(c) Pester Lloyd / 44 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ein Plus, aber kaum Erholung im ungarischen Außenhandel
31.10.2009 · Wirtschaft
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Ein Plus, aber kaum Erholung im ungarischen Außenhandel
Ungarns Außenhandelsbilanz wies im August für das Jahr 2009 einen Überschuss von 2.84 Mrd EUR aus. Das geht aus den revidierten Aufstellungen des Statistischen Zentralamtes in Budapest hervor. Demnach kamen allein im August nochmals 254 Mio EUR aus der Differenz von Ex- und Importen hinzu. Was gut für die Zahlungsbilanz sein mag, ist gleichzeitig ein anhaltend schlechtes Signal für die reale Wirtschaft. Bedeutet es doch, dass die Importe immer noch stärker sinken als die Exporte. D.h. es wird zwar halbwegs noch bzw. wieder produziert, die Einkäufe, vor allem von Investitionsgütern haben sich aber noch nicht spürbar erholt. Exporte gingen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20.3%, Importe um 27% zurück. Am schlimmsten war der Rückgang bei Importen allerdings im April mit 31,4%.
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Ungarischer Zentralbank stehen verlustreiche Jahre bevor
31.10.2009 · Wirtschaft
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Ungarischer Zentralbank stehen verlustreiche Jahre bevor
Die ungarische Nationalbank (MNB) konnte in den ersten drei Quartalen des Jahres einen Gewinn von 75 Milliarden Forint (ca. 274 Mio EUR) erwirtschaften, über den sich aber weder die Zentralbanker noch der Finanzminister lange freuen werden. Zum Jahresende werden diese Gewinne nämlich auf 36 Milliarden geschrumpft sein, im Jahr 2010 wird sogar ein Verlust von nicht unbedeutenden 126 Milliarden Forint erwartet. Grund für diese Entwicklung sind die Währungsdifferenzen aus älteren Fremdwährungs-Anleihen, die die Bank verwaltet und die in den nächsten zwei Jahren fällig werden. Außerdem war die Zentralbank in währungstechnisch denkbar ungünstigen Zeiten gezwungen, die Devisenreserven aufzustocken, auch für die Auszahlung o.g. Bonds. Noch 2011 wird dieser Effekt mit einem Minus von rund 80 Mrd. Forint zu Buche schlagen, ab 2012 hofft man, zumindest wieder ein ausgeglichenes Ergebnis vorweisen zu können.
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Ungarische Plakate in Amerika
06.11.2009 · Kultur
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Ungarische Plakate in Amerika
Das Museum der „American Hungarian Foundation“ in New Brunswick im Bundesstaat New Jersey zeigt noch bis zum 3. Januar 2010 eine Ausstellung mit historischen ungarischen Plakaten aus der Sammlung von Andre Farkas. Unter dem Titel „Magyar Grafika“ werden Propaganda- und Werbeplakate gezeigt, auch Annoncen, Kinoankündigungen und anderes aus der Zeit von 1910 bis zu den 80er Jahren. Die 75 Objekte stammen teils von den berühmtesten Grafikgesaltern, teils sind sie einfach kuriose Produkte der jeweils vorherrschenden Zeitmoden und Ideologien. Illustriert wird diese Zeitreise auch durch Handzettel und Briefmarken wie Briefumschläge. Unter den Ausstellungsstücken aus dem 20. Jahrhundert sind u.a. Werke von József Rippl-Rónai, Gyula Benczúr und Pál Szinyei Merse, Róbert Berény und andere. Andre Farkas war ein Radrennfahrer, der in der Zeit nach dem missglückten Volksaufstand von 1956 in die USA emigrierte. Zur Webseite der American Hungarian Foundation
http://hstrial-pfazekaz.homestead.com/
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Weltwissenschaftsforum in Budapest eröffnet
06.11.2009 · Forschung
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Weltwissenschaftsforum in Budapest eröffnet
Zur Zeit läuft in Budapest das vierte Weltwissenschaftsforum, eine Veranstaltung, in der nicht Wissenschaftler miteinander tagen, sondern sich hauptsächlich mit der Welt der Politik vernetzen wollen, um zukünftige Herausforderungen besser meistern zu können. Der ungarische Präsident László Sólyom eröffnete die dreitätige Veranstaltung am Donnerstag. „Solche Foren sind im 21. Jahrhundert besonders wichtig, weil wir uns globalen Herausforderungen wie die Energiekrise und dem Klimawandel zu stellen haben.“, sagte er in seiner Eröffnungsrede. Der Chef der Akademie der Wissenschaften, József Pálinkas sagte, dass es wichtig sei, die Ergebnisse und ethischen Hintergründe wissenschaftlicher Erkenntnisse politischen Entscheidungsträgern nahe zu bringen. „Die Wissenschaften müssen lokalen wie globalen Entscheidungsträgern auf jede Weise helfen,“ sagte der Präsident der Akeademie und bemängelte auch die häufig fehlende Professionalität im Umgang mit den Medien. Das Weltwissenschaftsforum in Budapest findet seit 2003 jedes zweite Jahr statt, in diesem nehmen über 700 Wissenschaftler, Politker und andere aus 92 Ländern daran teil.
Interessierte können sich auf dieser Seite http://www.sciforum.hu/ u.a. eine Live-Übertragung des Kongresses anschauen.
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