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Leipziger Flughafen von Drohnenvorfällen erschüttert

Eine weitere Sprengstoffdrohne wurde am Flughafen Leipzig entdeckt, was Sicherheitsbedenken verstärkt.

Leipzig. Am Flughafen Leipzig ist eine weitere Sprengstoffdrohne entdeckt worden, was die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt verstärkt. Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Drohnen im Einsatz waren. Eine zweite Drohne könnte mit einem DHL-Flugzeug kollidiert sein, wobei das Flugzeug auf der Höhe des Flughafenzauns mit einer Geschwindigkeit von mehreren hundert Kilometern pro Stunde mit der Drohne zusammenprallte. Zudem wurde eine dritte Drohne zehn Tage nach dem Vorfall auf einem Feld westlich des Flughafens gefunden, die möglicherweise rund 50 Gramm des hochexplosiven militärischen Sprengstoffs Hexogen enthielt.

Der Flughafen Leipzig, ein bedeutendes Drehkreuz für Fracht und Passagiere, gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Die Ermittlungen wurden vom Bundeskriminalamt unter Federführung der Bundesanwaltschaft übernommen, die von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“ sprach.

Die Behörden in Leipzig prüfen nach dem Vorfall die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen. In den Medienberichten wird auch ein möglicher Fund einer Steuereinheit für die Drohnen nördlich des Flughafens erwähnt, die neben DNA-Spuren gefunden wurde.

Die Entdeckung der Drohne hat auch politische Reaktionen ausgelöst, da Fragen zur Effektivität der bestehenden Sicherheitsvorkehrungen aufgeworfen werden. Sicherheitskreise vermuten eine Beteiligung russischer Geheimdienste an der Planung des mutmaßlichen Anschlags, was Moskau jedoch zurückweist. Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt äußerte sich vorsichtig und betonte die Schwierigkeiten, einen Beweis für eine russische Beteiligung zu erbringen.

Quellen: ORF, DW
Photo: Pester Lloyd (Grafik)

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