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Deutsche Stadt verbietet Stolpersteine – Skandalöser Pakt zwischen AfD und CDU in Heidenau

AfD und CDU unterstützen Verbot der Holocaust-Gedenksteine im öffentlichen Raum der Stadt.

Heidenau. In der deutschen Stadt Heidenau wurde entschieden, die sogenannten Stolpersteine, die an die Opfer des Holocaust erinnern, aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Diese Entscheidung wurde von den Vertretern der AfD und CDU unterstützt und sieht vor, die Gedenksteine zukünftig auf dem Friedhof der Stadt zu platzieren. Der Vorschlag wurde im Stadtrat eingebracht mit der Begründung, dass viele Bürger diese Form des Gedenkens für nicht angemessen hielten.

Die Entscheidung stieß auf scharfe Kritik, insbesondere von der jüdischen Gemeinde und der deutschen Bildungsministerin Karin Prien. Prien bezeichnete die Verlegung der Stolpersteine als skandalös und betonte, dass das Gedenken an die Opfer des Holocausts nicht aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden dürfe. Sie erklärte: „Wer die Stolpersteine und die jüdischen Gedenkstätten aus dem öffentlichen Raum auf den Friedhof verbannt, stellt den Tod vor das Leben und macht die jüdischen Menschen erneut unsichtbar.“

Die Stolpersteine, kleine Messingplatten, die vor den letzten Wohnorten der NS-Opfer in den Boden eingelassen sind, sollen laut den Befürwortern des Verbots nicht mehr auf öffentlichen Gehwegen liegen, um zu verhindern, dass Menschen auf sie treten. Kritiker, darunter die Holocaust-Überlebende und Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in München, Charlotte Knobloch, sehen darin jedoch einen Versuch, das sichtbare Gedenken aus dem Alltag zu entfernen. Knobloch zeigte sich schockiert darüber, dass eine demokratische Partei die AfD in dieser Angelegenheit unterstützt.

Die Diskussion um die Stolpersteine ist Teil einer größeren Debatte in Deutschland über den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und das öffentliche Erinnern. Die Entscheidung in Heidenau könnte Signalwirkung für andere Städte haben, die ähnliche Diskussionen führen. Seit den 1990er Jahren sind die Stolpersteine in vielen europäischen Ländern als Form des Gedenkens etabliert und werden meist durch Spenden finanziert.

Charlotte Knobloch, die selbst keine Befürworterin der Stolpersteine ist, betonte die Bedeutung einer dezentralisierten Erinnerungskultur, die den öffentlichen Raum durchdringt und formt. Diese Form des Gedenkens zwingt die Menschen, über die Geschichte der Orte nachzudenken, an denen sie sich befinden.

Die Vorkommnisse in Heidenau sind besonders sensibel, weil die CDU sich hierbei von der AfD zu durchaus als antisemitisch zu bezeichnenden Taten verleiten lässt – die Argumentation dass man nicht wolle „dass auf die Opfer getreten wird“ ist als zynisches Feigenblatt zu verstehen.

Die Rechtsextreme AfD hat nach entscheidenden Wahlsiegen in Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg ihre ohnehin demagogische Sprache und Agitation nochmal bestärkt – kurz nach dem Wahlsieg kursierte ein Interviewausschnitt des Spitzenkandidaten Siegmund in dem dieser verlautbarte dass die AfD für eine zukünftige „Remigration“ „dem entsprechende Hilfsmittel“ benötigen werde – als Antwort auf die Frage eines Journalisten zur Position von Waffenproduktion im Land.

Quellen: Telex, 444
Photo: Stolpersteine – Dr. Bernd Gross / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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cisleithanien_melancholiker
cisleithanien_melancholiker
7 Tage zuvor

Die Begründung, man wolle nicht, dass auf die Opfer getreten wird, ist so durchsichtig wie einst die argumente der k.u.k. Bürokratie, wenn sie unbequeme Erinnerungen in Akten begrub – nur dass man damals wenigstens noch wusste, dass man log.

Willi
Willi
6 Tage zuvor

Hetze es geht nur darum dass man nicht auf den Namen herumtrampelt und spuckt.Alternativ soll ein Denkmal für die Opfer errichtet werden.

Willi
Willi
6 Tage zuvor

Hetze es geht nur darum dass man nicht auf den Namen herumtrampelt und spuckt.Alternativ soll ein Denkmal für die Opfer errichtet werden.

István
István
3 Tage zuvor
Antwort auf  Willi

Natürlich – und der Zitronenfalter faltet Zitronen. Stolpersteine sind weit über das heutige Deutschland hinaus ein gängiges Mittel an die Opfer der alten Nazis zu erinnern. Den heutigen Nazis gefällt das nicht und das Gedenken soll einfach aus dem Leben der Menschen verschwinden, weit weg in eine Ecke des Friedhofs. Dann fällt auch niemandem mehr auf, wenn darauf gespuckt wird.

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