(c) Pester Lloyd / 16 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Tesco umsatzstärkster Lebensmittlehändler in Ungarn
23.04.2010 · Nachrichten
Tesco umsatzstärkster Lebensmittelhändler in Ungarn
Der britische Lebensmittelhandelskonzern Tesco erreichte, nach einer Aufstellung des Marktforschungsinstitutes Nielsen, im Lebensmittelhandel in Ungarn 2009 den höchsten Marktanteil. Die Briten machten ihren 176 Standorten einen Umsatz von 638,4 Milliarden Forint (ca. 2,42 Mrd. EUR). Auf Platz Zwei folgt die in ungarischen Händen befindliche CBA-Kette (547,5 Mrd. Ft.) in über 3.000 Geschäften und auf Platz Drei Coop mit 510 Mrd. Forint in 5.250 Verkaufsstellen. Danach folgen Spar mit 397,4 Mrd und Real mit 358 Mrd Forint. Bei den Discountern heißt die Reihenfolge Lidl, Penny, Aldi und Profi, die zusammen 430 Milliarden Forint umsetzten. Wieder Strafe für Tesco in Ungarn wegen unfairen Wettbewerbs (Apr 2010)
Wettbewerbsstrafe gegen Vodafone Ungarn
23.04.2010 · Nachrichten
Mit einer relativ hohen Strafe hat die ungarische Wettbewerbsaufsicht GVH den Mobilfunkanbieter Vodafone Ungarn belegt. 40 Millionen Forint (150.000 EUR) muss die ungarische Tochter des britischen Telekomkonzerns bezahlen, weil es Kunden mit einem mobilen Gewinnspiel in die Irre gefphrt haben soll. Man verschickte in einer SMS ein Gewinnspiel, bei dessen Teilnahme Gewinne wie Sommerreisen oder Ferienhäuser am Balaton winkten. Die GVH bemängelt, dass es Vodafone unterlassen habe, die Kunden gleich darauf hinzuweisen, dass man sich zuerst mit persönlichen Daten registrieren muss, um überhaupt eine Gewinnchance zu haben. Etliche Kunden hätten daher das Spiel angenommen, ohne eine Gewinnchance zu haben, so GVH.
Parteien gaben 6 Mio EUR für Wahlkampf aus
23.04.2010 · Nachrichten
Ungarische
Die Berichte über die von den Parteien eingesetzten Geldmittel für den ungarischen Wahlkampf sind mit viel Vorsicht zu genießen. Das Gesetz über die Parteienfinanzierung ist ein löchriger Käse, die Erfassungsmethoden und erst recht die Kontrollmöglichkeiten sind ein echter und schlechter Witz. Dennoch versuchte sich die Tageszeitung Népszabadsag an einer Auflistung und kam zu folgenden Zahlen: Die MSZP hat demnach 652 Millionen Forint (ca. 2,5 Mio EUR) aufgewandt, um 19,3% der Wählerstimmen einzufahren, Wahlsieger Fidesz schaffte es mit 485 Mio Forint (1,83 Mio EUR) auf 52,3%.
PESTER LLOYD DOSSIER Wahlen Ungarn 2010
Der Haken dabei, offiziell erlaubt wäre pro Partei nur die Obergrenze von 386 Mio Forint. Das MDF setzte 170 Mio Forint in den Sand, Jobbik kam mit 150 Mio Forint auf fast 17%, die Grünen LMP mit 104 Mio Forint auf 7,4%. Insgesamt sollen die angetretenen Parteien 1,6 Milliarden Forint (also ca. 6 Mio EUR) eingesetzt haben. Die Zahlen stammen allerdings nicht von den Parteien selbst, sondern von der Webseite kepmutatas.hu, einer Initiative von Transparency International, Freedom House und dem Eötvös Károly Institut.
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