark abgehalten wurde, war dennoch eine eindeutige Niederlage für das antifaschistische Ungarn.

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Hesslicher Aufmarsch

Regierungschef will Nazidemo in Ungarn verhindern