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Mesterházy eher Opfer als Herausforderer

(c) Pester Lloyd / 51 – 2009 POLITIK 18.12.2009

Wahlkampf Ungarn:

Nicht ganz überraschend sind die Umfragewerte hinsichtlich der Unterstützung des ungarischen Wahlvolkes für die Spitzenkandidaten der beiden großen politischen Parteien in Ungarn. Während 36 Prozent aller Wahlberechtigten Viktor Orbán, Chef des nationalkonservativen Fidesz, gern als künftigen Ministerpräsidenten sehen möchten, hat der nun offiziell bestätigte Spitzenkandidat der grundelnden Sozialisten, Fraktionschef Attila Mesterházy, lediglich 7% der Bevölkerung hinter sich stehen. Auch wenn das Umfrageinstitut Nezöpont und die Wochenzeitung Heti Valász, welche die Umfrage betreiben, ohnehin zur rechten Landeshälfte zu zählen sind, geben die Zahlen die Stimmung im Land richtig wieder. Immerhin gestand man Mesterházy einen „Sprung“ von zwei Porzentpunkten gegenüber der November-Umfrage zu. Bei den Parteipräferenzen, umgelegt auf alle Wahlberechtigte, also auch die vielen potentiellen Nichtwähler, kommt Fidesz auf 39% Unterstützung, MSZP auf 10, die rechtsextreme Jobbik auf 6%. Alle anderen Parteien, auch die jetzt noch im Parlament vertretenen SZDSZ (Liberale) und MDF (gemäßigt konservativ), kommen nicht einmal in die Nähe der 5%-Hürde.

Chancenloser Hoffnungsträger

Attila Mesterházy wird Spitzenkandidat der Sozialisten für die Wahlen 2010

Offiziell ist es zwar erst am 12. Dezember, wenn der Parteitag der MSZP sein Votum abgegeben hat, doch niemand rechnet mit Widerstand oder einem Gegenkandidaten zum Vorschlag des Parteipräsidums. Dieses will ihren derzeitigen Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Parteichef, Attila Mesterházy, ins Rennen gegen Viktor Orbán schicken. Der 35jährige ist jung, eloquent und wird von fast allen Flügeln der Partei getragen. Eine echte Chance hat er jedoch nicht, die Bürde, die er mitschleppen muss, ist viel zu schwer. ZUM BEITRAG

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