Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

UN-Kinderhilfswerk kommt nach Ungarn: UNICEF errichtet Service-Zentrum in Budapest

(c) Pester Lloyd / 07 – 2015 NACHRICHTEN 11.02.2015

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF wird ein großes Dienstleistungszentrum in Budapest errichten, von wo aus „eine breites Spektrum Finanz- und Personaloperationen weltweit gesteuert“ werden sollen, teilt UNICEF mit. Dazu gehören die Lohnabrechnungen, Schulungs- und Einsatzsteuerung, Personalplanung sowie das IT-Helpdesk.

Das Zentrum soll dazu beitragen, die Arbeit „effizienter und kostengünstiger“ zu machen. Ungarn fühle sich „geehrt“, sagte Staatssekretär für Sicherheitspolitik und Internationale Zusammenarbeit, Mikola, die Regierung „bekenne sich zu den edlen Zielen der UNICEF“, man selbst tue alles „um die Rechte der Kinder zu schützen und einen gesunden Lebensstandard sicherzustellen“. Eine zynische Aussage angesichts eines Anwachsen der Armut im Lande um 500.000 Menschen binnen drei Jahren auf 3,6 Mio. bzw. 36% der Bevölkerung sowie Zehntausenden Kindern, die hungern oder nicht adäquat ernährt werden. Hier mehr dazu.

UNICEF begründet die Entscheidung für Budapest, das sich gegen 20 Mitbewerber und zuletzt gegen Prag und Kuala Lumpur durchsetzte, mit den „relativ geringen Kosten“, einer „robusten Infrastruktur“ und „hoch qualifizierten Fachkräften“. Jeder Dollar, den man sparen könne, kann Kindern helfen. Zur Situation der Kinder in Ungarn ging man im offiziellen Statement mit keinem Wort ein. Neben UNICEF betreiben bereits das Ernähungs- und Landwirtschaftsprogramm der UNO und das Hochkommissariat für Flüchtlinge in Budapest ein derartiges globales Servicecenter.

Die ungarische Regierung freut sich mit der UNICEF zudem über 350 neue Arbeitsplätze, von denen 85% aus Ungarn kommen. UNICEF selbst spricht hingegen von 200 Mitarbeitern, rund die Hälfte davon aus Ungarn. Die Regierung kaufte der Organisation ein Gebäude in der Wesselényi Straße im VII. Bezirk und stellt dies zur kostenlosen Nutzung bereit, auch für die Betriebskosten gibt es Zuschüsse.

Titelseite der aktuellen Pester-Lloyd-Wochenzeitung

Neu · Jeden Freitag als PDF

Der Pester Lloyd als Wochenzeitung – wie früher am Kiosk, nur digital

Ausgabe 10.–16. August 2026, 15 Seiten im großen Zeitungsformat. Darin unter anderem:

• Sziget, Tag drei – Florence, Staub und ein Ermittlungsverfahren• András Baka vereidigt – ein Präsident für den demokratischen Wiederaufbau

Zeitung ansehen – 2,50 €

In eigener Sache – Ihr Kauf unterstützt unabhängigen Journalismus ohne Paywall.

0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
© Alle Inhalte Copyright 2026 Pester Lloyd
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x