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Agraland in Ungarn doppelt so teuer wie vor 10 Jahren

(c) Pester Lloyd / 46 – 2010 NACHRICHTEN 17.11.2010

Preise für Agrarland haben sich in Ungarn binnen zehn Jahren verdoppelt

Preise für landwirtschaftliche Nutzfläche haben sich in Ungarn in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, liegen aber immer noch weit unter westlichem Niveau. Nach dem „Farmland Index“ der ungarischen Bank FHB betrug der Preisanstieg zwischen 2000 und 2010 90%, wobei die Dynamik der Teuerung mit den Jahren schwankte, zuletzt aber immer mehr an Fahrt aufnahm. Von 2000 bis 2003 stiegen die Preise im Schnitt 7,4% im Jahr, danach drei Jahre lang 3,2% ab 2007 bis heute aber um 10,7%.

Der Durchschnittspreis für landwirtschaftlich nutzbare Fläche in Ungarn beträgt im Moment 472.000 Forint pro Hektar (ca. 1.700 EUR) für bearbeitete Anbauflächen liegt er bei 576.000 Forint / ha (knapp über 2000.- EUR und liegt damit bei rund einem Fünftel dessen, was man z.B. in Spanien zu zahlen hat. Das Agrarland Ungarn erkennt man immer noch an der Zahl von 83%, die in Ungarn als landwirtschaftlich nutzbare Fläche ausgewiesen ist, das sind ca. 7,8 Mio Hektar. 48% davon sind für die Landwirtschaft geeignet, 20% Wald, 11% Weideflächen, nur je 1% machen Obstgärten, private Gärten, Weinberge und Schilfanbau aus. 3% der landwirtschaftlichen Nutzflächen wechseln jährlich den Besitzer.

Um Spekulationen und den Landbesitz für Ausländer gibt es eine sehr ideologisch geführte Debatte, über die hier näher berichtet wird: Landnahme reloaded – Ungarn und die EU im Kampf um die „heilige Erde“ – Sept 2010

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