Auslandsungarn ohne festen Wohnsitz in Ungarn können ihre Stimmen ab sofort per Post oder über Auslandsvertretungen abgeben.
Budapest/Weltweit. Mit dem heutigen Tag hat die Stimmabgabe per Brief für die ungarische Parlamentswahl am 12. April begonnen. Wahlberechtigte ohne Wohnsitz in Ungarn können ihre ausgefüllten Wahlunterlagen ab sofort bei Auslandsvertretungen abgeben oder per Post an das Nationale Wahlbüro (NVI) zurücksenden.
Voraussetzung für die Teilnahme war die Eintragung in das Wählerverzeichnis bis zum 18. März. Insgesamt rund 497.000 Personen haben diese Möglichkeit genutzt. Die Wahlunterlagen wurden bereits ab Mitte März verschickt und sollten vollständig ausgeliefert worden sein.
Wähler, die eine persönliche Abholung beantragt haben, können ihre Briefwahlunterlagen bis zum 11. April täglich zwischen 7 und 21 Uhr an fünf ausgewählten Auslandsvertretungen (Ungvár, Beregszász, Kolozsvár, Csíkszereda, Szabadka) entgegennehmen, am Vortag der Wahl bis in den Abend um 22 Uhr. Zusätzlich stehen ab Montag weitere sieben Vertretungen (Belgrad, Bukarest, Kassa, Pozsony, Eszék, Lendva, Kyiv) werktags zwischen 9 und 16 Uhr zur Verfügung. Auch in Ungarn selbst ist eine Abholung an 97 Wahlkreiszentren sowie in 22 grenznahen Gemeinden möglich.
Abgabeoptionen und Verfahrensregeln
Die Rücksendung der ausgefüllten Stimmzettel kann auf verschiedenen Wege erfolgen. Eine postalische Rücksendung ist weltweit kostenfrei möglich, sofern die Unterlagen bis spätestens 19 Uhr am Wahltag eingehen. Alternativ können die Wahlbriefe gegen Gebühr an eine Auslandsvertretung adressiert werden und müssen dort bis zum Ende der jeweiligen Stimmabgabefrist eingetroffen sein.
In den Botschaften besteht zudem die Möglichkeit, die Stimmzettel direkt vor Ort auszufüllen und in bereitgestellten Wahlkabinen abzugeben.
Beschädigte Stimmzettel können nicht ersetzt werden – allerdings muss der Schaden beträchtlich sein, um den Zettel ungültig werden zu lassen – fehlerhafte Identitätserklärungen hingegen schon. Die Rückumschläge sind ebenfalls austauschbar.
Logistik und Kontrolle der eingehenden Stimmen
Seit dem 28. März werden die Urnen täglich geleert und die Anzahl der eingegangenen Wahlbriefe gemeldet. Aus den Auslandsvertretungen im Karpatenbecken sollen die gesammelten Stimmen mehrfach vor dem Wahltag nach Ungarn transportiert werden, um eine Zeitnahe Überprüfung durch das Nationale Wahlbüro zu ermöglichen.
Die Abgabe der Rückumschläge ist während der Öffnungszeiten der Auslandsvertretungen – in der Regel zwischen 6 und 19 Uhr – sowie am Wahltag selbst auch in Ungarn an den 97 Wahlkreiszentren zwischen 6 und 19 Uhr möglich.
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Quellen: MTI.hu, 24.hu
Photo: Wahlurnen-Illustration, AI-generiert






