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Fanatisierte Einzeltäter: Abschlussbericht zu Mordserie an Roma in Ungarn

(c) Pester Lloyd / 24 – 2015 NACHRICHTEN 09.06.2015

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Die aus sieben Sicherheitsorganen zusammengestellte Task Force zur Aufklärung der Roma-Mordserie 2008/2009 mit sechs Toten und mehreren Schwerverletzten, stellt jetzt in einem Abschlussbericht fest, dass die vier Täter (Foto) „ohne weitere Komplizen“ tätig gewesen seien und es keine erkennbaren Verbindungen zu politischen Vereinigungen, Hintermännern oder anderen kriminellen Strukturen gebe. Der Task Force gehörten Mitarbeiter folgender Einrichtungen an: TÉK (Nationales Antiterrozentrum), NNI (Zentrales Ermittlungsbüro, Kriminalpolizei), NVSZ (Nationales Verteidigungsamt, quasi ung. NSA), Verfassungsschutz, Sonderbüro für Nationale Sicherheit, das Koordiantionsbüro gegen Organisierte Kriminalität (SZBKK) sowie der Militärische Geheimdienst KNBSZ.

Die Einschätzung ist unter Fachleuten umstritten, immerhin beriefen sich die Beschuldigten in ihren Befragungen auf Losungen und Parolen der „Ungarischen Garde“ und der Jobbik, die teilweise in den gleichen Orten Aufmärsche veranstalteten, in denen kurz danach Mordanschläge stattfanden. Der Bericht geht zwar von rassistisch motivierten, aufgestachelten Fanatikern aus, kann oder mag aber keine Verbindung zu dahinter stehenden Strukturen erkennen und belegen. Für Verwirrung sorgt auch der Verdacht, dass einer der Täter ein V-Mann des Verfassungsschutzes gewesen sein soll, was aber möglicherweise eine Ente ist, um den damals verantwortlichen sozial-liberalen Regierungen ein politisches Kalkül der Mordserie unterschieben zu können.

Die vier im September 2009 gefassten Täter sind seit Mai rechtskräftig verurteilt ( mehr zum Prozess ), ein Berufungsgericht bestätigte die im August 2013 gefällten Urteile, drei Mal lebenslang und einmal 13 Jahre Haft. red.

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