(c) Pester Lloyd / 6 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Finanzamt Ungarn veröffentlicht "Liste der Schande"
04.02.2009 · Wirtschaft
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Liste mit Steuerschuldnern veröffentlicht
Halbjährlich veröffentlicht das ungarische Finanzamt, APEH, im Internet eine Liste mit den größten Steuerschuldnern des Landes. Die Liste wird von einem Budapester „Privatier“ namens Akkad Imad angeführt. Der Rekordhalter schuldet der APEH 5 Mrd. Forint (16,5 Mio EUR). An zweiter Stelle der als „Liste der Schande“ benannten Aufstellung, steht Zhou Hai Feng mit 1,1 Mrd. HUF. Der durchschnittliche Schuldenstand der aufgelisteten Einzelpersonen betrug 22 Mio HUF (rund 73.000 EUR). Insgesamt verlangt das Finanzamt von diesen Personen rund 250 Mio EUR aus 2007-2008 sagte der Chef des Hauses, János Szikora. Für dieses Jahr will man rund 6.000 tiefere Buchprüfungen durchführen. Unter den aufgelisteten Unternehmen führt die Budapester East-West Electronics Magyarország Kereskedelmi és Szolgáltató Kft, die fast 4 Mrd. HUF Außenstände angehäuft hat.
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Bosch schließt Werk in Ungarn
04.02.2009 · Wirtschaft
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Bosch schließt Werk in Ungarn
Aufgrund zurückgehender Bestellungen und dem anhaltenden Nachfragetief auf dem Hauptexportmarkt Deutschland, schließt Bosch sein Werk in Kecskemét. Von der Schließung der Fabrik, in der CD-Spieler für Autos hergestellt werden, sind rund 500 Stellen betroffen. Die Nachfrage sei um 60% gesunken, so Finanzchef Peter Dallos.
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Auch die Chemieindustrie entläßt Tausende
04.02.2009 · Wirtschaft
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Auch Chemieindustrie entläßt Tausende
Das börsennotierte, ungarische Chemieunternehmen Borsodchem hat die Belegschaft darüber informiert, dass bald 550 von ihnen ihren Job verlieren werden. Die Umsätze seien geringer als erhofft, die Auftragslage gebe wenig Grund zur Hoffnung. Insgesamt könnten letztlich bis zu 20% der Belegschaft entlassen werden.
Auch die ungarische Tochter der amerikanischen Chemiefirma Sanmina-SCI soll dem lokalen Arbeitsamt von Tatabánya die bevorstehende Entlassung von über 500 Arbeitern angekündigt habe. Der Manager des Werkes wollte dies jedoch noch nicht bestätigen. Sanmina hat schon im Herbst einige hundert Leute entalssen. Für die Amerikaner arbeiten mehrere tausend Menschen in den Werken in Miskolc, Székesfehérvár und Tatabánya.
Das Unternehmen erwirtschaftete im letzten Jahr knapp 400 Mrd. HUF Umsatz und gehört zu den Top 20 des Landes. Das „Sack-O-Meter“ des Nachrichtenportals index.hu, dass seit Ausbruch der Krise die offiziell annoncierten Stellenstreichungen vermerkt, steht mittlerweile bei über 23.000.
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REkord bei Firmenpleiten in Ungarn
04.02.2009 · Wirtschaft
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Neuer Rekord bei Firmenpleiten
Im Januar mussten 1.400 Unternehmen in Ungarn Insolvenz anmelden. Opten, ein Firmeninformationsdienst befürchtet 17.000-20.000 Firmenpleiten im Jahr 2009. „Es gibt keinen Zweifel, das ist der Beginn einer ganzen Serie von Liquidationen“, sagte Hajnalka Csorbai bei der Präsentation der Zahlen. 2008 gingen 11.500 ungarische Unternehmen in Konkurs, die meisten im November (1.166). Das Hauptroblem für das schnell Aus vieler Unternehmen liege bei der derzeitig schlechten Wirtschaftslage vor allem in der desaströs geringen Eigenkapitaldecke. Zudem seien viele Unternehmen oft zusehr auf ein einzelnes Produkt und eine fixe Kundschaft orientiert gewesen, was ihnen in Krisenzeiten die nötige Flexibilität nehme.
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Geschäftsklimaindex auf historischem Tiefststand
04.02.2009 · Wirtschaft
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Geschäftsklimaindex im Keller Der Geschäftsklimaindex, der die Stimmung in ungarischen Unternehmen wiedergibt, befindet sich derzeit mit –30,5 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit der ersten Messung. Dies sind nochmals 2,3 Punkte weniger als im Dezember; im Januar vergangenen Jahres befand sich der Index noch auf einem Stand von –9,7 Punkten. Lediglich im Einzelhandel wurde die Lage einigermaßen positiv beurteilt, während vor allem die Baubranche schweren Zeiten entgegen blickt. Auch der Konsumklimaindex befindet sich weiter im freien Fall. So sank dieser im Vergleich zum Dezember um 5,3 Punkte auf jetzt -66.1 Punkte.
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Ungarische Regierung versucht 100.000 Jobs zu retten
04.02.2009 · Wirtschaft
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Rettungspaket der Regierung für 100.000 Arbeitsplätze
Am Montag erklärte Ungarns Sozial- und Arbeitsministerin Erika Szücs ihre Strategie gegen die Krise und den damit verbundenen Einsatz von 36 Milliarden HUF der ungarischen Regierung. Für den Erhalt von 100.000 Arbeitsplätzen sollen 16 Milliarden HUF investiert werden, wobei 6 Milliarden HUF von der Nationalen Beschäftigungsagentur und die restlichen 10 Milliarden HUF über regionale Krisenfonds verteilt werden. Unternehmen können sich für die Arbeitsplatzunterstützung aus den Regionalfonds ab sofort bewerben, um den wirtschaftsschädigenden Ausfall der Arbeitsstunden in Folge der Kurzarbeit zu kompensieren.
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