Architektur in den Bildern
München/Passau. Die Kunstausstellung FINEformART 13 fand in Mitte April in München, in der Orangerie im Englischen Garten statt. Die internationale Künstlergruppe kann auf eine 17-jährige Vergangenheit zurückblicken. Fünf Künstler zeigten eine Auswahl von ihren Arbeiten, unter ihnen auch der – in Deutschland geborene – ungarische Fotograf László Maczky.
Sein Architekturstudium absolvierte er in der bayerischen Hauptstadt und seit fast 50 Jahren neben seinem Beruf ist Maczky als freischaffender Fotograf tätig. Er arbeitete als Architekt, das Fotografieren erlernte er als Autodidakt mithilfe von Fachliteratur. Das Ergebnis ist durch Leidenschaft geprägter individueller Stil. Architektur zur Fotografie passen für ihn perfekt zusammen. Der Architekt war und ist immer in seinen Bildern präsent. Der grafische Aspekt bedeutet für ihn viel, auf seinen Schwarz-Weiß-Bildern aus den früheren Schaffungsperioden erscheint es noch markanter.
Themenvielfalt mit Minimalismus
Seine Themen sind facettenreich: Städte- und Landschaftsbilder, Architektur- und Industriefotos ergänzt mit Pflanzen- und Bücherbildern um nur einige zu nennen. Unter den verschiedenen Erscheinungsformen der Fotografien findet man Schwarz-Weiß-Bilder, Farbfotos, Hochformate. Die minimalistisch komponierten Bilder mit Parallelen, klaren Linien, Kurven beschränken sich auf das Wesentliche. Man merkt, dass der Architekt in den Kompositionen steckt. Nach genauerem Betrachten fällt ein gemeinsames Merkmal auf: Fast alle sind menschenleer. Der Grund ist für Maczky ganz trivial: So sind seine Bilder zeitlos und wirken klassisch ohne Trends.
Seine Portraits sind jedoch lebendig. Seine Bilder und Fotoserien plant er im Voraus, und komponiert manchmal jahrelang. Es bedeutet aber nicht, dass die Spontaneität bei ihm keine Rolle spielen kann. Macky‘s aktuelles Thema: Pflanzenbilder.
Die Gestaltungsformen, Kombinationen und das Besondere sucht er noch.

Anerkennung durch Ausstellungen
Seine, während der Jahrzehnte erhaltenen Auszeichnungen sowie Ausstellung- und Messeteilnahmen sprechen für sich: ART MUC Kunstmesse in München ist eine davon. Die renommierte Schau bietet perfekte Plattform für internationale Vertreter in allen Sparten der zeitgenössischen bildenden Kunst. Maczky‘s Bilder waren nicht nur in München, sondern auch in Budapest, Brüssel, New York (Ungarisches Kulturinstitut) und auch in mehreren Orten um den Balaton – wo er auch seinen Wohnsitz hat – präsentiert.
Nächste Station: Passau
Nach einer Ausstellung ist immer vor einer Ausstellung. So ist es auch für László Maczky. Kaum werden die glänzenden Bilder von den Wänden in der Orangerie in München abgehängt, beginnen die Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung in Passau. Besonderheit der Ortswahl ist die seit 2000 gepflegte Städtepartnerschaft zwischen Passau und Veszprém. Die, mit dem Balaton benachbarte ungarische Stadt war im Jahr 2023 Kulturhauptstadt Europas, zusammen mit der griechischen Stadt Elefsina sowie mit der westrumänischen Stadt Temesvár (zu Deutsch: Temeswar). Mit dem Titel „Hommage Veszprém – Balaton“ werden Fotografien von Maczky und Bilder von seiner Frau Gisela Prokop-Maczky Malerin, präsentiert.
Eröffnung: Samstag, den 2. Mai 2026 um 16:00 Uhr.
Die Ausstellung wird bis 24. Mai im Kulturmodell (Bräugasse 9. in der Altstadt von Passau) zu sehen sein.
Photos: Titelbild László Maczky: Toscana – Fotoserie, Aufnahme: Ildiko Kühn.






