(c) Pester Lloyd / 01 – 2010 OSTEUROPA 05.01.2010
Eigentlich sollte die elektronisch erhobene LkW-Maut für Entlastung sorgen, doch das Gegenteil ist der Fall. Bordcomputer fehlen, Strecken sind kaum markiert und die Frächter sind sauer. An den kleineren Grenzübergängen staut sich der Verkehr.
Seit 1. Januar bilden sich lange Staus, u.a. am tschechisch-slowaksichen Grenzbergang Mosty u Jablunkova in Ostmähren. Der Grund: die Bordcomputer, die man für die Abbuchung der Maut benötigt sind in weiten Teilen des Landes schlicht nicht zu haben. LkW-Fahrer mussten teilweise mit Taxis zu weit entfernten Verkaufsstellen fahren, um sich die Bordunits zu holen. Auch slowakische Frächter berichten von chaotischen Zuständen bei der Bestellabwicklung für die zwingend notwendigen Geräte. An manchen Grenzübergangsstellen hatte die Polizei ein Einsehen und ließ LkW-Fahrer für einige Tage ohne Computer einreisen. Das neue Mautsystem „myto“ wird vom Verkehrsministerium gemeinsam mit dem Unternehmen Skytoll betrieben und bezieht sich auf alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zur Güterbeförderung und Autos zum Transport von mehr als neun Personen. Gezahlt werden muss für die Nutzung von insgesamt über 2.030 Kilometern Autobahn, Schnellstraße und für einzelne Straßen der sogenannten ersten Kategorie. Die Union der Spediteure der Slowakei verlangt neben der Aufschiebung des Mautsystems auch eine Markierung von gebührenpflichtigen Straßenabschnitten sowie eine Senkung der Verbrauchersteuer auf Kraftstoffe und der Kfz-Steuer. Die Frachtunternehmen verwiesen auf das Versagen des Registrierungssystems und Probleme bei der Beschaffung.
Webseite der Mautbetreiber mit allen (offiziellen) Infos (mehrsprachig) www.emyto.sk
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