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Zuckerwasser: Ungarische Lebensmittelaufsicht beschlagnahmt Honig ohne Honig

(c) Pester Lloyd / 43 – 2016 NACHRICHTEN 27.10.2016

Die ungarische Lebensmittelbehörde NÉBIH hat, nach mehrmonatigen Ermittlungen, eine gigantische Menge „ungarischen Honig“ beschlagnahmen lassen. Die Behörde teilte mit, dass in den Margen, die bei einem Großhändler sichergestellt wurden, insgesamt 20 Tonnen ausländischen Zuckers nachgewiesen wurden.

Danach bestand der Großteil des „Honigs“ nicht aus von Bienen gesammelten Produkten, sondern schlicht aus einem Zuckersirup, in einigen Partien wurde echter Honig nur noch als Spurenelement nachgewiesen. Betroffen sind vier verschiedene Produkte, die als „echter ungarischer Blütenhonig“ ettiketiert waren, laut NÈBIH aber noch nicht in den Einzelhandel gelangten. Teile der Marge waren auch für den Export bestimmt, die Behörde konnte nicht ausschließen, ob bereits Fälschungen ins Ausland verkauft worden sind. Klar scheint jedoch zu sein, dass das untersuchte Unternehmen bereits Unmengen des Produktes an weiterverarbeitende Lebensmittelbetriebe verkauft hat. NÈBIH verfügte einen Verkaufs- und Betriebsstopp und leitete die Sache an die Staatsanwaltschaft weiter.

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