(c) Pester Lloyd / 7 – 2013 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ungarn wirbt um Studenten aus Saudi-Arabien
11.02.2013 · Nachrichten
Ungarn wirbt um Bezahl-Studenten aus Saudi-Arabien Während man die staatlich finanzierten Studienplätze und damit den Zugang zu höhrerer Bildung für die eigene Jugend aus finanziellen, aber auch anderen Überlegungen enorm kürzen will, bemüht sich die ungarische Regierung im Ausland um die Anwerbung von Studenten, denn die zahlen, und zwar nicht zu knapp. Binnen einiger Jahre soll so z.B. die Zahl von Studierenden aus Saudi-Arabien, einem jener Länder,. dem im Rahmen der „Ostöffnung“ eine neue „strategische Bedeutung“ zukommt verfünfacht werden. Dieses Ziel gab der Außenstaatssekretär im Amt des Ministerpräsidenten, Péter Szijjártó, nach Gesprächen in Riad mit dem Bildungsminister des absolutistisch-monarchisch regierten Landes, aus. Derzeit sind rund 300 Studenten aus Saudi-Arabien in Ungarn, vor allem in den Bereichen Medizin und IT. Auch eine ungariche Handelsvertretung soll in Riad bald eröffnet werden. Mehr zum Thema in: Geschäfte mit den Prügelscheichs , darin auch weitere Links zur „Ostöffnung“ red.
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160.000 Briefe ins Karpathenbecken: Ungarn weitet "nationale Konsultation" aufs Ausland aus
12.02.2013 · Nachrichten
Regierung von Ungarn weitet „nationale Konsultation“ aufs Ausland aus Die ungarische Regierung hat ihre als „Nationale Konsultation“ getarnten PR-Kampagnen nun auch auf das Ausland ausgedehnt. Als Auftakt schickte Premier Orbán einen „persönlichen“ Brief an 160.000 ethnische Ungarn in den Nachbarländern, um sie für die „Mitgestaltung“ der „Erneuerung der Nation“ zu begeistern. Mit Bezugnahme auf die vereinfachte Vergabe der Staatsbürgerschaft und dem damit zusammenhängenden aktiven Wahlrecht in Ungarn, schreibt der Regierungschef: „Wir können uns jetzt wieder selbst organisieren, wir können Ungarn wieder gemeinsam regieren, Jeder hat etwas zu sagen bei der Zukunft der Nation.“ Doch „Bürgerteilhabe braucht Information“, daher „wird die Regierung regelmäßig in Broschüren“ die „Ungarn im Ausland“ informieren. Allein diese Ankündigung kostete nach Angaben eines Sprechers fast 160.000 EUR (46 Mio. Forint). Mehr zu den „nationalen Konsultationen“ im Inland im Beitrag: Das Volk als Waffe – der Bürger als Statist http://www.pesterlloyd.net/html/1249volkalswaffe.html
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Studentenproteste in Ungarn: nur 100 Demonstranten kamen
15.02.2013 · Nachrichten
Nur rund einhundert Demonstranten konnten die Studierendenvereinigungen HaHa und HÖOK am Freitag zu einer Demonstration in Budapest mobilisieren, um gegen die Hochschulpolitik der Orbán-Regierung zu protestieren. Im Laufe der Woche hatte die Studentenkonferenz HÖOK die Verhandlungen mit dem zuständigen Minister Balog abgebrochen , weil durch die Einbindung wesentlicher Verhandlungsgegenstände in den Kerntext der Verfassung , weitere Gespräche belanglos wären. Die HÖOK war auch darüber erbost, dass Balog behauptet hatte, er hätte die Studierendenvertreter über diese Entwicklung vorab informiert, was diese als nicht zutreffend zurückwiesen. Im umfangreichen Verfassungsänderungsangtrag sind die Studienverträge (Bleibezwang) sowie das „Kanzlersystem“ (mehr dazu hier) aufgeführt. Bei der kleinen Demo am zentral gelegenen Deák Platz wurde – einmal mehr – die Hochschulbildung symbolisch zu Grabe getragen, danach setzte sich der Zug Richtung Parlament in Bewegung. Einige Dutzend Gymnasiasten protestierten auch im südungarischen Szeged, auch einige Lehrer beteiligten sich daran, sie kritisieren die neuen zentralistischen Lehrpläne. In dieser Woche wurde die Bildungsstaatssekretärin Hoffmann degradiert , sie musste die Kompetenzen für die höhere Bildung an den Ex-Rektor der ELTE Klinghammer abgeben, der sich jedoch ebenso auf Fidesz-Linie befindet. Hoffmann bleibt aber weiter für die Pflichtschulen und die Gymnasien zuständig.
Themenseite zur Bildungsreform und den Protesten
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