(c) Pester Lloyd / 44 – 2014 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Digi Telco wird vierter Mobilfunkanbieter in Ungarn
31.10.2014 · Nachrichten
Der in Malaysia angesiedelte Telekom-Konzern Digi Telco wird zum vierten Mobilfunkanbieter in Ungarn mit eigenem Netz. Am Donnerstag bestätigte die Frequenz- und Telekommunikations- sowie Medienbehörde NMHH die Vergabe eines 10 MHz Blocks auf dem 1.800 MHz Frequenzband. Die Lizenzkosten für die zehnjährige Nutzung betragen 10 Milliarden Forint, also ca. 33 Mio. EUR. Wir dürfen uns schon einmal auf stilvolle, dezente Werbeaktionen freuen…
Wann Telco Digi an den Start gehen will, um den bestehenden Mobilfunkern Magyar Telekom (DE), Telenor (NO) und Vodafone (GB), die bei der gleichen Ausschreibung ebenfalls Bandbreiten gekauft hatten, Konkurrenz zu machen, ist noch unklar. Die Etablierung eines staatlichen Mobilfunkanbieters ist mangels Kompetenz und finanzieller Puste vor ca. 2 Jahren gescheitert.
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Norwegen bleibt hart: Regierung in Ungarn fehlt Respekt vor Bürgern
31.10.2014 · Nachrichten
Auf die Übergabe des Berichtes des ungarischen Regierungskontrollamtes KEHI hinsichtlich der Vorwürfe des „Missbrauchs“ von Geldern der Norway Grants reagierte die Regierung in Oslo kühl und unmissverständlich. Man werde „auf der Basis dieses Berichtes keine Diskussionen (mit der Regierung) beginnen“. Das KEHI oder eine andere ungarische Regierungsbehörde habe „kein Recht auf eine derartige Prüfung“, denn es handelt sich nicht „um ungarische Gelder“. Wie im bilateralen Vertrag vereinbart ist, ist die in Brüssel angesiedelte Monitoring-Behörde für derartige Überprüfungen zuständig. Ungarn habe diese Vereinbarung einseitig gebrochen, Norwegen daraufhin die Zahlungen suspendiert. Nur eine Rückkehr der Regierung zum vertraglich vereinbarten Prozedere kann das ändern.
„Wir finden die Aktionen gegen die NGO Ökotárs (und andere) ein Zeichen beunruhigenden Mangels an Respekt für die Unabhängigkeit der Zivilgesellschaft. Auf diese Weise untergräbt die ungarische Regierung demokratische Grundwerte und unterläuft die europäische Kooperation.“ heißt es in der Erklärung der norwegischen Regierung. Das von NGO-Jäger Kanzleramtsminister Lázár angeregte Treffen mit dem norwegischen Europaminister dürfte damit erstmal vom Tisch sein.
Hier mehr zum KEHI-Bericht , darin weiterführende Links red
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