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Giftiges Salz: Lebensmittelaufsicht fand pures Streusalz in „Diät“-Salzprodukt

(c) Pester Lloyd / 38 – 2014 NACHRICHTEN 18.09.2014

Giftiges Salz: Lebensmittelaufsicht in Ungarn fand pures Streusalz in „Diät“-Salzprodukt

Bitte überprüfen Sie Ihre häuslichen Salzbestände! Die ungarische Lebensmittelaufsicht NÉBIH warnt vor einem giftigen Kochsalzprodukt der Firma Compes-Só Kft. (siehe Foto) Zwar habe man bereits über 13 Tonnen aus dem Verkehr gezogen, doch seien nach wie vor nicht unerhebliche Mengen im Umlauf bzw. schon in Haushalten. Laboruntersuchungen haben ergeben, dass vor allem das als „natriumarm“ beworbene Haushaltssalzprodukt „Vákuum Só“ des Unternehmens Mengen an Kaliumchlorid enthält, die weit über den Grenzwerten liegen und potentiell gesundheitsgefährdend seien.

Zwar ist Kaliumchlorid, als Lebensmittelzusatzstoff E 508, meist mengenunbeschränkt als Geschmacksverstärker und Bindemittel zugelassen und ist auch ein beliebter Zusatzstoff für Tierfutter. Die hohe Konzentration als Natriumchlorid-(Kochsalz)-Eratzstoff (lies: Streusalz) kann jedoch zu Herzproblemen, bis hin zum Herzstillstand bei entsprechend vorbelasteten Menschen führen. In einigen Proben wurden bis zu 100% Kaliumchlorid gefunden, in anderen bis zu 90% normales Kochsalz, obwohl die Verpackung ein Verhältnis von 70:30 zu Gunsten des herkömmlichen Speisezalzes angab. Das Unternehmen muss jetzt die gesamte 2014er Produktion zurücknehmen und wird vorerst nur wegen „Irreführung der Konsumenten“, also einer falschen Angabe der Zusammensetzung bei seinem „Diätsalz“ eine Strafe bekommen. Derzeit wird geprüft, ob das kontaminierte Produkt der Firma auch in anderen Lebensmitteln verarbeitet wurde. Die anderen Produkte des Unternehmens sind – vorbehaltlich vertiefter Prüfungen – laut NÉBIH unbedenklich.

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