(c) Pester Lloyd / 04 – 2009 POLITIK 18.01.2009
Orbán meint: erst müsse sich die Rechte einen, dann das Land. Situation wie kurz vor der Wende…
Änderungen in Ungarn könnten nur erreicht werden, wenn zunächst die Rechte eine Einheit herstellt und daraus nachher eine nationale Einheit entsteht. Das sagte der Fidesz-Vorsitzende Viktor Orbán bei einer Veranstaltung, zum Auftakt der Europawahlkampagne. Der erste Schritt zu dieser Einheit sollten die Europawahlen sein.
Wer nicht für die Einheit der Bürgerlichen steht, riskiere, dass alles bleibt wie es ist, so Orbán. Der Oppositionsführer meinte, die Lage ist dieselbe wie vor 20 Jahren, vor der Wende: es seien die gleichen wie damals an der Macht und auch jene, die ein neues Regime fordern, sind die gleichen. Orbán und die Seinen im Budapester Parlament, Foto: fidesz.hu
Diese Situation sei untolerierbar, das Land brauche eine neue politische Elite anstatt der heute Regierenden. An der Veranstaltung nahm auch der Europaabgeordnete der deutschen CDU Elmar Brok (EVP) teil.
Die Liste des Fidesz für die Europawahlen führt Pál Schmitt an. Der langjährige Sportfunktionär und Mitglied des IOC war auch Botschafter in Madrid und Bern. Unter den führenden Kandidaten ist auch János Áder, einst leitender Politiker seiner Partei und Tamás Deutsch, Kabinettschef Orbáns. Nur drei der früheren Mandatare wurden nicht erneut aufgestellt. Ungarn bleiben anstatt der bisherigen 24 nur 22 Plätze im neuen Parlament. Der Fidesz, der bisher 50 Prozent der Mandate hatte, hat beste Chancen, seine Positionen stark auszubauen.
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