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Wohnungsprogramm Wekerle und Rohstoffpreise im Fokus – Stabilität des Forint unter Druck - Wirtschaftswoche KW 33

Die ungarische Regierung startet ein Wohnungsbauprogramm, während Rohstoffpreise steigen und der Forint stabil bleibt, aber auf externe Faktoren reagiert.

Budapest. Die ungarische Regierung hat das Wekerle Wohnungsbauprogramm ins Leben gerufen, das auf den Mangel an neuen Wohnungen und die unzureichende Bautätigkeit reagiert. Vitézy Dávid, der Minister für Verkehr und Investitionen, kündigte an, dass im vergangenen Jahr in Ungarn 1256 neue Wohnungen pro eine Million Einwohner fertiggestellt wurden, was etwa einem Fünftel der Bauleistung in Österreich oder Polen entspricht. Die Ankündigung des Programms ist ein Schritt, um die Bauwirtschaft zu beleben und den Wohnungsmarkt zu stabilisieren.

Die Maßnahmen des Wekerle Programms sollen darauf abzielen, die Anzahl der neu errichteten Wohnungen zu erhöhen und die Qualität des Wohnraums zu verbessern, unter anderem durch Änderungen von Steuer- und Bauregeln. Die Branche steht vor der Herausforderung, das im regionalen Vergleich geringe Neubauvolumen zu erhöhen.

Rohstoffpreise steigen: Öl und Erdgas im Fokus

In der betrachteten Woche sind die Preise für Rohstoffe, insbesondere für Brent-Öl und Erdgas, deutlich gestiegen. Brent-Öl verzeichnete einen Anstieg von 5,9 % und notierte bei 88,52 USD pro Barrel. Gleichzeitig stieg der Preis für Erdgas TTF um 10,6 % auf 61,42 EUR pro MWh. Diese Entwicklungen beeinflussen die Produktionskosten in Ungarn, insbesondere in energieintensiven Branchen.

Ein weiterer Faktor sind die geopolitischen Spannungen, die sich auf die Rohstoffpreise auswirken. Ein russischer Raketenangriff auf das ArcelorMittal Stahlwerk in Krivij Rih, Ukraine, hat die Produktion in dieser wichtigen industriellen Einrichtung teilweise zum Stillstand gebracht.

Forint stabil, aber anfällig für externe Einflüsse

Der Forint bleibt stabil und notierte am Freitag bei 362,6 Forint pro Euro, was nahezu dem Niveau der Vorwoche von 363,1 entspricht. Trotz dieser Stabilität betonen Analysten wie Regős Gábor und Balog-Béki Márta in Index, dass der Forint empfindlich auf externe Faktoren reagiert. In der ersten Wochenhälfte reagierte die Währung kaum auf positive Nachrichten, während negative Entwicklungen sofortige Auswirkungen auf den Wechselkurs hatten.

Diese Anfälligkeit für externe Faktoren steht vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise und geopolitischer Unsicherheiten.

Börsenentwicklung: Rába mit starkem Kursanstieg

Die Budapester Börse zeigte in der vergangenen Woche gemischte Ergebnisse. Der BUX-Index stieg um 0,4 % und schloss bei 150.553 Punkten. Unter den Einzelwerten sticht Rába hervor, das einen Kursanstieg von 67,5 % auf 3.560 HUF verzeichnete.

4iG verzeichnete ebenfalls einen Kursanstieg von 8,6 % und schloss bei 1.860 HUF. Im Gegensatz dazu verzeichneten einige andere Werte wie OTP Bank einen Rückgang von 1,8 % auf 46.050 HUF. Insgesamt waren 8 von 15 Einzelwerten im Plus.

Wochengewinner und -verlierer der Budapester Börse
Wochengewinner und -verlierer der Budapester BörseRábaRába: +67,5 %+67,5 %4iG4iG: +8,6 %+8,6 %MOLMOL: +6,7 %+6,7 %Richter GedeonRichter Gedeon: +5,5 %+5,5 %MasterplastMasterplast: −2,1 %−2,1 %Magyar TelekomMagyar Telekom: −2,4 %−2,4 %Waberer’sWaberer’s: −2,5 %−2,5 %Opus GlobalOpus Global: −3,3 %−3,3 %0 %
Rába verzeichnete mit +67,5 % den größten Kursanstieg der Woche. Quelle: Yahoo Finance, Budapester Wertpapierbörse · Stand: 16. August 2026
Datentabelle
WertVeränderung zur Vorwoche
Rába+67,5 %
4iG+8,6 %
MOL+6,7 %
Richter Gedeon+5,5 %
Masterplast−2,1 %
Magyar Telekom−2,4 %
Waberer’s−2,5 %
Opus Global−3,3 %

Börse und Märkte

Der BUX-Index der Budapester Börse stieg in der vergangenen Woche um 0,4 % und schloss bei 150.553 Punkten. Der WIG 20 legte um 0,6 % zu, während der ATX um 1,2 % und der DAX um 0,5 % anstiegen. Der Euro Stoxx 50 und der S&P 500 verzeichneten ebenfalls Zuwächse von 0,2 % bzw. 0,4 %. Der Shanghai Composite hingegen fiel um 0,3 %.

Unter den Einzelwerten sticht Rába mit einem Anstieg von 67,5 % auf 3.560 HUF hervor, während 4iG um 8,6 % auf 1.860 HUF zulegte. MOL konnte einen Anstieg von 6,7 % auf 4.960,0 HUF verzeichnen, während Richter Gedeon um 5,5 % auf 13.000 HUF anstieg. Im Gegensatz dazu fiel die OTP Bank um 1,8 % auf 46.050 HUF und Magyar Telekom um 2,4 % auf 2.630,0 HUF.

Insgesamt waren 8 von 15 Einzelwerten im Plus. Brent-Öl stieg um 5,9 % auf 88,52 USD/Barrel, während Erdgas TTF um 10,6 % auf 61,42 EUR/MWh anstieg.

Die Devisenmarktbewegungen zeigen, dass der Forint gegenüber dem Euro um 0,5 % fester wurde und beim EZB-Referenzkurs von 362,6 HUF notierte.

Indizes

WertPunkteWoche
BUX Budapest150.553▲ +0,4 %
WIG 20 Warschau4.032,0▲ +0,6 %
ATX Wien6.733,2▲ +1,2 %
DAX Frankfurt26.440▲ +0,5 %
Euro Stoxx 50 Euroraum6.539,6▲ +0,2 %
S&P 500 New York7.785,8▲ +0,4 %
Shanghai Composite Schanghai3.927,2▼ −0,3 %

Budapester Wertpapierbörse

WertKursWoche
OTP Bank HUF46.050▼ −1,8 %
MOL HUF4.960,0▲ +6,7 %
Richter Gedeon HUF13.000▲ +5,5 %
Magyar Telekom HUF2.630,0▼ −2,4 %
4iG HUF1.860,0▲ +8,6 %
Opus Global HUF355,0▼ −3,3 %
Waberer’s HUF4.730,0▼ −2,5 %
AutoWallis HUF143,0▼ −0,7 %
Alteo HUF4.470,0▲ +0,4 %
Masterplast HUF2.840,0▼ −2,1 %
ANY Biztonsági Nyomda HUF6.800,0▲ +1,6 %
Zwack Unicum HUF39.000▲ +2,6 %
Rába HUF3.560,0▲ +67,5 %
Duna House HUF1.275,0▲ +2,8 %
Graphisoft Park EUR15,35– +0,0 %

Rohstoffe und Energie

WertKursWoche
Brent-Öl USD/Barrel88,52▲ +5,9 %
Erdgas TTF EUR/MWh61,42▲ +10,6 %
Gold USD/Unze4.380,4▲ +0,9 %

Devisen (EZB-Referenzkurse)

Wertje 1 EuroWoche
EUR/HUF Forint362,6▼ −0,5 %
EUR/PLN Złoty4,307▲ +0,2 %
EUR/CZK Krone (CZ)24,205▼ −0,2 %
EUR/RON Leu5,243▼ −0,2 %
EUR/USD US-Dollar1,1567▲ +0,3 %
EUR/CHF Franken0,9390▲ +0,5 %

Schlussstände, Veränderung zur Vorwoche. Bei den Devisen bedeutet ein Plus einen festeren Euro und damit eine schwächere Landeswährung. Quellen: Yahoo Finance, EZB-Referenzkurse (frankfurter.dev). Stand: 16. August 2026, 17:41 Uhr. Alle Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.

Kurz notiert

Ungarn

  • So., 16. Aug. Sohlschwelle (ungarisch Fenékküszöb) wird in Paks gebaut In Paks wird derzeit ein Sohlschwelle (ungarisch Fenékküszöb) gebaut, um den Wasserstand des Donauflusses zu regulieren. Ministerpräsident Magyar Péter kündigte an, dass die nächsten Tage entscheidend für den Wasserstand sein werden, während die Bauarbeiten voranschreiten. Es wird ein Rückgang des Wasserstandes um 14-15 Zentimeter erwartet. Quelle: Portfolio

Ostmittel- und Südosteuropa, Ukraine

  • So., 16. Aug. Russischer Angriff trifft ukrainisches Stahlwerk Ein russischer Raketenangriff auf das ArcelorMittal Stahlwerk in Krivij Rih, Ukraine, hat zwei Todesopfer gefordert und die Produktion teilweise zum Stillstand gebracht. Das Werk ist eine der wichtigsten industriellen Einrichtungen des Landes und generierte 2025 einen Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar. Quelle: Világgazdaság

Alle Wirtschaftsartikel dieser Woche

Die Wirtschaftswoche fasst die Meldungen der Woche zusammen; die verwendeten Quellen sind bei den Kurznotizen einzeln verlinkt. Kurse: Yahoo Finance, Schlussstände der abgelaufenen Handelswoche. Devisen: EZB-Referenzkurse. Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Text ist Wirtschaftsberichterstattung und keine Anlageberatung. Hinweise auf Fehler bitte an [email protected] – wir korrigieren transparent.

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