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Ungarn liefert Munition in den Irak, zum Schutz „christlicher Gemeinden“

(c) Pester Lloyd / 34 – 2014 NACHRICHTEN 22.08.2014

Das ungarische Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag mit, dass man in den kommenden Tagen Munition in den Irak „zur Unterstützung der militärischen Kräfte im Kampf gegen Terrorismus“ senden wird. Wie aus einer Mitteilung im aktuellen Amtsblatt „Magyar Közlöny“ hervorgeht, wird die Munition kostenlos mit logistischer Unterstützung der US-Armee geliefert, dazu gehören „mehrere Millionen Magazine, tausende Granaten, Minen und panzerbrechende Munition“. Genauere Spezifikationen wurden nicht gemacht. Masud Barzani, Präsident der autonomen Kurdenregion im Nordirak zu Besuch bei Orbán in Budapest, 2012

Die Lieferung wird nicht an die Zentralregierung in Bagdad, sondern die autonome Region Kurdistan erfolgen, weil dort „die Terroristen des Islamischen Staates, IS, die Sicherheit gefährden und die Existenz christlicher Gemeinden und anderer Minderheiten bedrohen.“ Die Lieferung stehe im Einklang mit den Bemühungen der EU und der NATO, die gelieferten Mengen werden „nicht die Kampffähigkeit der ungarischen Armee beeinträchtigen“. Am Montag ist ein erstes ziviles Hilfspaket im Wert von 70.000 EUR bei den Behörden in Erbil eingetroffen, auch hier gilt die Unterstützung „christlichen Gemeinschaften und den Behörden von Kurdistan.“

Ungarn hat über die teilstaatliche MOL wirtschaftliche Interessen in der Region, die dort an umfangreichen Erdgasexplorationen und -förderungen beteiligt ist. Seit 2006 gibt es ein “Hungarian Investment Center” in Erbil. Nach Angaben der MOL haben die jetzigen Kämpfe die Tätigkeiten in keiner Weise beeinträchtigt. MOL meldete außerdem gerade die Lieferung von 80.000 Tonnen Erdöl aus Kurdistan nach Ungarn, bei Umgehung der gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigung der Zentralregierung in Bagdad. Vor wenigen Tagen kündigte das Verteidigungsministerium 1,5 Mio. EUR Militärhilfe für Afghanistan an

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