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Staatliche Korruption in Ungarn: Partei- und Privatfreund von Premier Orbán bekam 10 Tabakhandelslizenzen zugeschanzt

(c) Pester Lloyd / 25 – 2013 NACHRICHTEN 20.06.2013

Alles nur Peanuts: Mészáros und Orbán auf der Tribüne des FC Felcsút. Das state-of-the-art-Stadion ist schon in Arbeit, die Fördergelder fließen in Strömen. Dann müssen die beiden nicht mehr mitten im gemeinen Volk weilen. Das Erstaunen hält sich in Grenzen, da immer mehr Details über die Begünstigten der Ausschreibung für die Tabakhandelslizenzen durchsickern. Über zahlreiche Parteibuch-Auffälligkeiten und diverse Verwandschaftsverhältnisse wurde bereits von Anfang an berichtet, auch über die Art und Weise der Vergabe sowie die Verhinderung der Öffentlichmachung . Kürzlich kam heraus, dass ein prominenter Fidesz-Politiker in Miskolc für sich und die Seinen gleich 12 Handelslizenzen an lukrativen Plätzen ergatterte und damit im Stadtzentrum von Miskolc dem staatlichen Monopol für den Tabakhandel ab 1. Juli noch ein privates hinzufügt.

Nun wurde bekannt, dass auch die Familie des Lőrinc Mészáros, natürlich Fidesz und Bürgermeister der Gemeinde Felcsút, dem Geburtsort Viktors und Hauptwohnsitz der Familie des Ministerpräsidenten Orbán, einen sehr außergewöhnlich guten Schnitt bei der Vergabe der Trafiken machte. Einer seiner Söhne „errang“ die Konzessionen für die Zigarettengeschäfte in den Auchan-Malls in Budakalász, Budaörs, im XI. Bezirk von Budapest sowie für Kecskemét und Szeged. Sein 25jähriger Bruder die Lizenzen für Csömör, Dunakeszi, Fót, Törökbálint und Miskolc, ebenfalls jeweils in den Shoppingmalls der Auchan-Kette. Der Umsatz einer jeden dieser Verkaufsstellen wird auf rund 250 Mio. Forint / Jahr geschätzt, er dürfte sich durch die Monopolstellung jedoch sprübar erhöhen, denn von den einst 42.000 Zigarettenverkausstellen bleiben ab 1. Juli nur noch rund 5000 übrig. Hinzu kommt ein gesetzlich verankerter Garantiegewinn von 10% des Umsatzes. Bürgermeister Mészáros konnte schon bei der Landvergabe in Felcsút und Umgebung , einer immer größer werdenden Umgebung, mächtig absahnen und steht in engster geschäftlicher Verbindung auch mit Orbáns Frau und deren Landwirtschaftsgeschäften, kurz: er gilt als Strohmann der Familie und einer der Teamspieler im berüchtigten „FC Felcsút“. Mehr dazu.

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