(c) Pester Lloyd / 25 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Slowakei und Tschechien beim BIP vor Ungarn
21.06.2010 · Nachrichten&
nbsp; 24.06.2010
Slowakei und Tschechien beim BIP vor Ungarn
Die in Ungarn erbrachte – und offiziell in die Statistik eingeflossene – Wirtschaftsleistung pro Kopf betrug im Jahre 2009 63% des EU-Schnitts. Das ergeben die Daten, die Eurostat, die Statistikbehörde der Europäischen Union jetzt vorlegte. Damit bewegt sich Ungarn noch knapp vor Polen (61%), aber deutlich hinter der Slowakei mit 72% sowie Tschechien, wo bereits 80% erreicht werden. An der Tabellenspitze dieser Wertung liegt Luxemburg mit atemberaubenden 268%, wobei zwei Faktoren hier für etwas verschobene Verhältnisse sorgen, zum einen die hohe Zahl von Pendlern aus dem Ausland, die zwar nicht als Person zählen, die von ihnen erbrachte Wirtschaftsleistung aber auf die Einheimischen mit umgelegt wird, zum zweiten die Erträge von Fonds, Stiftungen etc., deren Geldgeber bzw. Eigner ebenfalls im Ausland sitzen. Den größten Sprung zum Vorjahr konnte Irland machen und hält nun bei 131%, Bulgarien bildet das Schlusslicht innerhalb der 27 EU-Mitgliedsstaaten mit 41%.
Einzelhandelsumsätze in Ungarn sinken wieder stärker
21.06.2010 · Nachrichten&
nbsp; 24.06.2010
Einzelhandelsumsätze in Ungarn sinken wieder stärker
Die Schwäche des ungarischen Einzelhandels verstärkt sich wieder, ein Zeichen, dass die Einkommens- und Stimmungslage im Land sich nicht verbessert. Im April ging das Volumen der Einzelhandelsumsätze im Vergleich zum Vorjahr, in dem auch schon eine krisenbedingte Flaute herrschte, nochmals um 5% zurück, der Rückgang im März betrug 4%. Von Monat zu Monat ergibt sich damit – saison- und kalenderbereinigt – ein Minus von 0,8%. Von Januar bis April 2010 gaben die Ungarn somit 4,7% weniger Geld im Einzelhandel aus als vor einem Jahr. Der Verkauf von Fahrzeugen und Autoersatzteilen, der nach EU-Richtlinie, nicht in die Einzelhandelsstatistik einfließt, ging um knapp 30% auf Jahresfrist zurück, obwohl er vor einem Jahr bereits um 41% einbrach.
Jeder Dritte in Ungarn hat finanzielle Sorgen
21.06.2010 · Nachrichten&
nbsp; 24.06.2010
Jeder Dritte in Ungarn hat finanzielle Sorgen
Laut einer Umfrage des Institutes Eurobarometer haben ein Drittel der Ungarn permanent finanzielle Probleme. Damit liegt das Land im unteren Drittel der europäischen Skala. Schlusslicht ist derzeit Griechenland, wo 58% der Befragten Angaben, große Schwierigkeiten zu haben, ihren monatlichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Am entspanntesten geht es danach den Niederländern, wo nur 4% häufig klamm sind und sich finanzielle Sorgen machen. László Andor, der für Sozialpolitik zuständige EU-Kommissar aus Ungarn sieht, auch angesichts dieser Umfrage, die Armut in Europa wachsen, er finde es beängstigend, „dass ein wachsender Teil der europäischen Bevölkerung von der Hand in den Mund leben muss…“. Die EU hat, auch unter seiner Federführung, in der letzten Woche ein Programm verabschiedet, dass in den nächsten zehn Jahren bis zu 20 Millionen Menschen dauerhaft aus der Armut führen soll.
Ungarischer Außenminister in den USA – Rückruf hoher Diplomaten
21.06.2010 · Nachrichten&
nbsp; 24.06.2010
Ungarischer Außenminister in den USA – Rückruf hoher Diplomaten
Am Donnerstag traf der neue ungarische Außenminister János Martonyi zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Washington ein. Im Mittelpunkt der Reise steht ein Treffen mit seiner amerikanischen Amtskollegin Hillary Clinton, daneben werden auch Gespräche mit einer Reihe von Senatoren geführt werden. In einer Aussendung spricht das Außenministerium davon, dass Ungarn den „transantlantischen Dialog“ pflegen will, ein Parlamentariertreffen beider Länder während der EU-Ratspräsidentschaft Ungarns in der ersten Hälfte 2011 vorbereitet sowie mit Energieminister Richard Morningstar Fragen der Energiesicherheit (Nabucco etc.) bespricht. Auch wenn Martonyi behauptet, die US-Regierung habe den Wahlsieg seiner Partei begrüßt, da nun politische Stabilität hergestellt werden könne, dürfte er sich einige bohrende Fragen nach der Investitionssicherheit (Stichwort: Sláger Rádió) gefallen lassen. Ebenfalls in dieser Woche, kündigte das ungarische Außenministerium an, ein gutes Dutzend hoher Diplomaten des Landes zu Ende Juli nach Budapest zurückzurufen. Darunter befinden sich u.a. die UN-Botschafterin und der Generalkonsul in Washington sowie weitere strategisch wichtige Botschafterposten, die nun wahrscheinlich mit parteitreuen Beamten besetzt werden.
Suche nach Standort für NATO-Radar in Ungarn geht weiter
21.06.2010 · Nachrichten&
nbsp; 24.06.2010
Suche nach Standort für NATO-Radar in Ungarn geht weiter
Der ungarische Verteidigungsminister hat eine baldige Lösung für das Problem der Errichtung eines NATO-Radars in Ungarn angekündigt ohne einen brauchbaren Vorschlag zu präsentieren. Bereits zweimal waren die ausgesuchten Standorte am Protest von Anwohnern und Naturschützern gescheitert, zuletzt sollte die Radaranlage auf dem Pécser Hausberg, Tubes, errichtet werden, was der dortige Bürgermeister für eine medienwirksame Kampagene zu Gunsten seiner nationalkonservativen Partei nutzte. Nun sollen, so Verteidigungsminister Csaba Hende, ebenfalls Fidesz, „Sicherheitsaspekte“ den Ausschlag für einen neuen Standort geben. „vom technichscn Standpunkt her“, so Hende, sei der Berg Zengö, der höchste Punkt im südlichen Landesteil, besonders geeignet. Dieser war auch die erste Wahl der sozialisten Regierung, doch der Berg liegt mitten in einem Nationalpark. Auf dem Tisch liegt ein weiterer Vorschlag. Das Radar wird nicht in Ungarn, sondern Slowenien errichtet, Ungarn entschädigt das Land für die Kosten. Der Minister sieht hierin sowohl Vor- als auch Nachteile, „die Sicherheit des Landes steht bei der Entscheidungsfindung über allem“, meint er.
Non-Profit als Gewinn für alle
24.06.2010 · Gesellschaft
Non-Profit als Gewinn für alle
Eine Bürgernacht in Budapest am 26. Juni
Am Samstag, den 26. Juni 2010 findet in Budapest erstmals die so genannte Non-Profit-Night (auf Ungarisch: Civilek Éjszakája, also Bürgernacht) statt. Mit der Initiative möchten sich die vielen gemeinnützigen Organisationen in und um Budapest der Öffentlichkeit präsentieren. Sie wollen auf ihr vielseitige, engagierte Arbeit aufmerksam machen und die Menschen für ihre Ziele begeistern und gewinnen. Die Liste der Teilnehmer ist lang und reicht von bekannten, internationalen Namen wie WWF über die ungarische Vereinigung „FairTrade“, die für eine Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen und eine nachhaltigen und fairen Entwicklung moderner Industriestaaten eintritt, bis hin zu kleineren Projekten wie der „Humana“, einer Zeitschrift von jungen Leuten zu Menschenrechtsthemen. Die lange Nacht der Non-Profits beginnt zwischen 17 und 18 Uhr. Dann erwarten die Organisationen die Besucher in ihren Zentren, auf der Straße und an bekannten Plätzen wie dem Szabadság tér. Hier informiert zum Beispiel Amnesty International über weltweite Menschenrechtsthemen und mit etwas Glück kann man sogar passend zur völkerverbindenden Fußball-WM eine „Amnesty-Vuvuzela“ gewinnen. Ideengeber und Organisator der Non-Profit-Night ist die gemeinnützige Kulturvereinigung „Kurfli“ (auf Ungarisch: Kurfli Közhasznú Kulturális Egyesület), die den neugierigen Besuchern einen spannenden Abend und eine nicht minder bunte Nacht verspricht. Detaillierte Informationen zu allen teilnehmenden Organisationen und ihren Programmen findet man auf der offiziellen Homepage: www.kurfli.hu/civilekejszakaja
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