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Grüne geben neuem Oppositionsbündnis in Ungarn einen Korb

(c) Pester Lloyd / 47 – 2012 NACHRICHTEN 19.11.2012

Fraktionsführung tritt zurück Nach der kleinen Randpartei 4K! hat sich nun auch die grün-liberale LMP gegen einen Beitritt zum neuen und aussichtsreichen Oppositionsbündnis "Gemeinsam 2014" ausgesprochen. Auf einem Parteitag am Wochenende entschieden sich die Delegierten mit einer relativ klaren Mehrheit dagegen. Bleibt lieber unter sich: die LMP bei ihrem Parteikongress am Wochenende

Positionierung und Strategie zur Wahl 2014 wird für die LMP zu einer existentiellen Zerreißprobe. Während eine starke Strömung in der Partei, deren Kopf der frühere Fraktionschef András Schiffer ist, für eine Äquidistanz zu allen anderen Parteien wirbt, fordern andere ein klares Bekenntnis zu einer gemeinsamen Front gegen die Fidesz-KDNP-Hegemonie rechts der politischen Mitte. Der Fraktionschef der Partei, Benedek Javor und sein Vize Gergely Karácsony, traten nach der Entscheidung der Delegierten von seinem Posten zurück, sie traten vehement für eine Vereinigung der Mitte-Links-Kräfte ein, auch eingedenk der Tatsache, dass mit Gordon Bajnai ein Repräsentant der Vorgängerregierungen an deren Spitze steht. Javor sieht nur im gemeinsamen Handeln eine Chance, die Mehrheit der Nationalkonservativen zu brechen.

Trotz der Absage einer institutionellen Kooperation, gibt es jedoch noch die taktische Möglichkeit, Kandidaten in Wahlkreisen im letzten Moment zu Gunsten eines aussichtsreichenderen zurückzuziehen. Sollte die LMP jedoch strikt auf ihrem eigenen Weg und eigenen Kandidaten beharren, könnte dies, aufgrund der erwartbaren Polarisierung, das parlamentarische Aus für die Partei bedeuten, weshalb die Debatte um das weitere Vorgehen längst nicht beendet sein dürfte. Mehr zu den Wahlchancen und den Bündnisoptionen von Gemeinsam 2014 Aus dem Stand Platz 2 Neue Oppositionsbewegung in Ungarn mischt Parteienlandschaft auf

Mehr zu Inhalten, Plänen und Personalien von Gemeinsam 2014 Die anderen `Zwei Drittel` Wie rettet man Ungarn? Fragen an Gordon Bajnai, die neue Hoffnung der Opposition

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