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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 48/2008

(c) Pester Lloyd / 48 – 2008 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Synergon sticht T-Systems bei Budapester Verkehrsbetrieben aus

22.11.2008 · Wirtschaft

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Verkehrsbetriebe wechseln den IT-Dienstleister

Die ungarische IT-Unternehmensgruppe Synergon hat, nach eigenen Angaben, eine Ausschreibung der Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) über 121 Mio EUR gewonnen. Insgesamt haben 17 Unternehmen für den Auftrag über die Ausstattung der Verkehrsbetriebe mit einer neuen IT-Infrastruktur incl. deren Betrieb geboten. “Synergon bot bessere Dienstleistungen zu einem besseren Preis als der bisherige Anbieter“, teilte BKV auf Anfrage mit. Bisher wurden die IT-Aufgaben der BKV von der T-Systems-Tochter IQSys abgewickelt. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren und wird mit einem monatlichen Entgelt von knapp 33 Mrd HUF vergütet, zehn Prozent unter dem derzeitigen Betrag. Das Volumen macht rund 20% des Synergon-Jahresumsatzes aus.

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Der Kaffeehimmel über Ungarn

22.11.2008 · Wirtschaft

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Der Kaffeehimmel über Ungarn

Der anglo-polnische Kaffeebrüher und Sandwichmacher Coffeheaven will sich aus Rumänien und der Slowakei zurückziehen, dafür aber in Ungarn weitere seiner „Caféterias“ eröffnen.

Coffeeheaven werde Rumänien vornehmlich wegen Mängeln in der Infrastruktur und der ausufernden Korruption verlassen (immerhin kann man in Ungarn auf bessere Infrastruktur zurückgreifen…). Eine dynamische Geschäftsentwicklung sei in Rumänien jedenfalls nicht möglich gewesen, resümiert Richard Worthington, CEO des Unternehmens. In der Slowakei sieht der Manager hingegen hohe Risiken wegen der einseitigen Ausrichtung des Landes auf die Autoindustrie. Was viele als das „slowakische Wunder“ bezeichnen, mache das Land in Wahrheit ziemlich anfällig.

In Ungarn betreibt man derzeit zwei Geschäfte, eines im Arena Plaza und eines am Ferenciek tere. In Polen ist man mit 54 Geschäften Marktführer, weitere Depandancen bestehen in Tschechien (19), Lettland (8) und Bulgarien (4). Seit 2001 ist das Unternehmen an der Londoner Börse im sogenannten „Alternativne Markt“ gelistet.

Auch Weltmarktführer Starbucks schielt bereits auf eine Lokalität in Budapests Haupteinkaufsstraße Váci utca, um ein Flagschiff-Store in Ungarn zu implantieren. Starbucks scheint indes weniger Probleme mit dem „korrupten“ Rumänien zu haben, man eröffnete dort kurz nach dem Marktstart vor einem Jahr drei weitere Geschäfte.

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EBRD will 2009 noch mehr in CEE investieren

22.11.2008 · Wirtschaft

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Entwicklungsbank legt eine Milliarde drauf

Die Europäische Entwicklungsbank (EBRD) will sich im Angesicht der drohenden Rezession zukünftig verstärkt in Osteuropa engagieren.

EBRD-Präsident Thomas Mirow kündigte für das Jahr 2009 Investitionen in Höhe von 7 Mrd EUR an, 1 Milliarde mehr als ursprünglich geplant. Das ist der höchste Investitionsbetrag seit Gründung der Organisation. Rund die Hälfte davon soll in Mittel- und Osteuropa eingesetzt werden. ERBD-Kredite werden meist als Ergänzungsfinanzierung zu Bankkrediten über die Hausbank gegeben, um die Kapitalausstattung für Firmengründer und Investionsprojekte zu verbessern. Gleichzeitig reduzieren die Banken damit ihr Ausfallrisiko.

“Die EBRD ist finanziell mehr als gut ausgestattet und wird daher auf die außerordentlichen Umstände entsprechend reagieren. Es geht neben der konkreten wirtschaftlichen Unterstützung auch darum, gemeinsam mit anderen internationalen Institutionen ökonomisches Vertrauen in die CEE-Region zu schaffen.“ sagte Mirow. Besonders im Fokus stehen 2009 neben den Staaten Ostmitteleuropas auch die Staaten des Westbalkans und des Kaukasus. Die EBRD ist an rund einhundert Partnerbanken in Europa beteiligt und Kreditgeber von weiteren 200 Finanzinstituten. Das Engagement der EBRD ergänzt das 25 Mrd. EUR-Hilfspaket der EU für strauchelnde Mitgliedsstaaten.

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Entlassungswelle in Ungarn

22.11.2008 · Wirtschaft

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Entlassungswellen in Ungarn

„In den nächsten Wochen ist mit der Entlassung von tausenden Arbeitern zu rechnen“, fürchtet Ungarns Wirtschaftsminister Gordon Bajnai.

Gleichzeitig kündigte der Minister auf einer Pressekonferenz am Samstag an, „gezielte Hilfen“ vor allem an kleine und mittelgroße Betriebe zahlen zu wollen, wenn diese auf Kündigungen verzichten. Die Ankündigung kam nach einer Sitzung des Parteipräsidiums der Regierungspartei MSZP. Für die kommenden Monate werde mit einer sehr „angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt“ gerechnet.

Nach bisherigem Kenntnisstand sind in der abgelaufenen Woche rund 1.760 Stellen, vornehmlich im Industriesektor, weggefallen, die Woche davor waren es bereits 1.400, davon allein 300 beim Autozulieferer Eybl. Nicht mit gezählt dabei sind Zeitarbeiter sowie Umstellungen auf Teilzeitarbeit bei teils erheblichen Lohneinbußen. Die EU-Mittel in Milliardenhöhe sollten genügen, um rund 100.000 Jobs zu schützen und bis zu 20.000 neue zu schaffen, meinte der Minister, Unternehmen mit 5-50 Angestellten seien bei der Förderung bevorzugt.

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Gazprom am Kauf von Fögáz interessiert

22.11.2008 · Wirtschaft

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Gazprom greift nach Fögáz

Der russische, staatlich kontrollierte Gasriese Gazprom zeigt offenbar großes Interesse bei der Rest-Privatisierung des ungarischen kommunalen Gasversorgers Fögáz zum Zuge zu kommen, berichtete die Népszabadság am Freitag.

Gazprom-Manager befänden sich demnach bereits in konkreten Gesprächen mit der Budapester Stadtverwaltung über den Erwerb eines Minderheitsanteils an der Fögáz. Co-Eigner ist der deutsche RWE-Konzern, der knapp unter 50% der Anteile am Unternehmen hält.

Gazprom sei zwar interessiert, liess aber gleich wissen, dass man sicher nicht Milliarden von Forint für eine Minderheitsbeteiligung bezahlen werde. Dies könne aber auch heissen, dass man – ganz nach Art des Haueses – lediglich bereit sei mittelfristig die Mehrheit der Anteile zu übernehmen, die derzeit noch Budapest gehören und auf ca. 270 Mio EUR geschätzt werden. Weder RWE, dass eigentlich ein Vorkaufsrecht für die Budapest-Anteile besitzt, noch Gazprom wollten die Vorgänge bisher kommentieren.

Főgáz erwartet für 2008 einen Umsatz von rund 195 Mrd HUF (ca. 730 Mio EUR) und einen Nachsteuergewinn von 6 Mrd. HUF.

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Schlag gegen Markenpiraterie in Ungarn

22.11.2008 · Wirtschaft

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Schlag gegen Markenpiraten in Ungarn

Der ungarische Zoll hat entdeckte bei einer Kontrolle nach einem Hinweis aus der Szene in einem Lager in Budapests 10. Bezirk, Tausende von gefälschten Markenschuhen. Die Zollbehörden schlugen zu, als die Ware von einem Lkw, der aus Hamburg kam, umgeladen wurden. Die minderwertige Ware war offenbar für einen einschlägigen Billigmarkt im gleichen Bezirk bestimmt, sagte der Sprecher des Zolls Jenö Sipos. Im Zusammenhang mit der Beschlagnahme wurden zwölf Personen vorläufig festgenommen.

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