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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 38/2009

(c) Pester Lloyd / 38 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Staatsverschuldung auf 75% des BIP

14.09.2009 · Wirtschaft

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Staatsverschuldung in Ungarn auf 75% des BIP

Die Staatsverschuldung Ungarns im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2010 74,2% erreichen. Diese fast schon optimistische Zielmarke nennt ein Anhang zum Budgetentwurf, der den Abgeordneten des ungarischen Parlaments vorliegt. Danach wächst das Defizit 2010 um 451 Mrd. HUF (ca. 1,64 Mrd. EUR) auf 19,51 Billionen Forint (ca. 71 Mrd. EUR). 2009 soll die Verschuldung bei 73,9% stehen. Als Hauptlast dabei wird die steigende Zinslast (Risikoaufschläge) auf dem internationalen Refinanzierungsmarkt angegeben, die sich aber seit einigen Monaten wieder besser gestalten. Derzeit gibt man rund 4,2% des BIP nur für Zinsen aus. Die Neuausgabe von Anleihen und Schatzbriefen soll ungefähr so hoch wie 2009 ausfallen. Man will so viel wie möglich in Forint begeben, „es wird einige Fremdwährungsanleihen geben, um das Vertrauen der ausländischen Investoren zu stärken“. 2010 werden insgesamt für 220 Milliarden Forint projektbezogene Kredite bei internationalen Entwicklungsinstitutionen aufgenommen.

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Käufer für insolvente Eybl Ungarn

14.09.2009 · Wirtschaft

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Käufer für insolvente Eybl Ungarn

Für die ungarische Konkursmasse des insolventen österreichischen Autozulieferers Eybl interessiert sich nach Angaben des Insolvenzverwalters Jenö Varga ein ungarisches Konsortium. Die Zuliefergruppe Car-INside teilte am Montag mit, dass sie einen Vertrag über die Übernahme der Warenbestände, Liegenschaften und des Betriebs von Eybl Hungaria unterzeichnet hat. Car-INside übernimmt danach alle 600 noch verbliebenen Mitarbeiter und stellt langfrsitig sogar weitere Einstellungen in Aussicht. Die Übernahme betrifft vier Werke von Eybl in Ungarn, in Jánosháza, Lenti, Nagykaniza und Körmend. Der Insolvenzverwalter sprach von einem „realistischen Preis im Lichte der Krise“, was sich wohl nach einem Schnäppchen anhört. Seit dem Insolvenzantrag im Januar musste Eybl in Ungarn bereits 1000 Menschen entlassen. Die Produktion wurde eingeschränkt weitergeführt.

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Inflation in Ungarn verlangsamt sich trotz MwSt.-Erhöhung

14.09.2009 · Wirtschaft

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Inflation in Ungarn verlangsamt sich trotz MwSt.-Erhöhung

Die Mehrwertsteuererhöhung in Ungarn hat sich weniger auf die Inflation ausgewirkt als zunächst befürchtet. Nach den letzten Zahlen des Statistischen Zentralamtes in Budapest ist die Jahresinflation im August auf 5%, zu 5,1% im Juli gefallen. Der Hauptgrund dafür sei, dass viele Händler die Mehrwertsteuererhöhung um 5 Prozentpunkte auf 25% für den Regelsatz im Juli, aufgrund der angespannten Konsumlage nicht gänzlich auf die Verbraucher umgelegt haben. Die Konsumentenpreise stiegen so im Juli nur um 1,3%, im August sanken sie sogar um 0,3%. Für das Gesamtjahr rechnet man jetzt mit einem Ergebnis von knapp unter 7%, während man zuerst von einer Inflationsrate von bis zu 7,5% ausgegangen war.

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MOL bekommt Druck in Bosnien

14.09.2009 · Wirtschaft

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MOL bekommt Druck in Bosnien

Die Regierung von Bosnien-Herzegowina droht der ungarischen MOL mit einer Annullierung des Privatisierungsvertrages von Energopetrol, wenn die neuen Besitzer sich nicht an die darin vereinbarten Zusagen halten. 2006 erwarben MOL und die kroatische INA (mittlerweile auch zu 47% in MOL-Hand) 67% am staatlichen bosnischen Öl- und Gas- und Tankstellenunternehmen Energopetrol. Dabei verpflichteten sie sich zu Investition in Höhe von mindestens 70 Mio EUR, bisher habe man davon jedoch nur rund 3 Millionen Euro gesehen, beklagt ein Regierungssprecher in den bosnischen Medien.

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Rentenberatung für Deutsche in Ungarn

14.09.2009 · Wirtschaft

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Rentenberatung für Deutsche in Ungarn

Experten der deutschen Rentenversicherungsträger halten vom 6. bis 8. Oktober internationale Beratungstage in Budapest ab. Eingeladen sind alle Interessierten, die sich über ihre Rentenansprüche in Deutschland bzw. Ungarn erkundigen wollen, weil sie ganz oder zeitweise in einem oder beiden Ländern gearbeitet haben. Es gibt sowohl Tipps und Beratung zur Höhe der möglichen Ansprüche als auch zur bürokratischen Abwicklung. Die Beratungen finden in der Rentenversicherungsdirektion für die Region Mittel-Ungarn in 1081 Budapest, Fiumei út 19/a, statt. Der Veranstalter bittet um eine baldige Terminvereinbarung unter: 06/1 323 65 60 und die Mitnahme der relevanten Versicherungsunterlagen sowie des Personalausweises oder des Reisepasses.

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Zwei Interessenten für Stahlwerk Miskolc

15.09.2009 · Wirtschaft

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Zwei Interessenten für Stahlwerk Miskolc

Die Auffanggesellschaft für das ehemalige Stahlwerk Diósgyor bei Miskolc, DAM 2004, berichtet von zwei ernsthaften Interessenten für das einstige Riesenwerk mit bis zu 18.000 Beschäftigten. Übrig geblieben sind davon derzeit noch rund 1.000. Am 11. September lief die Angebotsfrist aus, Details über die möglichen Investoren wurden bisher noch nicht bekannt, gemunkelt wird jedoch von einem ukrainischen Investor und einem skandinavischen Konsortium. Der Werkskomplex in Diósgyor litt schon seit Jahren an Auflösungserscheinungen, richtig hart wurde es aber mit Beginn der Weltwirtschaftskrise Ende 2008 und dem Verfall der Stahlpreise sowie dem Rückgang der Bautätigkeit. Seit Juni läuft offiziell die Liquidation, verbunden mit Massenentlassungen und großen sozialen und finanziellen Einschnitten für den Rest der Belegschaft. In Miskolc wird schon seit über 200 Jahren Stahl gekocht, in sozialistischen Zeiten entwickelte sich aus dem Standort aber eine industrielle Monokultur für die gesamte Region, deren Folgen nun spürbar sind.

Interessante Fakten und Hintergründe zur Lage der Stahlarbeiter in Miskolc:

Abgewrackt, doch ohne Prämie

Die Lage der Metall- und Industriearbeiter in Ungarn ist dramatisch, die Gewerkschaft schwach

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