Hohe Nickelwerte bei mehreren Angestellten führen zur Schließung von drei Produktionsstätten.
Debrecen. In Debrecen wurden in mehreren Angestellten des CATL-Werks erhöhte Nickelwerte festgestellt. Dies führte zur vorübergehenden Schließung von drei Produktionsstätten des Unternehmens. Die ungarische Abgeordnete Tompa Enikő erklärte, dass ein Verfahren zur Verhängung von Bußgeldern im Gange sei.
Die Schließung betrifft die Produktion in einem der größten Werke des chinesischen Batterieherstellers in Ungarn. CATL ist weltweit führend in der Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge und betreibt mehrere Werke in Europa, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Die Nickelbelastung ist ein ernstes gesundheitliches Risiko, da Nickel bei längerem Kontakt Allergien und andere gesundheitliche Probleme verursachen kann. Die Behörden untersuchen derzeit die Ursachen der erhöhten Belastung und prüfen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Das Debrecener Werk ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Expansionsstrategie von CATL. Die vorübergehende Schließung könnte Auswirkungen auf die Lieferketten haben, insbesondere da die Nachfrage nach Batterien für Elektrofahrzeuge weltweit steigt.
Die ungarischen Behörden und CATL arbeiten eng zusammen, um die Situation zu klären und die Produktion schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Der Vorfall wirft jedoch ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen in der boomenden Batteriefertigungsindustrie. Ungarn hat in der Vergangenheit eine Politik der Liberalisierung und Öffnung gegenüber international tätigen Unternehmen – vorwiegend aus dem Asiatischem Raum – betrieben.
Quellen: Telex
Photo: CATL Autobatterie auf einer Messe in Hannover / Matti Blume / Wikicommons / CCBYSA 4.0
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