(c) Pester Lloyd / 24 – 2008 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Börse wird zum Shoppingcenter
10.06.2008 · Wirtschaft
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Börse wird zum Shoppingcenter
Die Immobiliengesellschaft ORCO wird aus dem ehemaligen Börsengebäude am Vörösmarty tér in Budapest eine „Einkaufsgalerie“ gestalten.
Gemäß den Planern des Luxusimmobiliienentwicklers wird das neue „Váci 1“ im Jahre 2010 seine Pforten öffnen und so einen der wichtigsten Plätze mit der Haupteinkaufsmeile Váci utca verbinden.
Die Originalfassade des Gebäudes wird vom französischen Architekten Christian Biecher in Kooperation mit dem ungarischen Architektenbüro König and Wagner restauriert. „Dies ist ein einzigartiges Gebäude. Unsere Restauration und Transformation wird zeigen, dass Budapest nicht nur eine Stadt mit Vergangenheit, sondern auch mit Zukunft ist“, meint Iain Sellers, Direktor von ORCO Hungary. Das Gebäude der Budapester Börse wurde zwischen 1911 und 1915 nach Plänen des ungarischen Architekten Ignac Alpar erbaut. Heute ist es denkmalgeschützt. (das erste Börsengebäude von 1864 war der Lloyd-Palast am heutigen Roosevelt Platz).
Nach der Restauration werden auf 11.000 qm Gaststätten, Geschäfte und – als besonderes Schmankerl – ein Restaurant auf der Terrasse mit spektakulärem Panorama über Budapest eingerichtet.
Orco realisierte in Budapest bereits Luxusappartements in einem Prachtpalais an der Andrássy, die „Avenue Gardens“, verbaute das ehemalige Jugendstilkaufhaus Paris zu Büros, betreibt einen eigenen „Business-Park“ und weitere Hotels und Immoprojekte.
Zur Geschichte der Budapester Börse
http://www.bse.hu/topmenu/about_us/history
Protfolio der Orco-Gruppe
http://www.orcogroup.com/projects-portfolio
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Twin City ausgeschieden, Budapest noch im Rennen
10.06.2008 · Wirtschaft
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Twin City ausgeschieden, Budapest noch im Rennen
Die gemeinsame Bewerbung Bratislavas und Wiens um den Sitz des neuen Europäischen Technologie Institutes ist vom Tisch. Wroclaw und Budapest noch im Rennen.
Kürzlich bewarben sich Bratislava und Wien gemeinsam um den Sitz des neu zu errichtenden „Europäischen Institutes für Technologie“ (EIT), das als „Wissensdreieck“ der Elite- und Exczellenceförderung und Vermittler zwischen Universitäten, Forschung und Industrie für europäische Projekte fungieren soll. Wien rechnete sich gemeinsam mit Bratislava besonders gute Chancen für den Zuschlag aus, immerhin sei man mit der „Twin City“ eine sehr dynamische Region, die sowohl das „alte“ wie das „neue“ Europa“ verbindet. Aus Brüsseler Diplomatenkreisen verlautet nun jedoch, dass die Wien-Bratislava-Bewerbung praktisch vom Tisch sei, ebenso die von Barcelona und Jena.
Das Rennen wird nun zwischen dem polnischen Wroclaw (Breslau) und Budapest entschieden werden. Massgabe war u.a., dass es sich um eine Stadt der neuen EU-Mitglieder handelt. Die Deutsche Welle meldet, dass die ursprünglich für 30. Mai geplante Entscheidung auf 18. Juni vertagt wurde, weil sich die Diplomaten trotz einer Nachtsitzung nicht auf einen Standort einigen konnten.
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Konsumentenvertrauen in Ungarn erholt sich minimal
10.06.2008 · Wirtschaft
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Konsumentenvertrauen in Ungarn erholt sich minimal
Nach einem Allzeittief scheint sich das Vertrauen der Kunden in die ungarische Wirtschaft allmählich wieder zu erholen – eigentlich grundlos.
Sinkende Reallöhne, massive Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln, höhere Kosten für Arztbesuche, höhere Steuern und Abgaben und dazu noch eine permanente politische Unsicherheit dominierten die Stimmung in Ungarn der ein bis zwei Jahre. Diese Stimmung spiegelt das Umfrageinstitut GKI mit einem kombinierten Business-Konsumentenindex, der im April ein Allzeittief von -22,5 erreichte – nicht zuletzt auch wegen der Koalitionskrise.
Im Mai kletterte Index um immerhin 10,9 Prozentpunkte. Als wirkliche Aufhellung kann dies aber immer noch nicht betrachtet werden, denn die Rahmenbedingungen haben sich nur wenig verbessert. Zwar rechnet man in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 4-5%, doch bis sich dieses in steigenden Reallöhnen und damit in höherer Kauffreudigkeit und -fähigkeit ausdrückt kann es bei 7% Inflation noch dauern. GKI fand heraus, dass die Ungarn in letzter Zeit lieber Rücklagen bilden als das Geld in Umlauf zu bringen.
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