(c) Pester Lloyd / 31 – 2010 NACHRICHTEN 13.08.2010
Ungarische Wirtschaftsleistung stagniert
Die Zahlen für das Wirtschaftswachstum in Ungarn im zweiten Quartal weisen einen 1%igen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus, bereinigt um Kalendereffekte ergibt sich noch ein Plus von 0,8%, meldet das Statistische Zentralamt in Budapest. Nach Berechnung der EU-Behörde Eurostat, die auch Einmaleffekte und Saisontrends in die Zahlen einarbeitet, bleibt aber nur eine Art positive Stagnation von 0,1% übrig. Zwar gab es – nach nationaler Berechnung – auch im ersten Quartal ein minimales Wachstum, in Summe ergibt das erste Halbjahr in Ungarn aber immer noch einen Rückgang und das mit Bezug auf das Krisenjahr 2009. Somit sank die (offiziell registrierte) Wirtschaftsleistung des Landes im fünften Quartal in Folge. Wirtschaftsminister György Matolcsy, der zuvor eher durch Schwarzmalerei auffiel, hat nun wohl auf Schönfärberei umgesattelt und hob erst vor wenigen Tagen die Aussichten für das Gesamtjahr auf 0,6% von zuvor 0,2% an. Größter Hemmschuh ist nicht mehr die Industrie, die auch im zweiten Quartal zweistellig mehr produzierte als im Vorjahr (+12,5%), sondern der private Konsum, der 2010 nochmals um 2,5-3% sinken könnte. Hier helfen auch die anziehenden Exporte durch das überraschend starke Wirtschaftswachstum in Deutschland und Österreich nicht weiter.
Mehr dazu: http://www.pesterlloyd.net/2010_32/32bipprogonse/32bipprogonse.html
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




