(c) Pester Lloyd / 3 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Autohändler in Ungarn hoffen auf Erholung 2011 erwartet
18.01.2011 · Wirtschaft
Autohändler in Ungarn hoffen auf Erholung 2011
Nachdem Rückgang der PKW-Neuzulassungen in Ungarn um 27 % auf 43 000 Neuwagen im letzten Jahr, hofft die ungarische Vereinigung der Fahrzeugimporteure in 2011 nun auf eine Steigerung der Verkaufszahlen. Laut dem Vorsitzenden der Vereinigung, Erdélyi, wurden 65 bis 70 Prozent der Fahrzeugkäufe im vergangenen Jahr von gewerblichen Kunden getätigt, während die privaten immer weiter vom Markt verschwinden. (was vor allem mit dem Rückgang der vor der Krise oft fahrlässig vergebenen Fremdwährungskredite zur Finanzierung zusammenhing).
Die meistgekauften Marken im Jahr 2010 waren Opel, Volkswagen und Ford, gefolgt von japanischen Herstellern. Unerwartet waren die deutlichen Umsatzrückgänge von Suzuki, der als „ungarischer Produzent“ jahrelang Marktführer war. Hier hatten die Abschaffungen der Finanzierungen für kleine Autos und die schwindende Anzahl privater Käufer die stärksten Auswirkungen. Die Schwächung der Autoindustrie verlief in Ungarn überproportional zu der in der restlichen EU, was Erdély auf das Ende der Abwrackprämienzahlungen zurückführt. Er hofft, dass sich die Verkaufszahlen in 2011 nun wieder auf dem Level von 2009 einpendeln werden und erwartet insgesamt 55 000 bis 58 000 Neuregistrierungen und 12 000 verkaufte Nutzfahrzeuge, sowie eine Steigerung im Verkauf großer Nutzfahrzeuge und Motorräder.
Kodály Zentrum zukünftig vom ungarischen Staat finanziert
18.01.2011 · Kultur
Kodály Zentrum zukünftig aus Staatshaushalt finanziert
Der Bürgermeister von Pécs verkündete am Freitag, dass die ungarische Regierung der Bereitstellung von Finanzmitteln für das Kodály Zentrum zugestimmt hat. Damit ist die seit ihrer Eröffnung im Kulturhauptstadtjahr finanziell in der Luft hängende Institution vorerst gerettet. Das 21,6 Mio. Euro teure Zentrum wurde letztes Jahr im Rahmen der Ernennung von Pécs zur europäischen Kulturhauptstadt gebaut und soll eine der „wichtigsten kulturellen Einrichtungen des Landes“ werden. Es wurde nach dem ungarischen Komponisten, Musikpädagogen und Volksliedforscher Zoltán Kodály benannt, zu dessen 128. Geburtstag auch die Eröffnung stattfand. Insgesamt will die ungarische Regierung 700 Mio. Forint (2,5 Mio. Euro) jährlich für den Betrieb des Zentrums bereitstellen. Damit wird erstmals eine größere Kultureinrichtung außerhalb Budapests direkt vom Staat finanziert.
Gewerkschaft kämpft weiter gegen Rentengesetz in Ungarn
18.01.2011 · Wirtschaft
Gewerkschaft kämpft weiter gegen Rentengesetz
In einem Schreiben an das Verfassungsgericht hat die Gewerkschaft der chemischen Industrie, VDSZ, das neue Gesetz zu den privaten Rentenfonds als eine Verletzung der Menschenwürde, des Schutzes persönlicher Daten und des Rechts auf Selbstbestimmung bezeichnet. In dem Brief wir das Gericht zur unmittelbaren Prüfung des Gesetzes, sowie zu dessen Nichtigkeitserklärung gebeten. Begründung dafür ist vor allem die Regelung, dass die Mitglieder des privaten Pensionsfonds zum Verbleib in diesem persönlich bei der Zentralverwaltung der nationalen Rentenversicherung erscheinen müssen und zwar bis Ende Januar, was von Gewerkschaftspräsident Tamás Székely als Maßnahme zur Behinderung der freien Entscheidung interpretiert wird. So wurde in jüngsten Meldungen bekannt, dass es im Ausland lebenden Ungarn dadurch teilweise nicht möglich war, ihren Wunsch zum Verbleib in der privaten Rentenkasse darzulegen. Es besteht zwar die Möglichkeit, die Erklärung an einer ungarischen Botschaft im Ausland einzureichen, jedoch nur zusammen mit einem Nachweis über ein aktuelles Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis, so dass den Bürgern ohne ein solches die Möglichkeit entzogen wird. Luisa Stock
Weitere Informationen zum Rentengesetz:
Rentner am Staatstropf http://www.pesterlloyd.net/2010_47/47rentenreform/47rentenreform.html
Reaktionen zum neuen Rentengesetz in Ungarn http://www.pesterlloyd.net/2010_47/47reaktionen/47reaktionen.html
Ungarischer Präsident zu Besuch in London
18.01.2011 · Politik
Der ungarische Präsident Pal Schmitt war von Sonntag bis Montag zur Eröffnung einer Reihe kultureller Veranstaltungen zu Ehren von Ungarns Ratspräsidentschaft nach London eingeladen. Am Sonntagabend war er Ehrengast bei einem Konzert des Budapester Festival Orchesters mit dem britischen Pianisten Stephen Hough unter der Leitung von Iván Fischer (Foto, links neben Schmitt) in der Royal Albert Hall. Mit dem Konzert soll gleichzeitig die internationale Veranstaltungsreihe anlässlich des Lisztjahres zum 200. Geburtstag von Franz Liszt eröffnet werden. Vor dem Konzert fand in der ungarischen Botschaft eine Zusammenkunft von Schmitt mit verschiedenen Repräsentanten ungarischer Institutionen in Großbritannien statt. Schmitt hielt dabei wieder einen seiner Vorträge über die Inhalte der neuen Verfassung, die Bedeutung der gesamten ungarischen Nation. Außerdem umriss er die Prioritäten der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft, insbesondere der Stärkung der Menschen- und Minderheitenrechte und der regionalen Zusammenarbeit, der Weiterverfolgung der Donaustrategie und der Romaintegration. Foto: KEH Mehr zum Thema:
Ungarn bilanziert 2,6 Mrd. EUR Nettotransfers aus der EU
19.01.2011 · Wirtschaft
Die Nettotransfers der Europäischen Union an Ungarn erreichten 2010 2,615 Milliarden Euro und damit rund 2,4 des BIP. Allein im letzten Quartal konnte das Land 646 Millionen Nettozuflüsse aus Brüssel verbuchen, die damit um 116 Millionen über dem Wert dees Q4 vor einem Jahr lagen. Im Gesamtjahr erhielt Ungarn jedoch 115 Mio EUR weniger als 2009, was auch damit zusammenhing, dass die Vorgängerregierung Bajnai während der Krise eine Reihe von Investitionsvorhaben vorgezogen hatte, um die Arbeitslosigkeit halbwegs abzufangen. Noch 2008 lagen die Nettotransfers bei 1,3 Mrd. EUR, davo bei ca. 1 Mrd.
Qatar Airways fliegt Budapest und Bukarest an
19.01.2011 · Wirtschaft
Am Samstag landete in Budapest die erste Maschine der Qatar Airways in Budapest. Sie bietet seit dieser Woche vier Flüge pro Woche von / nach Doha an, mit Zwischenstopp in Bukarest. Bereits im September, so Vorstandschef Akbar Al Baker, könnte man diese Verbindung bereits täglich anfliegen. Mit der Auslastung der ersten Flüge sei man sehr zufrieden, sagte der Manager, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Die Verbindung ist für den Airport Budapest von doppelter Wichtigkeit, zum ersten Mal bietet eine Golf-Airline einen Direktflug in die Region des Mittleren Ostens und die Golfregion an, außerdem wertet die Qualitätsairline den Flughafen insgesamt auf, der ansonsten im wesentlichen von drei Fluglinien lebt, Malév, Lufthansa, WizzAir. „Nach Rumänien wollten wir schon vor vielen Jahren kommen, doch bisher hatten wir nicht die ausreichende Anzahl Flugzeuge. Das Land ist stabil, mit guten wirtschaftlichen Aussichten und einem großen touristischen Potential, daher ist es extrem wichtig für uns.“ so Al Baker überschwenglich. Rumänen ersparen sich nun endlich den riesigen Umweg und Umstieg in Paris oder Amsterdam, um die Region zu erreichen.
Derzeit setzt Qatar Airways einen A320 Flieger ein, in ca. einem hlaben Jahr könnte man auf einen A321 umsteigen.
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