(c) Pester Lloyd / 17 – 2017 WIRTSCHAFT& 24.04.2017
nbsp; 24.04.2017 Strohfrauen: Gattinen ungarischer Parlamentarier kassieren Millionen EU-Agrarsubventionen
Die Eine ist Fitness-Trainerin, die andere Rechtsanwältin, die nächste Lehrerin – sie alle kassieren EU-Agrarsubventionen, die eigentlich zur Unterstützung von bäuerlichen Betrieben und Sicherung deren Existenz gedacht sind. Die Ehefrauen von Fidesz-Parlamentarieren setzen den Landraub ihrer Gatten, die unter der Hand, aber legalisiert durch Gesetz sich staatliches Land in Größenordnungen aneigneten , in bare Münze um. Auch ein LMP-Politiker ist mit von der „Landpartie“, die nichts weiter als Bodenspekulation unter Amtsmissbrauch darstellt.
Die Zeitung Blikk dröselte den Bericht über die Vergabe von EU-Agrarsubventionen auf und stellte fest, dass die meisten Beträge an Personen gingen, die noch nie in der Landwirtschaft tätig waren. Angeführt wird die Liste von der Gattin des Fidesz-Abgeordneten László L. Simon (auf dem Foto rechts mit Premier Orbán bei einer Ackerbegehung), einem alten Bekannten bei der dreisten Aneignung von EU-Geldern für private Zwecke und sozusagen der wandelnde Interessenskonflikt . Sie kassierte im Vorjahr 23,7 Mio. Forint (76.000 EUR) für 278 Hektar, die sie für gerade 280 Mio. Forint unweit des Velence Sees erworben hatte. Die Dame arbeitet als Fitness-Trainerin und weder will, noch muss sie Auskunft darüber geben, was sie mit Landwirtschaft zu tun hat und woher sie das Geld für den Kauf der Ländereien bekam. Sie allein danach zu fragen findet ihr Mann, der Abgeordnete „lächerlich und boshaft“.
Und so geht es weiter: Die Angetraute von Fidesz-Mann István Horváth, eine Englisch-Lehrerin, kassierte 21 Mio. Forint, jene von Erika Bánki, ebenfalls Fidesz, 18,5 Mio, sie ist Rechtsanwältin. Die Frau von Balázs Györffy, Fidesz, 9,9 Millionen, aber auch eine LMP-Frau ist dabei, die Ehefrau von Benedek Sally zog 7,6 Mio. an Land, ohne es auch nur zu betreten.
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