(c) Pester Lloyd / 34 – 2009 POLITIK 17.08.2009
Ungarns Premier als Spitzenkandidat für die MSZP?
Ungarns Sozialisten von der MSZP umwerben den derzeitigen Ministerpräsidenten heftig, um ihn als Spitzenkandidaten für ihre Wahlkampagne zu gewinnen. Premier Gordon Bajnai ist parteilos, gilt aber als den Sozialisten nahestehend. Er führt seit einigen Monaten, nach dem holprigen Abgang von Ferenc Gyurcsány, eine sogenannte Expertenregierung, der indes nur rund zur Hälfte ausgewiesene Fachleute angehören, der Rest sind gestandene MSZP-Parteigänger.
In den Medien wird nun spekuliert, ob es das Fehlen einer zugkräftigen und von allen Flügeln der Partei akzeptierten Figur ist, die Bajnai ins Gesrpäch brachte oder ob dahinter vielleicht eine Kampagne der Opposition steht, die dafür sorgen soll, dass eine Ablehnung Bajnais die ohnehin am Umfrageboden liegenden Sozialisten vollends blamieren soll. Immerhin hat sich schon Imre Szabó, Chef der MSZP im Komitat Pest, im Fernsehen für Bajnai als seinen Lieblingskandidaten ausgesprochen. Es sei beeindruckend wie jener die Krise meistere und er Ungarns angeschlagene finanzielle Reputation wieder hergestellt habe. Bei der letzten Umfrage lagen die Sozialisten bei 18%, dem tiefsten Stand seit Bestehen.
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