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Orbán im Krankenhaus: Premier von Ungarn verletzte sich beim Fußballtraining

(c) Pester Lloyd / 40 – 2013 BOULEVARD 02.10.2013

179.000 Fans der offiziellen Facebook-Seite von Ministerpräsident Orbán hielten am Dienstag für einen kurzen Moment den Atem an: auf einem Foto zeigte sich der Premier in einem Krankenbett, das linke Bein in einen schweren Gips gehüllt. Doch dann die Entwarnung: „Fast geheilt, Kabinettssitzung am Mittwoch“, teilte Orbán kurz und bündig mit. Zum Beweis zeigt er sich mit Dokumenten, die Rettung Ungarns betreffend befasst. Am Dienstagmorgen hatte der begeisterte Fußballspieler und -impresario sich „bei einer Trainingseinheit“ am linken Fuß verletzt und musste operiert werden, teilt das Amt des Ministerpräsidenten mit. Er konnte aber noch am Dienstag das Krankenhaus „nach gelungener Behandlung“ verlassen.

Die bösen Zungen schwiegen natürlich nicht, bald kursierten Kommentare wie: er sei wohl in ein verdecktes Haushaltsloch getreten, das Foto kommentiere den Zustand des „Patienten Ungarn“ oder er konnte die Eröffnung seines schmucken neuen Stadions in Felcsút nicht abwarten und tobte fahrlässig über die Baustelle. Noch andere vermuten dahinter den Versuch, mehr Fördermittel für das Stadion zu bekommen , denn mit den wenigen Millionen, die man bisher aus Steuermitteln erhielt, sei es nun nachweislich unmöglich eine sichere Sportstätte zu erreichten.

Andere mutmaßten, er müsse sich die Verletzung schon vor ein paar Wochen zugezogen haben, denn in Ungarn könne man wegen der langen Wartelisten unmöglich legal eine „nicht lebensnotwendige“ Operation derart schnell bekommen. Einer, ein „innerer Feind der Nation“ bzw. „Lakai der Multis“, wie die vollkommen zutreffende Sprachregelung seit dem jüngsten Parteitag ist, meinte, er habe der Regierung zum Wahlsieg Hals- und Beinbruch gewünscht, immerhin die Hälfte der Erwartungen habe Orbán nun erfüllt. Am meisten gefiel uns der: seine Frau hat mit Viktor die oppositionelle Sturz-Szene vom Sonntag , zu Hause am lebenden Objekt, nachgestellt, was offensichtlich schief ging.

Wir distanzieren uns von solch schäbigen Kommentaren natürlich ausdrücklich und wünschen auf diesem Wege gute Besserung: natürlich auch für den linken Fuß! red.

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