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80% weniger: Gewinne von MOL-Tochter INA in Kroatien brechen ein

(c) Pester Lloyd / 19 – 2015 NACHRICHTEN 04.05.2015

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Im ersten Quartal 2015 sank der Gewinn des kroatischen Mineralölkonzerns INA um 79% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen konnte für Januar bis März nur einen Gewinn von 6,6 Mio. EUR ausweisen. Die Gesamtumsätze fielen um 31%, die Einnahmen aus dem Upstream-Geschäft, also der Förderung von Rohl und Erdgas, fielen sogar um 43%, das Betriebsergebnis in diesem Bereich um 29%, woran sowohl die fallenden Öl- und Gaspreise als auch „regulative Veränderungen“ die Schuld tragen sollen. Dabei stieg das Produktionsvolumen sogar, um 6% insgesamt und sogar um 20% bei der inländischen Rohölproduktion, was auf eine strategische Beschränkung zur Steigerung der Effizienz hinweist.

Das schlechte Ergebnis der INA schmälert auch die Gewinne der teilstaatlichen, ungarischen MOL, die nach wie vor knapp die Hälfte der Anteile (die andere hälfte liegt beim kroatischen Staat) hält. MOL selbst legte im 4. Quartal 2014 einen Verlust von 220 Mio. EUR vor.

Seit Jahren streiten sich Ungarn und Kroaten um die Management-Kompetenzen und die strategische Ausrichtung bei der INA. Kroatien steht auf dem Standpunkt, dass die MOL nur aufgrund von Bestechung von Ex-Premier Sanader (mittlerweile verurteilt) durch MOL-Chef Hernádi (zwischenzeitlich mit internationalem Haftbefehl gesucht) zu einem sittenwidrigen Vertrag gekommen sei, der MOL mehr Rechte einräumt als ihm nach Anteilen zustünden.

Der wegen freiwillig eingegangener ökonomischer und politischer Abhängigkeiten putinhörige Premier Orbán hatte MOL mehrfach gedrängt, die INA-Anteile zu verkaufen, die internationalen Shareholder der MOL drücken dabei aber aus strategischen Erwägungen (EU-Markt, Flüssiggasterminal Krk etc.) auf die Bremse, denn sie wollen einen Einstieg, vor allem russischer Konkurrenz in jedem Falle verhindern. Mehr dazu. red.

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