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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 20/2009

(c) Pester Lloyd / 20 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Präsident gegen Balaton-Flughafen

12.05.2009 · Wirtschaft

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Präsident gegen Balaton-Flughafen

Der ungarische Präsident spricht sich gegen die Errichtung eines neuen Flughafens bei Veszprém aus. Auf einer ehemaligen Militärbasis will ein Konsortium einen Umschlagplatz für Luftfracht errichten. Eine Umwidmungsgenehmigung liegt seit drei Jahren vor. Die Gegner des Projektes meinen aber, dass dadurch der Naturpark nördlich des Balatons, aber auch die Erholungsqualität am Balaton durch Fluglärm und Kerosin gefährdet sei. Ferihegy bzw. Wien seien nicht so weit entfernt, als dass ein Flughafen in Szentkirályszabadja notwendig sei. Dieser Meinung schloss László Sólyom nun bei einem Besuch des Gebietes an und sagte, dass man „Ungarns Werte“, so wie den Balaton, schützen müsse. Die Bauarbeiten für das Großprojekt haben jedoch seitens der Budawest Airport bereits begonnen.

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0920hilfsfonds

12.05.2009 · Wirtschaft

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Hilfsfonds gegen Zwangsräumungen in Ungarn

Ein weiterer Krisenfonds wird in Ungarn notwendig. Die Regierung beschloss die Einrichtung eines Hilffonds, um Zwangsräumungen von Familien zu verhindern. Viele Familien können ihre Kreditraten nicht mehr bezahlen, wegen Arbeitslosigkeit oder weil die Kosten für die noch kürzlich beliebten Fremdwährungskredite aufgrund des Kursverfalls des Forint stark gestiegen sind. Sozialminister László Herczog will verhindert, dass Familien auf die Strasse gesetzt werden. „Möglicherweise verlieren sie das Eigentumsrecht an der Immobilie, aber sie können in der Wohnung bleiben und diese mieten.“ umreißt er das Programm. Details werden aber noch von einer Arbeitsgruppe aus Regierung, Banken und Rechtsexperten erarbeitet.

siehe auch: Konsumrausch mit Kater

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0920mode

12.05.2009 · Wirtschaft

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Modekette zieht sich aus Ungarn zurück

Das Nürnberger Modeunternehmen mister*lady GmbH, „das in den vergangenen Jahren genauso wie seine Mitbewerber auf die großen Verheißungen des osteuropäischen Marktes gesetzt hat“, muss nun dem rasanten Abschwung in der Region Rechnung tragen. Wie das Unternehmen mitteilt, werde man sich aus dem ungarischen Markt zurückziehen und alle acht Stores in dem Land schließen, meldet ein Branchendienst. Sowohl die sinkende Nachfrage als auch die Abwertung der Währung werden als Hauptgründe für den Rückzug genannt.

„Unsere Unternehmensstrategie sieht vor, sich von unrentablen Stores konsequent zu lösen“, sagte Firmenchef Beran dazu. Weitere Versuche in Osteuropa plane man vorerst nicht, man werde sich nun wieder „vermehrt dem heimischen Markt zuwenden“. 20 neue Stores sollen in Deutschland und Österreich bis zum Ende des Jahres eröffnet werden. mister*lady betreibt aktuell ein Filialnetz von 253 Geschäften.

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0920richter

12.05.2009 · Wirtschaft

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Pharmafirma Richter mit guten Zahlen

Ungarns führender Pharmahersteller hat gute Quartalszahlen vorgelegt. Das ist auch insofern interessant, da das Unternehmen neben MOL, OTP und Magyar Telekom zu den Zugpferden des BUX, des Aktienindex´ der Budapester Börse zählt. Die Verkäufe auf dem Heimmarkt legten um 15% zu, die Gesamtumsätze stiegen auf über 10 Milliarden Forint. Richter konnte seine Exporte in die USA verdoppeln. Der Aktienwert des Unternehmens hat in der „Bärenmarktrallye“ der letzten Wochen fast 40% zugelegt. Aber selbst jetzt schätzen Experten, wie z.B. die der ERSTE noch Potential nach oben.

dazu: Wenn schon CEE-Aktien, dann Pharma

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0920emfesz

13.05.2009 · Wirtschaft

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Emfesz-Chef achtkantig rausgeflogen

Die DF-Gruppe, Besitzer, bzw. über die Mabofi Ex-Besitzer des ukrainisch-ungarischen Gasversorgers Emfesz, hat mit sofortiger Wirkung ihren Vorstand István Góczi entlassen. Grund ist sein „betrügerischer“ Transfer der Unternehmensaktien an die in der Schweiz notierte RosGas. Ob der Deal rückgängig gemacht werden kann oder muss, prüfen derzeit die Gerichte in der Schweiz, Zypern und Ungarn, teilt das Unternehmen mit.

Siehe dazu unseren Beitrag: Gangster im Gasdunst

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Schon wieder Steuerpläne: Immobilien

13.05.2009 · Wirtschaft

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Schon wieder Steuerpläne in Ungarn: Immobilien

Die massiven Änderungen bei Mehrwert-, Einkommens- und Unternehmenssteuern bzw. -abgaben sind noch nicht richtig in trockenen Tüchern, da sickern schon die ersten Skizzen für weitere Modifikationen für 2010 durch. Vor allem die schon seit Jahren ausgeschwitzte Immobiliensteuer soll dann Realität werden. Diese soll sich nach dem Wert der Immobilie richten. Rentner sollen zwar von der Steuer befreit werden, Erben dürfen dann aber nachzahlen. Befreit werden auch Kirchen- und, oh Wunder, Staatsbesitz. Auch die Bemessungsgrenze, ab welcher der untere Einkommenssteuersatz wirksam wird, soll von derzeit 1,9 auf dann 5 Millionen Forint im Jahr angehoben werden, was fast eine steuerpolitische Revolution darstellte, die zu finanzieren aber etliche Fragezeichen aufwirft. Auch soll der Eingangssteuersatz dann von 18 auf 17% fallen. Bereits in der ersten Juniwoche sollen die Pläne in den Parlamentsausschüssen beraten und konkretisiert werden.

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