(c) Pester Lloyd / 31 – 2009 STADTLEBEN 28.07.2009

Madonna macht die Pferde scheu
In Budapest gibt es Streit um den Auftrittsort von Popstar Madonna
„Wir haben das zweimal gemacht und mussten es jedesmal büßen.“ István Kisteleki, Chef des ungarischen Fußballverbandes hat keine guten Erinnerungen an Großkonzerte im Ferenc Puskás Stadion. Eigentlich soll Madonna ja auf der Trab- und Galopprennbahn im Kincsem Park spielen. Doch angeblich beschweren sich die Stallbesitzer und Pferdehalter
„Wir haben das zweimal gemacht und mussten es jedesmal büßen.“ István Kisteleki, Chef des ungarischen Fußballverbandes hat keine guten Erinnerungen an Großkonzerte im Ferenc Puskás Stadion. 2007 zertrampelten Rolling Stones Fans und ein Jahr zuvor die Groupies von Robbie Williams den Rasen des größten ungarischen Stadions. Damals hatten 30 Tage nicht zur Regeneration gereicht. Als man gegen Italien ein Freundschaftspiel bestritt, musste man sich Hohn und Spott über den stumpfen Acker gefallen lassen, auf den die teuren Gäste ihre edlen Füsschen setzen sollten. Ein Spiel kurz darauf, gegen Norwegen, musste man an einen anderen Ort verlegen. Diesmal, sollte Madonna tatsächlich am 22. August im Puskás-Stadion auftreten, hätte man nur 9 Tage bzw. 14 Tage Zeit bis zu den überlebenswichtigen WM-Qualifikationsspielen gegen Schweden und Portugal, erklärt der Verbandschef. Eigentlich soll Madonna ja auf der Trab- und Galopprennbahn im Kincsem Park spielen. Da ist jede Menge Platz und die Huftiere nehmen es mit dem Belag auch nicht ganz so genau. Doch angeblich beschweren sich die Stallbesitzer und Pferdehalter, die ihre schnellen Vierbeiner auf dem Gelände eingestellt haben und drohten sogar mit Vertragskündigungen. Der Lärm und die ganze Hektik wären pures Gift für die zartbesaiteten Rennpferdchen. Zwar dementiert Lajos Vajto, Manager des Kincsem Parks, dass dies der Grund für die Verlegung des Madonna-Konzertes ins Stadion sei, ein anderer fiel ihm aber gegenüber MTI auch nicht ein. Er habe ja die Verlegung nicht beantragt. Sollte, so Vajto kleinlaut, das Konzert im Puskás-Stadion doch nicht möglich sein, stünde sein Gelände schon zur Verfügung.
Unser Vorschlag zur Güte: Man bringe am Tage des Konzertes die Pferdchen ins Puskás-Stadion, dort würden sie kostenlos die Rasenpflege übernehmen und Madonna kann sich dann im Kincsem Park abgaloppieren ohne die Pferde scheu zu machen.
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