Ab Donnerstag gilt landesweit Alarmstufe Rot. Behörden warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken, steigender Waldbrandgefahr und appellieren an die Bevölkerung, besonders auf ältere Menschen zu achten.
Budapest. Wegen einer neuen Hitzewelle hat Ungarns Nationale Zentrum für öffentliche Gesundheit und Pharmazie (NNGYK) gemeinsam mit der Landesdirektion für Katastrophenschutz für das gesamte Staatsgebiet die dritte und höchste Hitzewarnstufe ausgerufen. Die Warnung gilt von Donnerstag, 30. Juli, 0:00 Uhr, bis Dienstag, 4. August, 24:00 Uhr.
Nach Angaben der Behörden stellt die anhaltende Hitze insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen, die im Freien arbeiten, ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Neben Dehydrierung und Kreislaufproblemen könne es in schweren Fällen zu lebensbedrohlichen Hitzeschlägen kommen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Mitteilung alleinlebenden Senioren. Nach Angaben des Katastrophenschutzes werden die Feuerwehren in diesem Jahr durchschnittlich 25-mal täglich zu älteren Menschen gerufen, die über mehrere Tage kein Lebenszeichen gegeben haben. Angehörige und Nachbarn werden ausdrücklich aufgefordert, regelmäßig nach gefährdeten Personen zu sehen.
Auch die Waldbrandgefahr bleibt hoch. Nach Behördenangaben rücken die Feuerwehren derzeit zu nahezu 100 Vegetationsbränden pro Tag aus. Betroffen sind Wälder, Felder und Grasflächen, teilweise mit einer Ausdehnung von mehreren Dutzend Hektar. Während der Hitzewarnung wird dringend auf offenes Feuer im Freien verzichtet.
Die Behörden empfehlen, ausreichend Wasser zu trinken, körperliche Anstrengungen während der heißesten Tagesstunden zu vermeiden und Kinder oder Haustiere niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückzulassen. Zudem steht landesweit ein Netz klimatisierter öffentlicher Räume als Zufluchtsort zur Verfügung.
Quellen: Nemzeti Népegészségügyi és Gyógyszerészeti Központ (NNGYK) / Katasztrófavédelmi Főigazgatóság- Gesundheitsministerium per Mail
Photo: Trockenstress während einer Dürre in Österreich, Donauinsel 2022, Wikicommons CCBYSA 3.0






