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Regierung von Ungarn: Schwäche des Forint ist Folge der Zypern-Krise

(c) Pester Lloyd / 12 – 2013 NACHRICHTEN 19.03.2013

Der Staatssekretär für Finanzfragen im Nationalwirtschaftsministerium, Zoltán Cséfalvay machte "die Situation in Zypern" "ausschließlich" für die Schwächephase des Forint verantwortlich. Dieser verlor Anfang der Woche auf bis unter 308 zum Euro und erreichte damit ein 14-Monats-Tief, konsolidierte sich Dienstagvormittag auf rund 305,5. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Marke von 310 bald durchstoßen wird. Die Forintschwäche sei "direkt und eindeutig" auf die Ereignisse um den Rettungsplan für Zypern zurückzuführen, was er aber nicht genauer begründen mochte

Cséfalvay ergänzte, dass ein niedriger oder stark ausschlagender Forintkurs „nicht im Interesse der Regierung oder des Landes“ sei. Die ungarische Regierung beschränke sich derzeit nur auf verbale Interventionen, um die Landeswährung zu stützen, man hoffe, mit der nächsten Währungsratssitzung (26.3.) ein weiteres Zeichen der Stabilität senden zu können. Ungarn stehe auf eigenen Beinen und könne sich selbst finanzieren, so der Staatssekretär. Ökonomen sehen die Forintschwäche in erster Linie mit der unberechenbaren und in Teilen abwegigen Wirtschafts- und Finanzpolitik des Landes erklärbar, einschließlich der de facto Abschaffung der Unabhängigkeit der Zentralbank durch die Ernennung von Ex-Minister Matolcsy zum Gouverneur. Auch die politischen Verwerfungen haben einen negativen Einfluss, nicht zuletzt galt der Forint lange Zeit als überbewertet.

Mehr zur aktuellen Forintschwäche.

Allerdings gibt es tatsächlich eine Auswirkung der Ereignisse in Zypern auf Ungarn, nämlich auf jene, die rund 1 Mrd. EUR auf der Insel in Off-Shore-Gesellschaften geparkt haben. Darunter sind nicht wenige Player, die auch politisch in Ungarn eine Rolle spielen bzw. mit Staatsaufträgen zu tun haben. Das betrifft Angehörige der “linken” wie der rechten Landeshälfte gleichermaßen und erklärt auch die Nervosität des Staatssekretärs.

Simor zieht sein Geld aus Zypern ab) r über die Zypern-Connection von Ex-MNB-Chef Simor (Simor zieht sein Geld aus Zypern ab) Hier etwas Aktuelles aus dem Regierungslager, von den “Breitbandrittern”

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